
Auslosung der Badminton-WM 2026: Fünf indonesische Doppel mit Freilos, zwei Mixed-Paare zurückgezogen
Die Welttitelkämpfe in Neu-Delhi (17.–23. August) werfen ihre Schatten voraus: Während die Auslosung mehreren indonesischen Spitzenduos ein Freilos beschert, überschattet ein Integritätsskandal die Vorbereitungen des Teams.
Die am Mittwoch veröffentlichte Auslosung der Badminton-Weltmeisterschaften 2026 in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi hat für fünf indonesische Vertreter einen vorteilhaften Auftakt gebracht. Die an Position zwei gesetzten Fajar Alfian und Muhammad Shohibul Fikri sowie die Paarungen Sabar Karyaman Gutama/Moh Reza Pahlevi Isfahani, Raymond Indra/Nikolaus Joaquin, Rachel Allessya Rose/Febi Setianingrum und Febriana Dwipuji Kusuma/Meilysa Trias Puspitasari erhalten in der ersten Runde ein Freilos und greifen erst im Sechzehntelfinale ins Geschehen ein. Der letzte Weltmeistertitel im Herrendoppel für Indonesien datiert aus dem Jahr 2019, als Mohammad Ahsan und Hendra Setiawan triumphierten.
Eine rein indonesische Finalpaarung ist nach der Auslosung allein im Herreneinzel möglich. Der an Position drei gesetzte Jonatan Christie und Alwi Farhan, die Nummer elf des Tableaus, wurden in unterschiedliche Hälften gelost. Farhan trifft zum Auftakt auf den Südkoreaner Yoo Tae-bin und könnte bereits im Achtelfinale auf Titelverteidiger und Topfavorit Shi Yuqi (China) treffen. In jüngeren Begegnungen gelang Farhan jedoch ein Sieg gegen den Chinesen, ebenso wie gegen Chou Tien Chen aus Taiwan. Christie beginnt sein Turnier gegen den Deutschen Matthias Kicklitz.
Überschattet werden die indonesischen WM-Ambitionen von einem Integritätsskandal. Der nationale Verband PBSI zog die beiden Mixed-Doppel Jafar Hidayatullah/Felisha Pasaribu (Weltranglistenplatz 13) und Adnan Maulana/Indah Cahya Sari Jamil (Rang 24) von der WM zurück. Hintergrund sind laufende Ermittlungen des Weltverbands BWF wegen des Verdachts auf Spielmanipulation. Der Verband erklärte, man respektiere die unabhängigen Verfahren und rief dazu auf, Spekulationen bis zu einer offiziellen Entscheidung zu unterlassen.
Aus indischer Sicht rückt vor allem die Erstrundenpartie von Ayush Shetty gegen Shi Yuqi in den Fokus. Nationaltrainer Pullela Gopichand bezeichnete die Auslosung als „hart, aber in gewisser Weise ausgeglichen“, da ein Duell mit dem Topgesetzten in der ersten Runde einer Begegnung in späteren Runden vorzuziehen sei. Lakshya Sen könnte in der dritten Runde auf den Weltmeister von 2023, Kunlavut Vitidsarn, treffen. Die neuntgesetzte PV Sindhu, die 2019 Gold gewann, peilt ihre sechste WM-Medaille an und würde im Viertelfinale auf die Indonesierin Putri Kusuma Wardani stoßen.
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