
Systematische sexuelle Gewalt als Waffe: Israels Zivilkommission legt erschütternden Bericht zum 7. Oktober vor
Ein unabhängiger israelischer Bericht dokumentiert sexualisierte Gewalt durch die Hamas als zentrales Element des Angriffs. Die Erkenntnisse konfrontieren die Welt mit ihrem Wegsehen.
Ein unabhängiger israelischer Untersuchungsausschuss hat nach mehr als zweijähriger Arbeit einen Bericht vorgelegt, der die sexualisierte Gewalt während des Hamas-Überfalls am 7. Oktober 2023 als systematische Kriegswaffe entlarvt. Die Zivilkommission, eine nach dem Angriff gegründete nichtstaatliche Organisation, stützt ihre Schlussfolgerung auf eine beispiellose Beweisbasis: über zehntausend von den Angreifern selbst aufgenommene Fotografien und Videos sowie mehr als vierhundertdreißig Videointerviews mit Überlebenden, Zeugen und freigelassenen Geiseln. Der dreihundertseitige Report kommt zu dem Urteil, dass Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen und sexuelle Folter nicht nur vereinzelt vorkamen, sondern gezielt als „zentraler Bestandteil“ des Angriffs eingesetzt wurden, um „Schmerz und Leid zu maximieren“. Die Täter, so die Kommission, hätten ihre Taten nicht verborgen, sondern in sozialen Medien live übertragen und damit die Demütigung noch gesteigert.
Aus israelischer Sicht bestätigt der Bericht, was viele Überlebende und Ermittler seit Monaten bezeugen: dass sexualisierte Gewalt kein bedauerlicher Exzess, sondern ein bewusst eingeplantes Mittel der Kriegsführung war. Die Dokumentation umfasst auch Misshandlungen an Geiseln, die nach dem 7. Oktober in den Gazastreifen verschleppt wurden. Die Kommission, die sich aus Juristen, Psychologen und Ex-Militärangehörigen zusammensetzt, arbeitet mit der UN-Sonderbeauftragten für sexualisierte Gewalt in Konflikten zusammen. Ihre Arbeit gilt als die umfassendste ihrer Art und soll den Weg zu strafrechtlicher Verfolgung ebnen.
Doch der Bericht erscheint in einem internationalen Klima, das von Zweifeln und offener Leugnung geprägt ist. Während die New York Times in einem Meinungsbeitrag zugleich Vorwürfe gegen israelische Soldaten thematisierte, wiesen politische Kräfte in Kanada – darunter ein Stadtratsmitglied aus Victoria und ein Abgeordneter des Provinzparlaments von Ontario – die Erkenntnisse bereits kurz nach dem 7. Oktober als „unbestätigte Anschuldigungen“ zurück. Die Kommission sieht darin ein alarmierendes Muster: Von Beginn an hätten weite Teile der internationalen Gemeinschaft die Berichte über sexualisierte Gewalt entweder ignoriert oder aktiv in Abrede gestellt. Der Bericht trage den Titel „Nicht länger schweigen“ – ein Appell, diese Wahrheit endlich anzuerkennen.
Für Deutschland, Österreich und die Schweiz wirft der Bericht grundsätzliche Fragen auf: Wie kann die Strafverfolgung von Tätern, die sich im Gazastreifen oder in Drittstaaten aufhalten, vorangebracht werden? Welche Verantwortung tragen die Staaten des deutschsprachigen Raums, die bereits in der Vergangenheit die Anerkennung sexualisierter Gewalt als Kriegsverbrechen vorangetrieben haben? Der Bericht stellt auch die eigene Berichterstattung auf den Prüfstand: Wurde das Ausmaß der Gräueltaten früh genug benannt, oder hat auch hierzulande eine gewisse Zurückhaltung geherrscht, die Taten als das zu bezeichnen, was sie nach Einschätzung der Kommission sind: ein gezielter Völkermordakt mit sexueller Gewalt als Waffe. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Zivilkommission mit ihrem Bericht einen Umschwung in der internationalen Debatte erzwingen kann – oder ob die Welt weiterhin wegsieht.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −1.00 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.80 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Ein neuer Bericht dokumentiert systematische sexuelle Gewalt am 7. Oktober und beschämt eine Welt, die geschwiegen, gleichgültig geblieben oder in Leugnung verfallen ist. Die Gräueltaten werden als grotesk und unleugbar dargestellt, und der Titel 'Silenced No More' signalisiert die Weigerung, die Opfer dem Vergessen zu überlassen. Der Beitrag prangert konkrete Fälle von Leugnung an, auch in Kanada, und macht den Bericht zu einer moralischen Abrechnung.
Der 300-seitige Bericht der Zivilkommission offenbart systematische sexuelle Gewalt als bewusste Kriegswaffe, wobei Familienmitglieder gefoltert wurden, um tiefere psychologische Traumata zuzufügen. Er wird als ernüchternde und notwendige Abrechnung beschrieben, während der begleitende Medienzirkus dafür kritisiert wird, die Ergebnisse verzerrt oder ignoriert zu haben.
Zwei neue Berichte beleuchten Vorwürfe sexuellen Missbrauchs im Israel-Hamas-Konflikt, darunter der einer israelischen Zivilkommission. Die Behauptungen werden in vorsichtiger Sprache ('angeblich') präsentiert und in den breiteren Kontext der humanitären Krise in Gaza eingebettet, wobei angemerkt wird, dass die Vorwürfe beide Seiten betreffen.
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