Anmelden
Ausgabe von 06:00 CETMittwoch, 5. August 2026
320 Quellen · 17 Sprachen439 Briefings heute
Dienstag, 21. Juli 2026

Waldbrände: Marokko meldet mehr Feuer, Brasilien historisches Tief, Frankreich Rekordflächen

Am 21. Juli 2026 veröffentlichte Daten zeigen gegensätzliche Entwicklungen: Während in Marokko die Brandherde zunahmen, sanken die Flächen, und Brasilien verzeichnete 2025 einen Tiefststand.

Die am 21. Juli 2026 von nationalen Behörden und Forschungsnetzwerken vorgelegten Waldbrandbilanzen zeichnen ein uneinheitliches Bild der globalen Feuersituation. In Marokko registrierte die Nationale Agentur für Wasser und Wälder (ANEF) bis zum 20. Juli 310 Waldbrände – ein Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Zehnjahresmittel von 233 Feuern. Die verbrannte Fläche sank hingegen um 30 Prozent auf 1.850 Hektar. In Brasilien meldete das Netzwerk MapBiomas für das Gesamtjahr 2025 mit 3,1 Millionen Hektar die geringste jemals in der Amazonasregion erfasste Brandfläche seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen 1985. Frankreich wiederum verzeichnete nach Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) bis Mitte Juli mit über 42.000 Hektar die größte verbrannte Fläche seit 20 Jahren.

Die marokkanische ANEF führt die gestiegene Zahl der Feuerausbrüche auf zwei Faktoren zurück: die außergewöhnlich starken Winterniederschläge, die eine dichte Krautschicht begünstigten, sowie Hitzewellen Ende Mai und Anfang Juli, die diese Vegetation austrockneten und entzündlich machten. Dass die Brandflächen dennoch zurückgingen, wertet die Behörde als Beleg für die Wirksamkeit der gemeinsamen Präventions- und Bekämpfungsstrategie von Innenministerium, ANEF, Zivilschutz, Streitkräften und lokalen Behörden. Die schnelle Erkennung und Intervention habe die meisten Feuer eingedämmt, bevor sie sich ausbreiten konnten. Regional waren Souss-Massa (600 ha) und Béni Mellal-Khénifra (410 ha) am stärksten betroffen, während Rabat-Salé-Kénitra und Tanger-Tétouan-Al Hoceïma die meisten Ausbrüche zählten.

In Brasilien erklärte die Geografin und MapBiomas-Koordinatorin Ane Alencar den Rückgang der Amazonasbrände 2025 als „außergewöhnlich“. Als Ursachen nannte sie eine verspätete Regenzeit, die das „ideale Zeitfenster für Brandrodungen“ in einigen Gebieten verhinderte, sowie einen deutlichen Rückgang der Entwaldung, der die Zündquellen begrenzte. Auch ein „psychologischer Faktor“ in den Gemeinden, die nach den verheerenden Bränden von 2024 (15,8 Mio. ha) eine Wiederholung fürchteten, habe zur Brandkontrolle beigetragen. Landesweit sank die verbrannte Fläche 2025 auf 12,7 Millionen Hektar, 31 Prozent unter dem historischen Mittel. Allerdings brannte die Savanne Cerrado auf ähnlichem Niveau weiter. Alencar warnte zugleich vor einem möglichen „Super-El-Niño“ im laufenden Jahr, der die Trockenzeit verlängern und das Waldbrandrisiko erhöhen könnte.

Die französischen Rekordwerte werden von EFFIS auf eine schwere Dürre und eine historische Hitzewelle im Juni zurückgeführt. Innenminister Laurent Nuñez sprach von einer Fläche, die bereits jetzt „viel mehr als alles, was im letzten Jahr verbrannt ist“, betrage und warnte vor einer Woche mit „ziemlich schwerem Risiko“ für den Südwesten und Südosten. Im mediterranen Vergleich verzeichneten Spanien (104.476 ha), Portugal (29.224 ha) und Italien (20.291 ha) laut EFFIS ebenfalls deutlich größere Brandflächen als Marokko, das nach ANEF-Angaben die niedrigste Quote verbrannter Fläche im Verhältnis zur Gesamtwaldfläche aufweist. Die marokkanische Behörde hält das Überwachungs- und Interventionssystem für die kommenden Wochen auf optimalem Niveau. In Brasilien bleibt die Entwicklung der Entwaldung unter Präsident Lula da Silva, der eine Ausrottung der illegalen Rodung bis 2030 anstrebt, ein zentrales Thema vor den Präsidentschaftswahlen im Oktober.

Divergenz — wer erzählt sie wie
0%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von 0.00 bis 0.00
KritischWohlwollend
EURLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Kontinentaleuropäische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse0.00neutral
Kontinentaleuropäische Presse0.00

The continental European bloc did not cover the story of the Amazon fire reduction, focusing on other fires and local issues.

Distanz
Lateinamerikanische Presse0.00

The Latin American bloc did not report the story of the Amazon fire reduction, prioritizing sports and domestic politics.

Distanz
Aktuell
Schottische Helferin tot in Athener Koffer gefunden – Verdächtiger in Haft·Tadalafil langfristig mit erhöhtem Glaukomrisiko assoziiert·Mehrere tödliche Unfälle mit älteren Opfern erschüttern Lateinamerika und Brasilien·Nach Pilot-Festnahme: Malaysische Polizei identifiziert mutmaßlichen Helfer am Flughafen KLIA·Hegseth weist Bericht über drastisch geschrumpfte US-Raketenbestände zurück·Polizei in Glasgow ermittelt zu vermissten Athleten nach Commonwealth Games·Jakarta bündelt Kräfte gegen Gewalt an Kindern·Berichte: USA haben im Iran-Krieg nahezu gesamten Bestand an Präzisionsraketen verbraucht·Schottische Helferin tot in Athener Koffer gefunden – Verdächtiger in Haft·Tadalafil langfristig mit erhöhtem Glaukomrisiko assoziiert·Mehrere tödliche Unfälle mit älteren Opfern erschüttern Lateinamerika und Brasilien·Nach Pilot-Festnahme: Malaysische Polizei identifiziert mutmaßlichen Helfer am Flughafen KLIA·Hegseth weist Bericht über drastisch geschrumpfte US-Raketenbestände zurück·Polizei in Glasgow ermittelt zu vermissten Athleten nach Commonwealth Games·Jakarta bündelt Kräfte gegen Gewalt an Kindern·Berichte: USA haben im Iran-Krieg nahezu gesamten Bestand an Präzisionsraketen verbraucht·
Akt. 17:465 Sprachen · 9 Quellen
9 Quellen|5 Sprachen|3 Min. Lesezeit
Dienstag, 21. Juli 2026

Waldbrände: Marokko meldet mehr Feuer, Brasilien historisches Tief, Frankreich Rekordflächen

Am 21. Juli 2026 veröffentlichte Daten zeigen gegensätzliche Entwicklungen: Während in Marokko die Brandherde zunahmen, sanken die Flächen, und Brasilien verzeichnete 2025 einen Tiefststand.

Die am 21. Juli 2026 von nationalen Behörden und Forschungsnetzwerken vorgelegten Waldbrandbilanzen zeichnen ein uneinheitliches Bild der globalen Feuersituation. In Marokko registrierte die Nationale Agentur für Wasser und Wälder (ANEF) bis zum 20. Juli 310 Waldbrände – ein Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Zehnjahresmittel von 233 Feuern. Die verbrannte Fläche sank hingegen um 30 Prozent auf 1.850 Hektar. In Brasilien meldete das Netzwerk MapBiomas für das Gesamtjahr 2025 mit 3,1 Millionen Hektar die geringste jemals in der Amazonasregion erfasste Brandfläche seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen 1985. Frankreich wiederum verzeichnete nach Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) bis Mitte Juli mit über 42.000 Hektar die größte verbrannte Fläche seit 20 Jahren.

Die marokkanische ANEF führt die gestiegene Zahl der Feuerausbrüche auf zwei Faktoren zurück: die außergewöhnlich starken Winterniederschläge, die eine dichte Krautschicht begünstigten, sowie Hitzewellen Ende Mai und Anfang Juli, die diese Vegetation austrockneten und entzündlich machten. Dass die Brandflächen dennoch zurückgingen, wertet die Behörde als Beleg für die Wirksamkeit der gemeinsamen Präventions- und Bekämpfungsstrategie von Innenministerium, ANEF, Zivilschutz, Streitkräften und lokalen Behörden. Die schnelle Erkennung und Intervention habe die meisten Feuer eingedämmt, bevor sie sich ausbreiten konnten. Regional waren Souss-Massa (600 ha) und Béni Mellal-Khénifra (410 ha) am stärksten betroffen, während Rabat-Salé-Kénitra und Tanger-Tétouan-Al Hoceïma die meisten Ausbrüche zählten.

In Brasilien erklärte die Geografin und MapBiomas-Koordinatorin Ane Alencar den Rückgang der Amazonasbrände 2025 als „außergewöhnlich“. Als Ursachen nannte sie eine verspätete Regenzeit, die das „ideale Zeitfenster für Brandrodungen“ in einigen Gebieten verhinderte, sowie einen deutlichen Rückgang der Entwaldung, der die Zündquellen begrenzte. Auch ein „psychologischer Faktor“ in den Gemeinden, die nach den verheerenden Bränden von 2024 (15,8 Mio. ha) eine Wiederholung fürchteten, habe zur Brandkontrolle beigetragen. Landesweit sank die verbrannte Fläche 2025 auf 12,7 Millionen Hektar, 31 Prozent unter dem historischen Mittel. Allerdings brannte die Savanne Cerrado auf ähnlichem Niveau weiter. Alencar warnte zugleich vor einem möglichen „Super-El-Niño“ im laufenden Jahr, der die Trockenzeit verlängern und das Waldbrandrisiko erhöhen könnte.

Die französischen Rekordwerte werden von EFFIS auf eine schwere Dürre und eine historische Hitzewelle im Juni zurückgeführt. Innenminister Laurent Nuñez sprach von einer Fläche, die bereits jetzt „viel mehr als alles, was im letzten Jahr verbrannt ist“, betrage und warnte vor einer Woche mit „ziemlich schwerem Risiko“ für den Südwesten und Südosten. Im mediterranen Vergleich verzeichneten Spanien (104.476 ha), Portugal (29.224 ha) und Italien (20.291 ha) laut EFFIS ebenfalls deutlich größere Brandflächen als Marokko, das nach ANEF-Angaben die niedrigste Quote verbrannter Fläche im Verhältnis zur Gesamtwaldfläche aufweist. Die marokkanische Behörde hält das Überwachungs- und Interventionssystem für die kommenden Wochen auf optimalem Niveau. In Brasilien bleibt die Entwicklung der Entwaldung unter Präsident Lula da Silva, der eine Ausrottung der illegalen Rodung bis 2030 anstrebt, ein zentrales Thema vor den Präsidentschaftswahlen im Oktober.

Divergenz — wer erzählt sie wie
0%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von 0.00 bis 0.00
KritischWohlwollend
EURLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Kontinentaleuropäische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse0.00neutral
Kontinentaleuropäische Presse0.00

The continental European bloc did not cover the story of the Amazon fire reduction, focusing on other fires and local issues.

Distanz
Lateinamerikanische Presse0.00

The Latin American bloc did not report the story of the Amazon fire reduction, prioritizing sports and domestic politics.

Distanz

Diese Nachricht erschien in

9 Quellen · 5 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Washington erwartet baldige Hormus-Einigung, Teheran dementiert direkte Verhandlungen

9 Sprachen · 52 Quellen

Aus Economy & Markets

Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“

3 Sprachen · 21 Quellen

Aus Technology

Vereinigte Arabische Emirate führen nationale Zahlungslösungen für Bundesgebühren ein

1 Sprache · 8 Quellen

Mehr lesen