
Cerúndolo trotzt Schreckmoment und erreicht Halbfinale in Queen’s
Der Argentinier überstand einen Balltreffer am Hals und bezwang den Briten Arthur Fery in drei Sätzen; nun wartet Brandon Nakashima.
Francisco Cerúndolo hat sich in das Halbfinale des ATP-500-Turniers im Londoner Queen’s Club gekämpft. In einem dramatischen Viertelfinale gegen den britischen Wildcard-Spieler Arthur Fery setzte er sich nach 2 Stunden und 37 Minuten mit 7:6 (1), 3:6, 6:4 durch. Überschattet wurde die Partie von einem Zwischenfall im zweiten Satz, als ein Passierball Ferys den Argentinier mit voller Wucht am Hals traf. Cerúndolo ging zu Boden, konnte nach einer kurzen Behandlungspause aber weiterspielen und den entscheidenden dritten Durchgang für sich entscheiden.
Aus argentinischer Sicht war es ein Sieg der mentalen Stärke: Cerúndolo, die Nummer 27 der Welt, hatte den ersten Satz im Tiebreak dominiert, verlor dann aber nach dem Schreckmoment den Faden und gab den zweiten Satz ab. Im dritten Satz fand er zu seiner Aggressivität von der Grundlinie zurück und nutzte im zehnten Spiel das entscheidende Break. Britische Beobachter hoben indes die beherzte Leistung des 23-jährigen Fery hervor, der in seinem ersten ATP-Viertelfinale stand und dem erfahreneren Gegner nur knapp unterlag. Fery selbst verwies auf die größere Routine Cerúndolos in den Drucksituationen.
Für das argentinische Tennis markiert der Einzug in die Vorschlussrunde einen historischen Moment: Erstmals seit David Nalbandian 2012 steht wieder ein Argentinier im Halbfinale von Queen’s. Cerúndolo reiht sich damit in eine Liste ein, die Guillermo Vilas, Juan Martín del Potro und Javier Frana umfasst. Der 26-Jährige, der in dieser Woche erstmals mit dem Chilenen Nicolás Massú als Trainer zusammenarbeitet, untermauert seine wachsende Kompetenz auf Rasen. 2023 hatte er in Eastbourne seinen ersten Titel auf dieser Unterlage gewonnen, nachdem er zuvor eine lange Durststrecke auf Gras beendet hatte.
Im Halbfinale trifft Cerúndolo am Samstag auf den US-Amerikaner Brandon Nakashima, der zuvor die Nummer eins des Turniers, Alex de Minaur aus Australien, mit 7:5 und 6:3 aus dem Bewerb genommen hatte. Aus australischer Perspektive war das Ausscheiden de Minaurs ein herber Rückschlag, da er die Chance verpasste, in die Top 5 der Weltrangliste vorzustoßen und in die Fußstapfen von Lleyton Hewitt zu treten. Nakashima, die Nummer 32 der Welt, präsentierte sich auf dem Rasen in blendender Form und ließ dem favorisierten Australier mit 20 Gewinnschlägen keine Chance.
Für Cerúndolo bietet das Duell mit Nakashima die Möglichkeit, in das Endspiel eines der prestigeträchtigsten Rasenturniere vorzustoßen und seine Form rechtzeitig vor Wimbledon zu schärfen. Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 29. Juni, und der Argentinier will dort an seinen Triumph von Eastbourne anknüpfen.
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Francisco Cerúndolo überwand einen schrecklichen Schlag ins Gesicht und einen zähen britischen Gegner, um als erster Argentinier seit 2012 ins Halbfinale von Queen's einzuziehen. Der Sieg, Messi gewidmet, stärkt den Nationalstolz auf der Rasentour.
Der schöne Lauf des britischen Wildcard-Spielers Arthur Fery in Queen's endete mit einer knappen Dreisatzniederlage gegen Francisco Cerundolo, wobei er sein erstes ATP-Halbfinale nur knapp verpasste. Trotz einer beherzten Aufholjagd in der brütenden Hitze konnte die lokale Hoffnung die Nummer 27 der Welt nicht überwinden.
Panikmoment in Queen's, als Francisco Cerundolo von einem Ball am Hals getroffen wurde, doch der Argentinier erholte sich und besiegte Arthur Fery in drei Sätzen. Der Vorfall überschattete die Partie und warf vor Wimbledon Fragen auf.
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