
Rückgang des Luftverkehrs zwischen Moskau und St. Petersburg um 18 Prozent
Drohnenbedingte Flughafensperrungen, eine Verlagerung auf die Schiene und der wettbewerbsbedingte Rückzug mehrerer Fluggesellschaften lassen die Passagierzahlen auf der wichtigsten Inlandsroute einbrechen.
Die Zahl der Fluggäste auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg ist im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 1,6 Millionen gesunken. Dies berichtet die Zeitung Kommersant unter Berufung auf Branchenkreise, darunter dem Verkehrsministerium nahestehende Quellen. Über sieben Monate verlangsamte sich der Rückgang auf 16 Prozent. Der Einbruch auf dieser Verbindung fällt damit deutlich stärker aus als der gesamtrussische Luftverkehr, der im selben Zeitraum lediglich um 3,2 Prozent schrumpfte.
Als Hauptursache gelten die wiederholten, durch ukrainische Drohnenangriffe ausgelösten Flughafensperrungen nach dem Plan «Kowjor». Allein an den Moskauer Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski wurden zwischen Januar und Mitte Juni 2026 mindestens 214 Mal vorübergehende Beschränkungen verhängt, wie das Portal Meduza unter Berufung auf eine Zählung des Mediums «Wot tak» meldet. Besonders betroffen ist der Geschäftsreiseverkehr: Die Nachfrage nach Flügen zwischen den beiden Metropolen brach im ersten Halbjahr um 23 Prozent ein, während die Nachfrage nach Bahnreisen um 20 Prozent stieg. Der Anteil der Schiene an den Geschäftsreisen zwischen Moskau und St. Petersburg erhöhte sich dadurch von 61 auf 70 Prozent, wobei neun von zehn Fahrten auf Hochgeschwindigkeitszüge entfielen.
Neben den Sicherheitsmaßnahmen nennen Branchenexperten weitere strukturelle Faktoren. Die Fluggesellschaft Aeroflot hatte bereits im Sommer 2024 ihr Shuttle-Programm mit rund 70 täglichen Flügen und einer Taktung von 15 Minuten gestartet, was den Wettbewerb verschärfte. In der Folge stellten die Airlines Ural Airlines, Smartavia und Utair ihre Verbindungen auf dieser Strecke ein, wie Kommersant und Meduza übereinstimmend berichten. Derzeit bedienen nur noch Aeroflot, ihre Töchter Pobeda und Rossija sowie S7 und Azimuth die Route. Zudem macht sich ein Rückgang des Transitverkehrs über Moskau bemerkbar, da von St. Petersburg aus zunehmend Direktflüge ins Ausland angeboten werden. Der internationale Verkehr am Flughafen Pulkowo legte im Halbjahr um 14 Prozent zu, während der Inlandsverkehr um 7 Prozent zurückging.
Bereits im Dezember 2025 hatte die Betreibergesellschaft von Pulkowo mitgeteilt, auf der Moskauer Strecke binnen eines Jahres etwa 15 Prozent des Passagieraufkommens durch die regelmäßigen Schließungen eingebüßt zu haben. Der Gesamtverkehr des Flughafens sank im ersten Halbjahr 2026 um 3 Prozent auf 9,4 Millionen Passagiere. Die Entwicklung zeigt, wie die anhaltende Bedrohung aus der Luft die Mobilität zwischen den beiden größten Städten Russlands nachhaltig verändert und die einst dichteste Inlandsflugverbindung des Landes zunehmend auf die Schiene verlagert.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The threat of Ukrainian drones and airport closures are the main cause of the air traffic decline, with a significant impact on business travel.
It builds a hierarchy of threats, placing drone incursions as the primary trigger, thus normalizing the narrative of a hybrid war affecting daily life.
It does not mention the broader context of sanctions or international flight restrictions that might have affected overall demand.
The data shows a decline in air traffic, but the causes are not emphasized; the focus is on the statistics and the comparison with the national figure.
The narrative is neutralized by presenting the numbers as an objective fact, without delving into political or war-related reasons, thus reducing the event's significance.
There is no reference to airport closures due to Ukrainian drones, which are mentioned by the continental European press.
The decline in air traffic between Moscow and St. Petersburg is not a noteworthy event in the Atlantic context.
The news is completely omitted, implicitly signaling that it does not fall within the geopolitical or economic priorities of the bloc.
No information on the decline in air traffic is reported, unlike the other blocs.
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