
Algerien dreht Partie gegen Jordanien und wahrt Chance auf das Achtelfinale
Späte Tore von Benbouali und Gouiri nach Eckbällen bescheren Algerien ein 2:1, eliminieren den WM-Debütanten Jordanien und machen Argentinien vorzeitig zum Gruppensieger.
Ein Eckball von Riyad Mahrez, ein wuchtiger Kopfball von Nadhir Benbouali – und ein zweiter ruhender Ball, den Amine Gouiri in der 82. Minute zum 2:1-Sieg über Jordanien verwertete: Algerien hat am Montagabend (Ortszeit) in Santa Clara eine Partie gedreht, die lange nach einer Blamage aussah. Jordanien, erstmals bei einer Weltmeisterschaft, war in der 36. Minute durch Nizar Al-Rashdan in Führung gegangen, nachdem ein Angriff über die linke Seite in eine unübersichtliche Situation im Strafraum mündete und der Mittelfeldspieler trocken abschloss. Die algerische Dominanz – 55 Prozent Ballbesitz, zahlreiche Abschlüsse – blieb bis zur Pause ohne Ertrag; Mahrez scheiterte zweimal freistehend an Torhüter Yazeed Abulaila.
Die Wende leitete Trainer Vladimir Petkovic mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit ein: Nabil Bentaleb und Nadhir Benbouali kamen für Ramiz Zerrouki und Hicham Boudaoui. Benbouali stieg in der 69. Minute nach einem Mahrez-Eckball am höchsten und köpfte unhaltbar zum Ausgleich ein. Dreizehn Minuten später sorgte erneut ein Eckball – diesmal von Anis Hadj Moussa getreten, von Al-Rashdan unglücklich abgefälscht – für die Entscheidung: Gouiri stocherte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Der Treffer wurde nach VAR-Prüfung wegen einer möglichen Abseitsstellung gegeben, da nur Arm und Hand des Stürmers jenseits der Linie waren.
Das Ergebnis hat die Gruppe J frühzeitig sortiert. Argentinien, das zuvor Österreich durch zwei Tore von Lionel Messi mit 2:0 bezwungen hatte, steht mit sechs Punkten als Gruppensieger fest. Algerien und Österreich weisen je drei Zähler auf; Jordanien ist nach zwei Niederlagen ausgeschieden. Aus nordafrikanischer Sicht lebt damit die Hoffnung auf das Achtelfinale – und auf eine späte Genugtuung für das als „Schande von Gijón“ in die Geschichte eingegangene Gruppenfinale 1982, als Österreich und die Bundesrepublik Deutschland Algerien durch ein taktisches Remis aus dem Turnier manövrierten.
In der arabischen Welt überwog nach der Partie Enttäuschung, aber auch Stolz auf den couragierten Auftritt des Debütanten. Jordaniens Torhüter Abu Laila übernahm öffentlich Verantwortung: „Wir haben das Spiel kontrolliert, aber unsere Chancen nicht genutzt. Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen.“ Algeriens Matchwinner Gouiri hingegen betonte die mentale Stärke seiner Mannschaft: „Wir haben einen Treffer kassiert, aber wir sind ruhig geblieben und haben uns Schritt für Schritt gesteigert.“
Die letzte Runde am Samstag bringt in Kansas City das direkte Duell zwischen Algerien und Österreich um den zweiten Gruppenplatz. Ein Sieg würde Algerien sicher ins Achtelfinale führen; ein Unentschieden könnte – abhängig von den Ergebnissen in anderen Gruppen – für einen der acht besten Gruppendritten reichen. Jordanien verabschiedet sich zeitgleich in Arlington gegen Argentinien von der WM-Bühne.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.20 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Die algerische Mannschaft und ihre Anhänger erkennen die Mängel der Leistung an, blicken aber zuversichtlich auf das entscheidende Spiel.
Die Analyse eines ehemaligen Spielers wird genutzt, um interne Kritik zu legitimieren und gleichzeitig die Hoffnung aufrechtzuerhalten, indem ein hart erkämpfter Sieg in ein Sprungbrett verwandelt wird.
Die Wettbewerbsdaten werden ohne Parteilichkeit aufgelistet, mit dem alleinigen Ziel zu informieren.
Die Auswahl der Fakten (nur Qualifikanten und ausgeschiedene Teams) schafft eine implizite Hierarchie von Erfolg und Misserfolg, ohne Kommentar zu benötigen.
Algeriens Sieg und Leistung werden nicht erwähnt, der Fokus liegt ausschließlich auf Jordaniens Ausscheiden.
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