
Sechs Tote bei Schiesserei in Südtürkei: Täter nach Grossfahndung tot aufgefunden
Ein 37-jähriger Mann tötete in Tarsus sechs Menschen, darunter seine Ex-Frau, und verletzte acht. Nach stundenlanger Fahndung erschoss er sich.
Bei einer Serie von Angriffen in der südtürkischen Stadt Tarsus hat ein 37-jähriger Mann am Montag sechs Menschen getötet und acht weitere verletzt, bevor er sich nach einer Grossfahndung der Polizei selbst erschoss. Der Täter, von türkischen Medien als Metin O. identifiziert, erschoss zunächst seine Ex-Frau auf offener Strasse, eröffnete dann das Feuer auf ein Restaurant, tötete den Besitzer und einen Angestellten, und erschoss später einen Teenager, einen 50-Jährigen und einen weiteren Menschen in einem anderen Stadtteil. Unter den Opfern waren auch ein Schafhirte und ein Lastwagenfahrer. Präsident Recep Tayyip Erdogan bestätigte die Opferzahlen am Abend im Fernsehen. Die Polizei setzte Hubschrauber und Drohnen ein, um den Flüchtigen zu stellen; am Dienstagmorgen wurde er in einem Versteck tot aufgefunden.
Die Bluttat reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Schusswaffenangriffen in der Türkei, die in den vergangenen Wochen die öffentliche Sicherheit erschüttert haben. Erst vor einem Monat hatte ein 14-Jähriger in einer Schule neun Schüler und eine Lehrerin getötet; ein weiterer Jugendlicher verletzte bei einem Angriff 16 Menschen. Während die türkische Regierung regelmässig strenge Waffengesetze betont, werfen Oppositionelle unzureichende Massnahmen gegen die Verbreitung von Schusswaffen vor. Auch die psychische Gesundheit von Tätern rückt in den Fokus: Laut Gouverneursbüro von Mersin war Metin O. wegen Drogenmissbrauchs und psychiatrischer Probleme bekannt.
Aus internationaler Perspektive beobachten besonders Deutschland, Österreich und die Schweiz die Entwicklung mit Sorge, da die türkischstämmigen Gemeinschaften in diesen Ländern eng mit den Geschehnissen in der Heimat verbunden sind. Der deutsche Aussenminister äusserte sich zurückhaltend, bezeichnete die Gewalt aber als „tragisch“. In der Türkei selbst entzündet die Tat eine Debatte über die Regierungspolitik, während die Polizei ihre Fahndungseffizienz betont. Die genauen Motive des Täters bleiben zunächst unklar; Berichte über eine persönliche Fehde mit dem Restaurantbesitzer verdichten sich. Die Behörden versprechen eine lückenlose Aufklärung, doch das Vertrauen in die innere Sicherheit der Region ist erneut erschüttert.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
| Iranische & verwandte Presse | −0.20 | neutral |
A shooting in Mersin, Turkey, left four dead and eight injured. The attacker opened fire in a restaurant, killing two, then fled by car. Police are searching for the suspect.
A 17-year-old gunman killed four people near Mersin, including a restaurant owner and employee, and two others. Eight wounded. A shepherd was among the victims. Police deployed helicopters in the search.
The Iranian report states four dead and six injured, differing from other accounts. The suspect is a 17-year-old who fled. The incident took place in Tarsus district.
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