
US-Israelischer Regimewechselplan: Ahmadinedschad als Irans neuer Führer vorgesehen
Die New York Times enthüllt: Washington und Jerusalem wollten den früheren Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Zuge der Luftangriffe an die Macht bringen – doch der Plan scheiterte.
Einem Bericht der New York Times zufolge planten die Vereinigten Staaten und Israel, den früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad nach einem gezielten Militärschlag als neuen Führer Irans zu installieren. Teil des Plans war ein israelischer Luftangriff auf ein Gebäude in Teheran, in dem Ahmadinedschad unter Hausarrest stand. Ziel war es, ihn zu befreien und ihm den Weg an die Macht zu ebnen. Doch die Operation verlief anders als erhofft: Ahmadinedschad wurde bei dem Bombardement verletzt, und er verschwand anschließend aus der Öffentlichkeit. Der frühere Präsident, so das Blatt, habe daraufhin das Vertrauen in den Plan verloren.
Ahmadinedschad, von 2005 bis 2013 Präsident, galt im Westen als Hardliner und Holocaustleugner. Seine Wiederwahl 2009 war von massiven Protesten begleitet, die blutig niedergeschlagen wurden. In den folgenden Jahren entfremdete er sich vom Obersten Führer Ali Chamenei und wurde mehrfach von der Kandidatur für das Präsidentenamt ausgeschlossen. Aus Sicht Washingtons und Jerusalems schien er dennoch als Kandidat für eine Übergangsregierung geeignet, da er über ein eigenes Netzwerk verfügte und als Nationalist galt. Beobachter in Teheran hingegen halten Ahmadinedschad für politisch irrelevant; er habe keinerlei Rückhalt mehr bei den Revolutionsgarden. Die Wahl eines derart kontroversen Politikers zeuge von der Verzweiflung der Kriegsplaner.
Die Enthüllung wirft ein bezeichnendes Licht auf die Kriegsziele der Alliierten. Während öffentlich von der Befreiung des iranischen Volkes die Rede war, deuten die Hintergrundgespräche auf ein pragmatisches Machtkalkül hin. Analysten in Washington weisen darauf hin, dass ein Regimewechsel ohne breite innenpolitische Basis kaum stabil sein könne. In Jerusalem mag man gehofft haben, mit Ahmadinedschad einen Führer zu gewinnen, der das Atomprogramm fortsetzt, aber die Beziehungen zum Westen neu ausrichtet. Dass der Plan scheiterte, zeigt jedoch die Risiken solcher Interventionsstrategien. Die Zukunft Irans bleibt ungewiss – und der Krieg geht weiter.
| Israelische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
According to the Israeli press, the secret joint US-Israel plan to install former Iranian President Ahmadinejad in power after a regime change was a bold but failed attempt. The attack on his house was designed to free him from house arrest. The narrative emphasizes the strategic necessity of finding an internal leader, despite his anti-Israel positions.
Continental European press expresses skepticism and criticism of the revelation of the US-Israel plan to bring Ahmadinejad back to power, seen as a reckless and contradictory move. It highlights his history of Holocaust denial and hardline positions against Israel, making the idea of him as a transitional leader paradoxical. Attention is on potentially destabilizing consequences.
Atlantic media presents the news as astonishing and ironic, emphasizing that the US and Israel aimed to install a fierce critic of both as Iran's leader. The audacity of the plan and its failure are highlighted, with tones of amazement but also analysis of Western strategy in Iran.
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