
Der unsichtbare Führer: Irans neuer oberster Ajatollah schwer gezeichnet, die Macht gleitet zu den Revolutionsgarden
Sechs Wochen nach seiner Einsetzung als geistliches und politisches Oberhaupt der Islamischen Republik ist Mojtaba Chamenei nicht nur dem Blick der Öffentlichkeit entzogen – er ist nach Erkenntnissen amerikanischer Geheimdienstkreise und iranischer Regierungsinsider physisch kaum in der Lage, den ihm zugedachten Führungsanspruch auszufüllen. Der 56-Jährige überlebte jenen israelischen Präzisionsschlag vom 28. Februar, bei dem sein Vater, Ajatollah Ali Chamenei, getötet wurde, nur mit schwersten Verletzungen.
Wie die New York Times unter Berufung auf vier hochrangige iranische Quellen berichtet, erlitt Mojtaba Chamenei derart tiefe Verbrennungen im Gesicht, dass er Mühe hat, verständlich zu sprechen, und eine plastische Operation unausweichlich scheint. Ein Bein wurde dreimal operiert, er wartet auf eine Prothese; auch eine Hand musste chirurgisch versorgt werden. Geistig sei er präsent und entscheidungsfähig, heißt es, doch sein Körper hält ihn im Verborgenen – eine Konstellation, die das Machtgefüge Teherans fundamental verschiebt.
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