
Eddie Howe verlässt Newcastle United überraschend – Nachfolger Matthias Jaissle bereits in Sicht
Nur drei Wochen vor dem Premier-League-Start trennt sich der Klub von seinem Erfolgstrainer, der nach einer 1:4-Testspielpleite und im Schatten massiver Spielerverkäufe um seine Ruhe bat. Die Fans sind alarmiert.
Eddie Howe ist nicht länger Teammanager von Newcastle United. Der 48-Jährige informierte die Klubführung am Donnerstag über seinen Wunsch, das Amt nach fast fünf Jahren mit sofortiger Wirkung niederzulegen – eine Entscheidung, die laut übereinstimmenden Medienberichten im beiderseitigen Einvernehmen fiel. Vorausgegangen war am Mittwochabend ein 1:4 im Testspiel beim Zweitligisten Bristol City, eine desaströse Generalprobe nur 24 Tage vor dem Saisonauftakt gegen den FC Liverpool. Howe selbst wirkte in dem anschließenden Vereins-Interview noch betont optimistisch, sprach von einer „guten Prüfung“, was bei vielen Anhängern auf Unverständnis stieß.
Der Rücktritt ist das Ergebnis einer schleichenden Erosion des sportlichen Fundaments. In der vergangenen Spielzeit stürzten die Magpies auf Rang 12 ab, kassierten 17 Niederlagen und verloren im Champions-League-Achtelfinale mit 3:8 nach Hin- und Rückspiel gegen den FC Barcelona. Bereits vor Saisonbeginn hatte der Klub Stürmerstar Alexander Isak für eine britische Rekordablöse an Liverpool verkauft. In diesem Sommer folgten die Weggänge von Anthony Gordon zum FC Barcelona (rund 69 Millionen Pfund) und Sandro Tonali zu Tottenham Hotspur (100 Millionen Pfund); Kapitän Bruno Guimaraes wird heftig von Arsenal umworben. Gut informierte Kreise deuten an, dass Howe über das Transfergeschäft des Klubs überrascht war, obwohl er die Notwendigkeit von Verkäufen erkannte.
Dabei hatte der einstige Bournemouth-Coach die Geschicke des Traditionsvereins eindrucksvoll gewendet. Im November 2021 von Steve Bruce auf dem letzten Tabellenplatz übernommen, führte er Newcastle 2023 und 2025 in die Champions League und beendete 2025 mit dem Gewinn des Carabao Cups eine 70-jährige Durststrecke ohne heimischen Titel. In 179 Premier-League-Partien unter Howe gelangen 84 Siege – mehr als unter jedem anderen Magpies-Trainer. Seine Siegquote von 46,9 Prozent wird nur von Kevin Keegan übertroffen.
Vereinsikone Alan Shearer reagierte fassungslos. „Das ist kein gutes Bild“, sagte er dem Wettanbieter Betfair. „Wir verkaufen alle unsere besten Spieler – Isak, Tonali, Gordon. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch Bruno geht.“ Der Zeitpunkt des Abgangs sei „merkwürdig“ und stürze den Klub in große Ungewissheit. Shearer zeigte zugleich Verständnis für Howes Schritt: „Wenn er nicht mehr weitermachen konnte, dann ist das so. Er wird keine Angebote vermissen.“
Die Nachfolge scheint bereits geklärt: Als Favorit gilt Matthias Jaissle, der 38-jährige Deutsche, der derzeit Al-Ahli in der Saudi Pro League trainiert. Beide Klubs gehören mehrheitlich dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF. Jaissle gewann 2025 und 2026 zweimal in Folge die asiatische Champions League sowie den saudischen Supercup und gilt als Verfechter eines hochintensiven, vertikalen Angriffsfußballs. Shearer warnte jedoch vor der mangelnden Premier-League-Erfahrung: „Die Liga ist eine Bestie.“ Für Jaissle bleibt wenig Zeit: Bereits am 8. August steht ein Test gegen den FC Valencia an, ehe es gegen Everton, Bayer Leverkusen und Straßburg weitergeht – dann muss die Mannschaft für den Ernstfall bereit sein.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.10 | neutral |
The disappointed fan and sports critic point the finger at Howe, blaming him for not understanding the gravity of the situation.
It emphasizes the emotional reaction of fans and the tone of the press conference to turn a routine managerial change into a personal drama.
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Saudi football presents itself as a reservoir of coaching talent, capable of exporting top-level managers to Europe.
It highlights Jaissle's trophies in Asia and downplays Howe's problems to normalize the transition as a natural market evolution.
It omits the pressure on Howe after a disappointing season and fan criticism, so as not to tarnish the positive narrative.
The external observer records the facts without taking sides, listing the reasons for the separation.
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