
Spanien ruft nationalen Notstand aus – Zehntausende vor Waldbränden evakuiert
Wegen unkontrollierter Waldbrände hat Spanien den nationalen Notstand für Madrid und Ávila ausgerufen. Auch Frankreich und Italien kämpfen gegen verheerende Feuer.
Spanien hat am späten Donnerstagabend den nationalen Notstand für die Region Madrid und die benachbarte Provinz Ávila ausgerufen. Wie das Innenministerium mitteilte, sei die Maßnahme wegen einer „unkontrollierten Ausbreitung“ von Wald- und Flächenbränden notwendig geworden. Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso erklärte, die Brände seien „jenseits unserer Fähigkeit, sie zu löschen“. Die Leitung der Einsätze geht nun an die militärische Kriseneinheit UME über. Rund um Madrid wurden nach Angaben der Regionalregierung bereits etwa 10.000 Menschen evakuiert; der Ort Aldea del Fresno mit 3.500 Einwohnern wurde vollständig geräumt. Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf der Plattform X, die Regierung habe „alle verfügbaren Ressourcen eingesetzt, um die schrecklichen Brände zu stoppen“.
Auch in Frankreich wüten mehrere Großbrände. Präsident Emmanuel Macron hat den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert. Nach seinen Angaben werden zwei kroatische Canadair-Löschflugzeuge, zwei portugiesische Air-Tractor-Flugzeuge sowie zwei schwere Black-Hawk-Hubschrauber aus Tschechien und der Slowakei entsandt. Im Département Gironde bei Bordeaux hat ein Feuer nach Behördenangaben mehr als 10.000 Hektar vernichtet und rund 40.000 Menschen zur Flucht gezwungen. In den benachbarten Landes wurden über 23.000 Menschen evakuiert. Zwei Feuerwehrleute kamen bei einem separaten Brand nahe des Flughafens von Bordeaux ums Leben. Im Département Var im Südosten brannten rund 2.500 Hektar; die Behörden erlaubten am Donnerstag rund 400 Evakuierten die Rückkehr. In Italien wüten Dutzende Brände auf Sizilien, wo ein Feuerwehrmann starb. Der Regionalpräsident Renato Schifani sprach von 6.000 Einsatzkräften und 20 Luftfahrzeugen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
Nach Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS ist 2026 gemessen an der verbrannten Fläche das zweitschwerste Jahr in der EU seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren. Für Frankreich ist es das schlimmste Jahr, für Spanien und Italien zählt es zu den schwersten. Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Klimaforschergruppe World Weather Attribution kommt zu dem Schluss, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die aktuelle Dürre in Europa verschärft habe. Hauptursache sei nicht der fehlende Regen, sondern die extreme Hitze, die die Böden austrockne. Europa erwärme sich schneller als jeder andere Kontinent.
Die Brände sind weiterhin aktiv. Die spanische Wetterbehörde warnte vor „außergewöhnlicher Gefahr“ durch Temperaturen bis zu 44 Grad Celsius. In der Provinz Guadalajara nördlich von Madrid hat ein Großfeuer bereits 32.000 Hektar zerstört. Die EU-Hilfe für Frankreich ist auf dem Weg. Ein baldiges Ende der Brandsaison zeichnet sich nicht ab.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
The wildfires in southwestern France, driven by strong winds and drought, are spiraling out of control. The report focuses on extreme weather conditions and firefighting efforts.
A survivor of the plane crash recounts the impact and the inferno. The narrative centers on fear and the will to survive, personalizing the tragedy.
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