
EASA warnt vor Flügen über Jordanien nach iranischen Angriffen
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit stuft den jordanischen Luftraum bis Ende August als Hochrisikozone ein, nachdem Amman neue Raketen- und Drohnenangriffe gemeldet hat.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat am Mittwoch, dem 22. Juli, eine Empfehlung an die Fluggesellschaften herausgegeben, den Luftraum über Jordanien zu meiden. In einem Bulletin, über das Le Figaro berichtet, wird das gesamte jordanische Fluggebiet auf allen Flughöhen als Zone mit hohem Risiko eingestuft. Die Warnung gilt bis zum 31. August 2026 und richtet sich an alle Luftfahrtunternehmen, die den EU-Vorschriften unterliegen, sowie an nichteuropäische Gesellschaften mit einer Betriebsgenehmigung der Union, wie die iranische Zeitung Donya-e Eqtesad unter Berufung auf die EASA meldet.
Auslöser der Empfehlung sind nach Angaben der EASA wiederholte iranische Raketenangriffe und in geringerem Maße Drohnenangriffe auf Ziele in Jordanien sowie die Aktivierung von Luftabwehrsystemen. Die jordanische Armee erklärte am selben Mittwoch, sie habe zwei neue Angriffe aus dem Iran abgewehrt und dabei sechs Raketen sowie vier Drohnen abgefangen. Zwei der Raketen seien in abgelegenen Gebieten niedergegangen; Todesopfer oder Sachschäden wurden aus Amman nicht gemeldet. Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten ihrerseits Angriffe auf „amerikanische Stützpunkte in Jordanien“ für sich und gaben an, Hangars mit Kampfflugzeugen und Drohnen getroffen sowie zwei US-Hubschrauber beschädigt zu haben. Eine unabhängige Bestätigung dieser Behauptungen liegt nicht vor.
Die EASA begründet ihre Einschätzung mit einer raschen Verschlechterung der Sicherheitslage seit Mitte Juli. Die Häufung von Raketen- und Drohnenangriffen sowie die Aktivierung der jordanischen Luftabwehr erhöhten das Risiko, dass zivile Flugzeuge falsch identifiziert würden. Zudem warnt die Agentur vor Gefahren durch Flugbahnen von Raketen, Abfangmanöver und herabfallende Trümmerteile. Die Empfehlung stellt keine offizielle Schließung des Luftraums dar; die jordanischen Behörden haben nach Angaben der EASA keine allgemeinen Überflugverbote oder speziellen Betriebsanweisungen erlassen. Die Entscheidung über die Nutzung des Luftraums bleibt damit den einzelnen Fluggesellschaften überlassen.
Die EASA-Empfehlung erstreckt sich auch auf die Lufträume von Bahrain, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, dem Golf von Oman sowie auf Iran, Irak und Libanon. Für europäische Gesellschaften, die für Verbindungen zwischen Europa und Asien ohnehin Routen über Ägypten und Saudi-Arabien als sicherer erachten, dürfte die Empfehlung nach Einschätzung der Nachrichtenagentur AFP keine grundlegende Änderung der Flugpläne bewirken. Fluggesellschaften aus Staaten des Nahen Ostens setzten ihre Überflüge über Jordanien am Mittwoch hingegen fort, wie Daten von Flightradar24 zeigen. Die EASA verweist in ihrem Bulletin auf die militärische Konfrontation zwischen Iran und den USA als Hintergrund der Angriffe. Ein im April vereinbarter und im Juni verlängerter Waffenstillstand sei wiederholt gebrochen worden, was das Risikoniveau in der Region erhöht habe. Die Empfehlung bleibt vorerst bis zum 31. August in Kraft; eine Verlängerung oder Anpassung hängt von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage ab.
| Iranische & verwandte Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Israelische Presse | 0.00 | neutral |
Iran retaliated against US provocations with missile attacks on US bases in Jordan, leading Europe to advise against overflight. Western institutions acknowledge the danger created by American escalation.
Israel does not focus on the Iranian attacks in Jordan, instead concentrating on internal threats of organized crime. National security is presented as a priority over regional tensions.
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