
Concacaf lehnt Fifa-Plan zur Privatisierung der WM ab
Die 41 Mitgliedsverbände der Concacaf haben den Vorstoß von Fifa-Präsident Infantino, Anteile an der WM an private Investoren zu verkaufen, einstimmig zurückgewiesen.
Die nord- und mittelamerikanische sowie karibische Fußball-Konföderation Concacaf hat den Plan der Fifa, eine Beteiligung an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräußern, am Donnerstag einstimmig abgelehnt. Wie die Concacaf in einer Mitteilung erklärte, hätten die Mitglieder „tiefe Besorgnis über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens“ geäußert. Kritisiert wurden zudem die „künstlich kurze Frist“ sowie das Ausbleiben einer Prüfung oder Zustimmung durch die zuständigen Fifa-Gremien. Die Konföderation, zu deren Mitgliedern auch die WM-Gastgeber von 2026 – die Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada – zählen, betonte: „Die Diskussion hat die Notwendigkeit größerer Transparenz und angemessener Führungsstrukturen unterstrichen.“
Die Ablehnung erfolgte nur Stunden, nachdem auch die Europäische Fußball-Union (Uefa) am selben Donnerstag ihren Widerstand erklärt hatte. Die Uefa drohte mit einem Boykott aller Fifa-Wettbewerbe, sollte der Vorschlag nicht vollständig aufgegeben werden. „Die Uefa und ihre 55 Mitgliedsverbände werden nicht an Fifa-Wettbewerben teilnehmen“, hieß es in einer Mitteilung. Die Europäer bezeichneten die WM als „unverkäuflich“ und warnten davor, dass der Fußball sich für immer verändere, sobald externe Investoren Eigentumsrechte an Fifa-Wettbewerben erwürben. Die Concacaf schloss sich dieser Boykottdrohung in ihrer Erklärung nicht an.
Der von Fifa-Präsident Gianni Infantino vorgelegte Plan sieht die Gründung einer Tochtergesellschaft namens „Fifa Forward Enterprise“ vor, die die kommerziellen Rechte der WM und anderer Turniere bündeln und Minderheitsanteile an langfristige Investoren verkaufen soll. Nach Angaben der Fifa sollen damit bis zu 4,2 Milliarden Dollar eingeworben werden, um das Entwicklungsprogramm Fifa Forward zu finanzieren. Infantino hatte den Vorschlag als „Chance, nicht als Verpflichtung“ bezeichnet. Die Concacaf stellte jedoch die Notwendigkeit privater Investitionen infrage, „nach der profitabelsten WM der Geschichte“. Sie forderte stattdessen, die vorhandenen Reserven der Fifa für die Finanzierung des Fußballentwicklungsprogramms in der Region zu nutzen.
Die Ablehnung durch die Concacaf und die Uefa erhöht den Druck auf Infantino, der sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellt. Auch der Asiatische Fußballverband (AFC) hatte in einem Schreiben an seine Mitglieder gewarnt, der Vorschlag könne ohne die Unterstützung aller sechs Kontinentalverbände nicht umgesetzt werden. Die Fifa hatte den Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um dem Plan zuzustimmen. Sollte die Ablehnung bestehen bleiben, ist unklar, ob und wie Infantino das Vorhaben weiterverfolgen kann.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | −0.30 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.40 | critical |
The football family rejects the privatization of the World Cup.
The bloc frames its opposition as a defense of football's communal ownership, using inclusive language ('family') to create solidarity and moral high ground against FIFA's commercial plans.
The bloc omits any discussion of the potential benefits of private investment, such as increased revenue for development, focusing solely on the threat to football's integrity.
The lack of due process and transparency makes the proposal unacceptable.
The bloc adopts a legalistic and procedural framing, focusing on the process rather than the substance, which allows them to reject the plan without appearing anti-commercial or confrontational.
The bloc omits any strong moral condemnation of FIFA or private investment, and does not invoke a 'football family' narrative.
Concacaf rejects the proposal due to procedural flaws, without escalating to a boycott threat.
The bloc positions itself as a responsible critic by aligning with UEFA's stance but avoiding extreme measures, thereby appearing both principled and pragmatic.
The bloc does not emphasize the emotional aspect of 'football family' and does not discuss the potential revenue from private investment.
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