
Mercedes-Doppelspitze in Montreal: Russell schlägt Antonelli im Sprint-Qualifying
George Russell sichert sich die Pole für das Sprintrennen in Kanada vor Teamkollege Kimi Antonelli. Franco Colapinto überzeugt trotz technischer Probleme auf Platz 13.
George Russell hat sich im Qualifying für das Sprintrennen des Großen Preises von Kanada die Poleposition gesichert – mit einer Zeit von 1:12,965 Minuten setzte er sich 68 Tausendstel vor seinen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli. Der Brite, der in den vergangenen beiden Jahren bereits auf dem Gilles-Villeneuve-Kurs die Pole für den Sprint geholt hatte, zeigte sich erleichtert: „Das ist großartig nach einem schwierigen Miami. Ich habe nie an mir gezweifelt.“ Für den deutschen Rennstall ist es ein Befreiungsschlag: Mit neuen Teilen an Frontflügel und Unterboden ausgestattet, dominierte Mercedes die Sprint-Qualifikation und unterstrich damit seine Ambitionen, nach vier Siegen in Folge die Spitze weiter auszubauen. Während Antonelli als WM-Führender mit 20 Punkten Vorsprung anreiste, musste Russell zuletzt einräumen, sich zu sehr auf die Energiemanagement-Features der neuen Autos konzentriert und die Grundlagen vernachlässigt zu haben – eine schmerzhafte, aber notwendige Lektion.
Aus argentinischer Perspektive stand das Wochenende unter keinem guten Stern: Franco Colapinto, der nach seinem siebten Platz in Miami erstmals auf einer ihm bekannten Strecke antritt, erlebte einen Albtraum-Start. In der einzigen Trainingssitzung fiel sein Alpine wegen eines elektrischen Defekts am Gaspedal aus – „Mein Gaspedal funktioniert nicht“, funkte er verzweifelt. Ohne einen einzigen gezeiteten Umlauf musste der 22-Jährige direkt in die Sprint-Qualifikation gehen. Doch er bewies Nervenstärke: Mit einer Zeit von 1:14,702 Minuten erreichte er die SQ2 und qualifizierte sich als 13., deutlich vor seinem Teamkollegen Pierre Gasly auf Rang 19. „Das war ein langer Tag, nicht ideal, aber wir haben einen guten Job gemacht“, sagte Colapinto, der sich auf seine Simulatorerfahrung stützte. Alpine, das nach einem Unfall von Gasly in Miami mit Ersatzteilen kämpft, sprach von „einem schwierigen Nachmittag“.
Der Unfall von Fernando Alonso überschattete die SQ1: Der Spanier verlor in Kurve 4 die Kontrolle und schlug heftig in die Mauer ein, was eine rund 20-minütige Unterbrechung auslöste. Für Alonso, der in dieser Saison noch punktlos ist, setzte sich die Misere fort. Auch Sergio Pérez erlebte eine Enttäuschung: Der Mexikaner im Cadillac schied erneut in der SQ1 aus und startet nur von Platz 17 – immerhin eine Verbesserung gegenüber den letzten Rennen, aber weit entfernt von den Erwartungen. Für die Scuderia Ferrari platzierte sich Lewis Hamilton auf Rang fünf, Charles Leclerc auf sechs; die Roten wirkten nicht ganz auf der Höhe der Silberpfeile.
Der Blick nach vorn: Das Sprintrennen am Samstag wird zeigen, ob Mercedes seine Vormachtstellung auch über die Distanz bestätigen kann. McLaren mit den Titelverteidigern Lando Norris und Oscar Piastri lauert auf den Plätzen drei und vier. In Kanada, wo die Geschichte von Reifenmanagement und Überholmanövern oft überraschende Wendungen bereithält, ist der Ausgang offen. Für Colapinto bietet die Sprint-Distanz die Chance, weiter nach vorn zu kommen und Alpine im Kampf um Platz fünf der Konstrukteurswertung zu helfen. Das Rennen am Sonntag wird endgültig die Karten im WM-Kampf zwischen Antonelli und Russell neu mischen.
| Lateinamerikanische Presse | +0.70 | aligned |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Argentine driver Colapinto remains confident for the Canadian GP despite Alpine's limited spare parts due to a crash. The media highlights his recent seventh place in Miami and his positive attitude, framing the part shortage as a manageable challenge rather than a setback. The coverage celebrates Colapinto's rise and national pride.
The Quebec media focuses on the historic designation of Gilles Villeneuve as a historical figure and the excitement around the Montreal Grand Prix. The framing emphasizes local heritage and the unique character of the circuit, with less attention on individual driver stories.
The Italian press covers the Canadian GP with a focus on Andrea Kimi Antonelli's recent dominance and the championship battle. The framing is factual and race-oriented, reporting on practice and qualifying schedules without much narrative on other drivers.
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