
Washington sanktioniert iranische Kryptobörsen – Schlag gegen Teherans digitale Schattenfinanz
Die USA verhängen Sanktionen gegen Nobitex und drei weitere Digitalbörsen, die Milliarden für die Revolutionsgarden und zur Umgehung von Embargos transferiert haben sollen. Ein Zeichen maximalen Drucks.
Die US-Regierung hat am Dienstag die bislang umfassendsten Sanktionen gegen den iranischen Kryptowährungssektor verhängt. Das Finanzministerium setzte die vier größten Digitalbörsen des Landes – Nobitex, Bitpin, Ramzinex und Wallex – sowie mehrere Führungskräfte auf die schwarze Liste. Nobitex, der mit Abstand dominierende Anbieter, soll allein über die Hälfte aller digitalen Vermögenszuflüsse in den Iran abgewickelt und dabei gezielt Geschäfte mit der Revolutionsgarde (IRGC) und der Zentralbank ermöglicht haben. Die Maßnahmen sind Teil der von Präsident Trump ausgerufenen Kampagne „Economic Fury“, die den wirtschaftlichen Druck auf Teheran maximal erhöhen soll.
Aus Washingtoner Sicht ist dies ein gezielter Schritt, um das wachsende Schattenfinanzsystem des Iran zu treffen. Finanzminister Scott Bessent erklärte, das Regime habe sich angesichts des wirtschaftlichen Niedergangs der „korrupten Agenda“ verschrieben, digitale Technologien zur Sanktionsumgehung und zum Kapitaltransfer ins Ausland zu nutzen. Das Außenministerium ergänzte, die Börsen hätten der IRGC illegale Transaktionen ermöglicht und wohlhabenden Regimeanhängern geholfen, Vermögen außer Landes zu schaffen. Eine Reuters-Recherche von Anfang Mai hatte die Rolle Nobitexs als zentralen Knoten eines parallelen Finanzsystems enthüllt, das selbst während staatlicher Internetsperren weiterarbeitete.
In Teheraner Medien spiegeln sich die gewohnten Reaktionsmuster. Staatsnahe Blätter wie Khabar Online oder Donya-e Eqtesad meldeten die Sanktionen zwar, stellten sie aber als weiteren Beweis amerikanischer Feindseligkeit dar, ohne auf die Vorwürfe im Einzelnen einzugehen. Die Nachrichtenagentur Mehr News wiederholte die Bezeichnung „Economic Fury“ und betonte, die Maßnahmen stünden im Widerspruch zu angeblichen Verhandlungsbemühungen Washingtons. Unabhängige persischsprachige Medien wie Iran International zitierten hingegen ausführlich die Aussagen Bessents und wiesen auf die zentrale Rolle der Kryptowährungen für die Kriegskasse der Revolutionsgarden hin.
Internationale Beobachter lesen die Sanktionen als Signal, dass die USA auch technologische Schlupflöcher konsequent schließen wollen. Die russische Agentur Interfax hob die Dimension der Geldströme hervor, die israelische Jerusalem Post die IRGC-Verbindung. Aus europäischer Perspektive könnte die Aktion Folgen haben: Deutsche und Schweizer Finanzinstitute müssen verstärkt prüfen, ob sie über Korrespondenzbeziehungen mit betroffenen Entitäten in Berührung kommen. Die Maßnahmen fügen sich ein in die maximale Druckkampagne Trumps, die parallel zu stagnierenden Atomgesprächen und der militärischen Eskalation im Libanon läuft. Mit der Zerschlagung der digitalen Finanzinfrastruktur wollen die USA dem Iran die Mittel entziehen, um regionale Stellvertreter zu finanzieren und das Nuklearprogramm voranzutreiben.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.70 | aligned |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
| Russische & GUS-Presse | −0.10 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.75 | critical |
Die Vereinigten Staaten schlagen gegen die iranische Krypto-Infrastruktur zu und werfen ihr vor, dem Regime und den Revolutionsgarden die Umgehung internationaler Sanktionen ermöglicht zu haben. Der Schritt wird als Kernstück der Maximaldruck-Kampagne dargestellt, die Teherans Wirtschaft lähmt. Vier digitale Handelsplattformen und ihre Führungskräfte werden wegen Geldwäsche von Hunderten Millionen Dollar für terroristische Aktivitäten sanktioniert.
Amerika zeigt erneut sein feindseliges Gesicht mit neuen Sanktionen gegen iranische Kryptobörsen, basierend auf längst widerlegten Vorwänden. Der einseitige Schritt, verkündet während vermeintlicher Gespräche, entlarvt die Heuchelei Washingtons und seine Entschlossenheit, den Wirtschaftskrieg fortzusetzen. Terrorvorwürfe sind nur ein Deckmantel für eine weitere Aggression gegen den Iran.
Das US-Finanzministerium hat die größte iranische Kryptobörse sowie drei weitere Plattformen auf die Sanktionsliste gesetzt. Sie sollen mehr als die Hälfte der digitalen Vermögensströme des Landes verarbeitet und Zahlungen im Zusammenhang mit den Revolutionsgarden ermöglicht haben. Die Maßnahmen richten sich auch gegen Führungskräfte und Gründer und weiten das restriktive US-Regime gegen Teheran weiter aus.
Washington bestraft den führenden iranischen Krypto-Broker, dem vorgeworfen wird, der Regierung und staatlichen Institutionen bei der Umgehung westlicher Sanktionen geholfen zu haben. Die jüngste einseitige Sanktion, ausgelöst durch eine journalistische Untersuchung, entlarvt die anhaltende interventionistische und belehrende Politik der USA. Ziel ist ein paralleles Finanzsystem, das Hunderte Millionen Dollar für die Zentralbank und die Revolutionsgarden bewegt haben soll.
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