
Wetterwechsel in Venezuela: Stabile Donnerstage, leichte Regenfälle am Freitag
Während weite Teile Venezuelas am Donnerstag noch von einem beständigen, wolkenarmen Wetter profitieren, zeichnet sich für den Freitag eine leichte, aber geografisch differenzierte Wende ab. Die Prognosen für den 23. April zeigen in den meisten Regionen nahezu niederschlagsfreie Bedingungen – eine Entwicklung, die für die Übergangszeit zwischen Trocken- und Regenzeit nicht ungewöhnlich ist. Aus Caracas heißt es, dass die Hauptstadt am Donnerstag mit Höchstwerten um 26 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit von 94 Prozent noch trocken bleibt, während die Temperaturen in Ciudad Bolívar auf bis zu 35 Grad klettern. Im industriellen Zentrum Valencia, wo die Landwirtschaft und die verarbeitende Industrie auf planbare Niederschläge angewiesen sind, liegen die Maxima bei 30 Grad, die relative Luftfeuchte steigt auf 87 Prozent. Ähnlich stabil zeigen sich die Verhältnisse an der Karibikküste auf der Insel Margarita, wo der Nordostpassat mit 14 Kilometern pro Stunde für eine angenehme Brise sorgt.
Doch die Wetterlage ändert sich am Freitag spürbar. Ein feuchteres System nähert sich von Osten und bringt vor allem in den Morgenstunden leichte Niederschläge in Städten wie Maracay und Ciudad Guayana, wo ein bis zwei Millimeter Regen erwartet werden. In der Hauptstadt Caracas kündigen sich für den Nachmittag Niederschläge an – ein für diese Jahreszeit typischer Rhythmus. Beobachter in den venezolanischen Küstenregionen verweisen darauf, dass die Passatwinde leicht auffrischen, was die Wolkenbildung begünstigt. Während Maracaibo im Westen des Landes noch weitgehend trocken bleibt, deuten die Modelle in Barquisimeto und Valencia auf vereinzelte Schauer hin. Die Temperaturspanne variiert dabei zwischen 18 Grad in der Hauptstadt und 33 Grad im südlichen Binnenland – ein Gradient, der die geografische Vielfalt des Landes widerspiegelt.
Der bevorstehende Wetterwechsel ist aus meteorologischer Sicht weniger spektakulär als vielmehr saisonal bedingt. Mit dem April endet allmählich die Trockenzeit, und die Regenzeit zeichnet sich ab. Für Venezuela – und indirekt auch für europäische Partner wie Deutschland oder die Schweiz, die über Handelsbeziehungen und Entwicklungsprojekte mit dem Land verbunden sind – ist dies von Belang: Die Landwirtschaft, insbesondere der Kaffee- und Kakaosektor, hängt von den Niederschlägen ab, und das Wasserkraftsystem des Landes benötigt ausreichende Zuflüsse. Nach den stabilen Tagen Ende April dürften die kommenden Wochen eine zunehmende Bewölkung und häufigere Schauer bringen – ein Vorbote des venezolanischen Winters, der von Mai bis November die Wetterdynamik bestimmt.
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