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Geopolitik & PolitikFreitag, 5. Juni 2026

Burnhams Griff nach der Macht: Labour-Herausforderer will Pubs retten

Greater Manchesters Bürgermeister Andy Burnham fordert Premier Keir Starmer heraus und verspricht Steuersenkungen für das Gastgewerbe. Parallel kämpft Prinz William gegen das britische Kneipensterben.

Andy Burnham, Bürgermeister der Metropolitanregion Greater Manchester, hat erstmals öffentlich seine Absicht bekundet, Keir Starmer sowohl als Labour-Vorsitzenden als auch als Premierminister abzulösen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg bei der Nachwahl im Wahlkreis Makerfield am 18. Juni. Sollte er in die Downing Street einziehen, verspricht Burnham eine Senkung der Gewerbesteuer für Pubs, Cafés und kleine Geschäfte um zwanzig Prozent sowie die Rücknahme von Steuererhöhungen, die seit dem Amtsantritt der Labour-Regierung das Gastgewerbe belasten. Der Vorstoß zielt auf eine Branche, die symbolisch und wirtschaftlich unter Druck steht.

Die Lage der Pubs ist dramatisch. Wie die Turiner Tageszeitung La Stampa berichtet, haben allein in wenigen Wochen 161 Lokale geschlossen; seit dem Jahr 2000 sind landesweit rund 15.000 Pubs verschwunden. Eine Reform der Gewerbesteuer, der Wegfall von Hilfen aus der Corona-Zeit sowie ein durchschnittlicher Anstieg der Energiekosten um 76 Prozent treiben die Betreiber in die Krise. Prinz William, der bei einem Besuch im südlondoner „Prince of Peckham“ eigenhändig ein Bier zapfte, hat eine Kampagne zum Erhalt der Pubs gestartet und sie als unverzichtbare Gemeinschaftstreffpunkte bezeichnet. Schatzkanzlerin Rachel Reeves hatte bereits im Januar ein Hilfspaket für die Branche angekündigt.

Innerhalb der Labour-Partei spitzt sich der Machtkampf zu. Generalstaatsanwalt Lord Hermer erklärte, Starmer sei zeitlebens unterschätzt worden und werde sich in einer Kampfkandidatur durchsetzen. Auch Vize-Premierminister David Lammy signalisierte Kampfbereitschaft. Burnham hingegen kann auf große Beliebtheit an der Parteibasis bauen; die jüngsten Wahlergebnisse waren schwach. Für das deutschsprachige Europa ist zudem die außenpolitische Dimension relevant: Burnham gilt als Befürworter einer Wiederannäherung an die EU – ein Thema, das die Handelsbeziehungen zu Deutschland, Österreich und der Schweiz unmittelbar betreffen würde.

Dass Steuersenkungen als wirtschaftspolitisches Instrument in Europa derzeit diskutiert werden, zeigt ein Blick nach Schweden. In Norrköping fordern die Moderaten, mit dem Versprechen niedrigerer Kommunalsteuern in den Wahlkampf zu ziehen, um Arbeitsanreize zu stärken und die Kaufkraft der Bürger zu erhöhen. Ob Burnhams Vorstoß und die mediale Aufmerksamkeit durch den Prinzen das Pub-Sterben aufhalten können, bleibt fraglich. Für das Vereinigte Königreich mit seinen rund 40.000 verbliebenen Gaststätten geht es um mehr als Wirtschaftspolitik: um den Erhalt eines nationalen Symbols, das tief in der britischen Identität verwurzelt ist.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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KritischWohlwollend
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Innerhalb der Labour-Partei zeichnet sich ein offener Machtkampf ab: Andy Burnham, Bürgermeister von Greater Manchester, hat unverhohlen erklärt, Keir Starmer als Parteichef und Premierminister beerben zu wollen. Zunächst muss er sich bei der Nachwahl am 18. Juni ein Unterhausmandat sichern, doch sein Vorstoß wird bereits als Wink für eine mögliche Rückkehr zu einer EU-orientierten Politik gedeutet, bei der Starmer unter Druck steht. Burnhams Beliebtheit bei den Labour-Mitgliedern steht in auffälligem Kontrast zu Starmers internen Problemen.

SkepsisIronie
Chinesische Presse0.00

Manchesters Bürgermeister Andy Burnham hat bestätigt, dass er Keir Starmer als Premierminister des Vereinigten Königreichs herausfordern will. Er erklärte, zunächst bei einer Nachwahl am 18. Juni anzutreten, um später für den Einzug in die Downing Street zu kandidieren. Die Ankündigung in der BBC-Sendung Question Time löste umgehend eine Stellungnahme des amtierenden Premiers aus, der betonte, er werde nicht zurücktreten.

DistanzPragmatismus
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Freitag, 5. Juni 2026

Burnhams Griff nach der Macht: Labour-Herausforderer will Pubs retten

Greater Manchesters Bürgermeister Andy Burnham fordert Premier Keir Starmer heraus und verspricht Steuersenkungen für das Gastgewerbe. Parallel kämpft Prinz William gegen das britische Kneipensterben.

Andy Burnham, Bürgermeister der Metropolitanregion Greater Manchester, hat erstmals öffentlich seine Absicht bekundet, Keir Starmer sowohl als Labour-Vorsitzenden als auch als Premierminister abzulösen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg bei der Nachwahl im Wahlkreis Makerfield am 18. Juni. Sollte er in die Downing Street einziehen, verspricht Burnham eine Senkung der Gewerbesteuer für Pubs, Cafés und kleine Geschäfte um zwanzig Prozent sowie die Rücknahme von Steuererhöhungen, die seit dem Amtsantritt der Labour-Regierung das Gastgewerbe belasten. Der Vorstoß zielt auf eine Branche, die symbolisch und wirtschaftlich unter Druck steht.

Die Lage der Pubs ist dramatisch. Wie die Turiner Tageszeitung La Stampa berichtet, haben allein in wenigen Wochen 161 Lokale geschlossen; seit dem Jahr 2000 sind landesweit rund 15.000 Pubs verschwunden. Eine Reform der Gewerbesteuer, der Wegfall von Hilfen aus der Corona-Zeit sowie ein durchschnittlicher Anstieg der Energiekosten um 76 Prozent treiben die Betreiber in die Krise. Prinz William, der bei einem Besuch im südlondoner „Prince of Peckham“ eigenhändig ein Bier zapfte, hat eine Kampagne zum Erhalt der Pubs gestartet und sie als unverzichtbare Gemeinschaftstreffpunkte bezeichnet. Schatzkanzlerin Rachel Reeves hatte bereits im Januar ein Hilfspaket für die Branche angekündigt.

Innerhalb der Labour-Partei spitzt sich der Machtkampf zu. Generalstaatsanwalt Lord Hermer erklärte, Starmer sei zeitlebens unterschätzt worden und werde sich in einer Kampfkandidatur durchsetzen. Auch Vize-Premierminister David Lammy signalisierte Kampfbereitschaft. Burnham hingegen kann auf große Beliebtheit an der Parteibasis bauen; die jüngsten Wahlergebnisse waren schwach. Für das deutschsprachige Europa ist zudem die außenpolitische Dimension relevant: Burnham gilt als Befürworter einer Wiederannäherung an die EU – ein Thema, das die Handelsbeziehungen zu Deutschland, Österreich und der Schweiz unmittelbar betreffen würde.

Dass Steuersenkungen als wirtschaftspolitisches Instrument in Europa derzeit diskutiert werden, zeigt ein Blick nach Schweden. In Norrköping fordern die Moderaten, mit dem Versprechen niedrigerer Kommunalsteuern in den Wahlkampf zu ziehen, um Arbeitsanreize zu stärken und die Kaufkraft der Bürger zu erhöhen. Ob Burnhams Vorstoß und die mediale Aufmerksamkeit durch den Prinzen das Pub-Sterben aufhalten können, bleibt fraglich. Für das Vereinigte Königreich mit seinen rund 40.000 verbliebenen Gaststätten geht es um mehr als Wirtschaftspolitik: um den Erhalt eines nationalen Symbols, das tief in der britischen Identität verwurzelt ist.

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Innerhalb der Labour-Partei zeichnet sich ein offener Machtkampf ab: Andy Burnham, Bürgermeister von Greater Manchester, hat unverhohlen erklärt, Keir Starmer als Parteichef und Premierminister beerben zu wollen. Zunächst muss er sich bei der Nachwahl am 18. Juni ein Unterhausmandat sichern, doch sein Vorstoß wird bereits als Wink für eine mögliche Rückkehr zu einer EU-orientierten Politik gedeutet, bei der Starmer unter Druck steht. Burnhams Beliebtheit bei den Labour-Mitgliedern steht in auffälligem Kontrast zu Starmers internen Problemen.

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Manchesters Bürgermeister Andy Burnham hat bestätigt, dass er Keir Starmer als Premierminister des Vereinigten Königreichs herausfordern will. Er erklärte, zunächst bei einer Nachwahl am 18. Juni anzutreten, um später für den Einzug in die Downing Street zu kandidieren. Die Ankündigung in der BBC-Sendung Question Time löste umgehend eine Stellungnahme des amtierenden Premiers aus, der betonte, er werde nicht zurücktreten.

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