
Der ghanaische Forscher, der die digitalen Umgebungen für neurodivergente Nutzer neu denkt
Kofi Ofori-Mensah, Unterstützer und Forscher, entwickelt mit seinem Unternehmen NeuroDigital Support eine App, die sensorische Regulation und digitales Wohlbefinden für neurodivergente Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Es gibt eine besondere Art der Erschöpfung, die sich einstellt, wenn man eine App nutzt, die nie für das eigene Nervensystem entworfen wurde. Das automatisch abspielende Video, das ohne Vorwarnung losgeht. Der endlose Scroll, der die Selbstregulation außer Kraft setzt. Das Benachrichtigungssymbol, das einen ruhelosen Geist nicht zur Ruhe kommen lässt. Für die meisten Nutzer ist das nur Hintergrundreibung. Für neurodivergente Menschen – autistische Personen, Menschen mit ADHS und andere, deren sensorische und kognitive Verarbeitung von der neurotypischen Norm abweicht – kann es den Unterschied bedeuten zwischen einem Werkzeug, das funktioniert, und einem, das gegen sie arbeitet.
Kofi Ofori-Mensah hat die vergangenen Jahre damit verbracht, eine Karriere und nun ein Unternehmen um genau diesen Unterschied herum aufzubauen. Bevor er zum Forscher wurde, war und ist er Unterstützer für autistische und neurodivergente Erwachsene in Großbritannien, eine Rolle, die er seit fast zwei Jahren neben seinen akademischen und unternehmerischen Verpflichtungen ausübt. Diese Nähe zur gelebten Erfahrung floss direkt in seine wissenschaftliche Arbeit ein. Als Postgraduierter im MSc Digital Marketing an der University of Roehampton verfasste er eine Dissertation darüber, wie neurodivergente Erwachsene in Großbritannien Social-Media-Marketing tatsächlich erleben. Dabei nutzte er einen interpretivistischen Rahmen und eine reflexive thematische Analyse, um die Begriffe „Engagement“ und „Schaden“ aus den Berichten der Teilnehmer selbst zu definieren, nicht aus Plattformmetriken.
Aus der Forschung allein entsteht selten ein Produkt. Also gründete Ofori-Mensah NeuroDigital Support, ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen, dessen Leitgedanke zu einer Art Mission geworden ist: „digitale Umgebungen verändern, Ergebnisse verändern“. Das Vorzeigeprodukt des Unternehmens, NuroTok, ist eine App zur sensorischen Regulation und zum digitalen Wohlbefinden für neurodivergente Menschen. Sie ist um jene spezifischen Auslöser herum konzipiert – unvorhersehbare Stimulation, schlecht gekennzeichnete Übergänge, auf Engagement statt Wohlbefinden optimierte Feeds –, die Ofori-Mensahs Forschung und seine praktische Arbeit immer wieder als wiederkehrende Schadensquellen zutage förderten. Begleitet wird das Vorhaben von zwei Büchern, The Invisible Users und The Invisible Struggle, die dasselbe Argument aus der Sphäre des App-Designs in eine breitere öffentliche Debatte darüber tragen, für wen gestaltet wird und wer sich anpassen muss.
Die meisten Forschungen zum Plattformdesign gehen von der Annahme aus, dass ein neurotypischer Nutzer die Norm ist, und behandeln alle anderen als Randfall. Ofori-Mensahs Arbeit beginnt mit der gegenteiligen Annahme. In diesem Jahr erhielt er einen Roehampton Futures Award, parallel zu seiner Stelle als Forschungsassistent an der Universität. Das platziert ihn innerhalb jener Institutionen, die prägen, wie digitales Marketing und Plattformdesign gelehrt werden, während seine Arbeit diese Institutionen dazu drängt, ihre eigenen Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Nichts davon ist abgeschlossen. NeuroDigital Support ist noch ein junges Unternehmen, und NuroTok hat noch nicht den Maßstab erreicht, der beweisen würde, dass das Modell in der Größenordnung der Plattformen funktioniert, gegen die es argumentiert.
Es bleibt eine ungewöhnliche Kombination: ein Forscher mit Erfahrung in der direkten Betreuung, eine akademische Basis, ein innovatives Produkt und eine öffentliche Stimme – alle gerichtet auf dasselbe Ziel, die stille Annahme, die in die meisten Plattformen eingebaut ist und deren Kosten am schwersten auf jenen lasten, deren Geist nicht im Raum war, als die Produkte entstanden.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | +0.70 | aligned |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
The Ghanaian researcher exposes global platforms, built to ignore the needs of the neurodivergent nervous system, and proposes an alternative design rooted in local experience.
It builds an opposition between a 'Global South hero' and an 'oppressive Northern tech system', turning the fight for accessibility into a matter of sovereignty and cultural identity.
The scientific debate on the definition of neurodivergence and internal critiques from the scientific community, present in the Atlantic bloc, are omitted.
Training apps create a paradox: they inspire but fuel performance anxiety and social comparison among users.
It adopts an academic and detached register, turning a potentially political issue (inclusive design) into an individual psychological dilemma.
The figure of the Ghanaian researcher and the African perspective are completely ignored, reducing the topic to a universal and abstract phenomenon.
Professor Frith calls for 'splitting up' the autism spectrum to prevent misdiagnosis and trivialization spreading online.
It uses scientific authority to shift the debate from inclusive design to diagnostic precision, implicitly delegitimizing non-expert critiques.
The concrete critique of social media platform design and the perspective of neurodivergent users are omitted, replaced by an internal clinical concern.
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