
US-Seeblockade gegen Iran bleibt in Kraft – zwei Schiffe gestoppt
Das US-Zentralkommando meldet die Außerbetriebsetzung zweier Schiffe und die Umleitung von zwölf Handelsschiffen seit Wiedereinsetzung der Blockade.
Die US-Marine hält die Seeblockade gegen Iran weiterhin aufrecht. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, dass die Streitkräfte seit der Wiedereinsetzung der Blockade im Juli zwölf Handelsschiffe umgeleitet, zwei Schiffe außer Betrieb gesetzt und zwei weitere Schiffe zur Überprüfung betreten hätten. Am 24. Juli sei der unter mosambikanischer Flagge fahrende Tanker „M/T Lavine“ im Golf von Oman gestoppt worden, nachdem die Besatzung mehrfach versucht habe, die Blockade zu durchbrechen und wiederholte Warnungen ignoriert habe. Einen Tag später habe die US-Marine den unter der Flagge der Komoren fahrenden Tanker „M/T Charminar“ im Arabischen Meer betreten und nach einer Inspektion die Weiterfahrt gestattet.
Ein Sprecher des CENTCOM, Captain Tim Hawkins, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, dass zur Stoppung des Tankers „Lavine“ neben wiederholten Warnungen ein Raketenangriff auf den Maschinenraum geführt worden sei. Das Kommando betonte, die Blockade sei „vollständig in Kraft“ und die US-Streitkräfte blieben „hochgradig wachsam, fokussiert, tödlich und einsatzbereit“.
Die Seeblockade ist Teil einer umfassenderen militärischen Kampagne der USA gegen Iran. Nach Angaben des Portals Axios hatte Präsident Donald Trump am Freitag eine vorübergehende Aussetzung der Bombardierungen angeordnet, um diplomatischen Bemühungen Raum zu geben. Ein israelischer Beamter sagte dem israelischen Rundfunk KAN, man habe mit einem „mächtigen Bombardement“ gerechnet, Trump habe aber eine Verschiebung gewählt, um Iran „eine weitere Chance“ für Verhandlungen zu geben. Der iranische Gesundheitsminister Hossein Kermanpour bestätigte, dass es in der vergangenen Nacht keine Angriffe auf iranisches Territorium gegeben habe. Die iranische Führung erklärte zugleich, die Angriffe auf US-Interessen würden „bis zur vollständigen Kapitulation des Feindes“ fortgesetzt.
In einer weiteren Geste der Deeskalation kündigte Katar die Wiederaufnahme der gesamten zivilen Schifffahrt an, die wegen der Eskalation für mehr als zehn Tage ausgesetzt worden war. Die USA und Großbritannien bereiten für die kommende Woche ein Treffen in London vor, um eine internationale Koalition zur Sicherung der Navigation in der Straße von Hormus zu erörtern. Daran sollen unter anderem Verteidigungsminister und hohe Militärs teilnehmen, darunter Pentagon-Chef Pete Hegseth und der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, Dan Caine. Das CENTCOM erklärte, die Straße von Hormus bleibe für die Handelsschifffahrt offen; mehr als 50.000 US-Soldaten seien im Nahen Osten im Einsatz.
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
The Iranian press describes the US naval blockade as an act of aggression against Iran, causing civilian suffering. It highlights US double standards and European complicity, while Iran is presented as an innocent victim of unjustified military pressure.
Latin American press reports that CENTCOM has reinforced the naval blockade against Iran, diverting 12 ships and disabling two, despite a pause in bombings. The tone is descriptive, without commentary.
Gulf press highlights the credible threat from Iranian proxy forces, which led to security measures such as Trump's aircraft switch. The naval blockade is presented as a necessary defensive measure to counter Iran's destabilizing activities.
Erweitere deinen Horizont
US-Senat verabschiedet Sanktionspaket mit Zolldrohung gegen Russland-Energiekäufer
4 Sprachen · 40 Quellen
Aus Economy & MarketsSteigende Kreditvorsorgen belasten Bankbilanzen in Schwellenländern
2 Sprachen · 6 Quellen
Aus TechnologyAmazon finanziert privates Gaskraftwerk in Texas – droht größte Einzelemissionsquelle der USA
2 Sprachen · 8 Quellen