
D4vd-Vorwürfe: Blutspuren in Garage, Duftbäume im Tesla
Im Vorverfahren gegen den Sänger D4vd wegen Mordes an einer 14-Jährigen belasten forensische Indizien den Angeklagten.
Im Vorverfahren gegen den 21-jährigen Sänger David Anthony Burke, bekannt als D4vd, haben Ermittler am Mittwoch neue forensische Details zum Tod der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez vorgelegt. Eine Kriminaltechnikerin des Los Angeles Police Department sagte aus, sie habe in der Garage des Anwesens in den Hollywood Hills Blutspuren auf Gymnastikmatten und dem Boden gefunden – dort, so die Anklage, habe Burke die Leiche des Mädchens mit einer Kettensäge zerstückelt. Die Chemikalientests hätten jedoch nicht definitiv Blut nachgewiesen, räumte die Zeugin ein: „Ich kann nicht sagen, dass es definitiv Blut ist. Ich kann sagen, dass es möglicherweise Blut ist.“ Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor erklärt, dass DNA-Spuren aus der Garage mit dem Opfer übereinstimmten.
Eine weitere Polizeitechnikerin berichtete, sie habe im Tesla des Angeklagten mindestens elf Duftbäume sichergestellt – in der Mittelkonsole, auf den Rücksitzen und im vorderen Kofferraum. Dort habe sie zudem einen „intensiven Geruch“ wahrgenommen, der an einen verwesenden Leichnam erinnert habe, sowie starken Insektenbefall. Die Leiche des Mädchens war im September 2025 im vorderen Kofferraum des Fahrzeugs entdeckt worden, nachdem es monatelang dort gelegen haben soll. Die Staatsanwaltschaft zeigte Fotos der Duftbäume und von Fliegenlarven im Wageninneren.
Nach Darstellung der Anklage tötete Burke das Mädchen am 23. April 2025, um eine sexuelle Beziehung zu vertuschen, die er mit ihr seit ihrem 13. Lebensjahr unterhalten haben soll. Das Mädchen habe gedroht, die Beziehung öffentlich zu machen und damit Burkes Karriere zu ruinieren. Am Tag nach der Tat habe der Sänger unter einem Pseudonym unter anderem Kettensägen, einen Leichensack, eine Schaufel und ein aufblasbares Becken bestellt – letzteres, um das Blut bei der Zerstückelung aufzufangen. Ein Finanzvorstand von Interscope Records, Louis Poimiroo, sagte aus, dass Burke zwischen 2023 und 2025 Einnahmen von bis zu 10,5 Millionen Euro erzielt habe; der Plattenvertrag sei erst im Dezember 2025 beendet worden, acht Monate nach dem Tod des Mädchens. Die Staatsanwaltschaft sieht darin ein finanzielles Tatmotiv.
Burke hat auf alle Anklagepunkte – Mord, fortgesetzter sexueller Missbrauch eines Kindes unter 14 Jahren und Verstümmelung menschlicher Überreste – nicht schuldig plädiert. Die Staatsanwaltschaft erwägt, im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe zu beantragen, hat aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Das Vorverfahren vor Richterin Charlaine Olmedo soll bis Ende der Woche dauern; sie wird dann entscheiden, ob die Beweise für ein Hauptverfahren vor einem Geschworenengericht ausreichen.
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