
Zwei marokkanische Stars vor französischen Gerichten: Hakimi und Lamjarred kämpfen um ihre Freiheit
Der PSG-Star Achraf Hakimi bestreitet seinen Prozess wegen Vergewaltigung, während Sänger Saad Lamjarred gegen seine fünfjährige Haftstrafe Berufung einlegt.
Zwei aufsehenerregende Fälle beschäftigen derzeit die französische Justiz: Der marokkanische Fußballnationalspieler Achraf Hakimi wehrt sich gegen seine Überstellung vor ein Strafgericht, während der populäre Sänger Saad Lamjarred gegen eine Verurteilung wegen Vergewaltigung in Berufung geht. Beide Verfahren werfen ein Schlaglicht auf die juristische Auseinandersetzung prominenter Marokkaner mit schweren Vorwürfen in Frankreich.
Hakimi, Verteidiger des Paris Saint-Germain, erschien am Freitag vor der Untersuchungskammer des Berufungsgerichts von Versailles, um die Einstellung des Verfahrens zu erwirken. Ihm wird vorgeworfen, im Februar 2023 eine junge Frau vergewaltigt zu haben, die er über Instagram kennengelernt hatte. Der 26-Jährige bestreitet die Vorwürfe und hofft auf einen Nichtanordnung der Anklage. Sollte sein Einspruch scheitern, müsste er sich vor der Strafkammer des Départements Hauts-de-Seine verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im März die Anklage zugelassen.
Parallel dazu hat der Sänger Saad Lamjarred, eine Ikone der arabischen Musikszene, am Mittwoch Berufung gegen das Urteil des Gerichts von Draguignan eingelegt. Dieses hatte ihn Mitte Mai zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem es ihn der Vergewaltigung einer Kellnerin im Jahr 2018 für schuldig befunden hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre gefordert. Lamjarred, der stets seine Unschuld beteuert, war während des gesamten Verfahrens auf freiem Fuß geblieben – das Gericht ordnete keine Untersuchungshaft an. Seine Anwälte plädieren nun auf einen Freispruch in der Berufungsinstanz.
Die beiden Fälle zeigen, wie französische Gerichte mit schweren Sexualstraftaten prominenter Angeklagter umgehen. Während Hakimi noch vor der Hauptverhandlung steht, hat Lamjarred bereits eine Verurteilung erhalten, die er nun anficht. Beobachter in Rabat verfolgen die Entwicklungen mit Spannung, da beide Künstler nicht nur in Marokko, sondern in der gesamten arabischen Welt hohes Ansehen genießen. Für die marokkanische Diaspora in Frankreich sind die Verfahren von besonderer Bedeutung, da sie Fragen nach dem Umgang mit Prominenz und Gerechtigkeit aufwerfen.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob Hakimi tatsächlich vor ein Geschworenengericht gestellt wird und ob Lamjarreds Berufung erfolgreich ist. Unabhängig vom Ausgang der Verfahren haben beide Fälle bereits einen tiefen Riss in das Image der Künstler gerissen – und die Debatte über sexuelle Gewalt in der Unterhaltungsbranche neu entfacht.
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Achraf Hakimi wehrt sich gegen die Überweisung an das Gericht wegen Vergewaltigung und plädiert auf Einstellung. Das Gericht entscheidet über die Beweislage. Der Fall geht auf eine Anzeige vom Februar 2023 zurück.
Marokkanische Stars kämpfen vor französischen Gerichten: Saad Lamjarred legt Berufung gegen sein fünfjähriges Urteil wegen Vergewaltigung ein, während Achraf Hakimi seine Anklage anficht. Lamjarred beteuert seine Unschuld und spricht von einvernehmlichem Sex. Die Fälle erregen Aufmerksamkeit in der arabischen Welt.
Der marokkanische Sänger Saad Lamjarred legt Berufung gegen sein fünfjähriges Urteil wegen Vergewaltigung in Frankreich ein. Seine Verteidigung plädiert auf Freispruch, während die Staatsanwaltschaft zehn Jahre gefordert hatte. Der nichtöffentliche Prozess stand im Fokus der Medien.
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