
Energiekrise beschleunigt Elektroauto-Boom: Chery und globale Märkte im Aufschwung
Bis 2026 könnten Elektroautos fast ein Drittel der weltweiten Neuwagenverkäufe ausmachen. Chinesische Hersteller wie Chery treiben die Expansion, während in Mexiko und Argentinien die Nachfrage sprunghaft steigt.
Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet für 2026 mit einem Absatz von 23 Millionen Elektroautos weltweit – das entspräche knapp 30 Prozent aller Neuwagen. Der Anstieg, der bereits 2025 mit einem Plus von 20 Prozent auf über 20 Millionen Einheiten eingesetzt habe, werde maßgeblich durch die anhaltende Energiekrise befeuert, heißt es im jährlichen Ausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Steigende Ölpreise infolge der Nahostkonflikte und die damit verbundenen höheren Kraftstoffkosten veranlassten immer mehr Verbraucher, auf Stromer umzusteigen.
Der chinesische Autobauer Chery, gemessen an den Auslandslieferungen der größte Exporteur des Landes, peilt für dieses Jahr einen Rekord von 1,05 Millionen verkauften Elektrofahrzeugen außerhalb Chinas an, wie Konzernchef Zhang Guibing mitteilte. Das wäre ein Zuwachs von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem bereits 827.000 Einheiten abgesetzt wurden. Batterien mit einer Reichweite von bis zu 1500 Kilometern sollen die Attraktivität weiter steigern. Aus Pekinger Sicht ist der Ausbau der Ausfuhren nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein strategischer Schritt, um auf dem globalen Markt für saubere Mobilität eine Führungsrolle zu übernehmen.
In Mexiko zeigt sich der Wandel besonders deutlich: 2025 stammte bereits jeder fünfte Neuwagen aus chinesischer Fertigung – rund 306.000 Fahrzeuge. Nach einer ersten Welle, die vor allem auf günstige Preise setzte, dringt nun eine zweite Generation chinesischer Hersteller in den Markt ein, die sich nicht als klassische Autobauer, sondern als Technologieentwickler verstehen. Diese sogenannten „Neuen Kräfte“ bringen digitales Know-how mit und verändern die Konkurrenzsituation grundlegend. Parallel dazu beschleunigt sich die Elektrifizierung der Flotten: Nach Angaben der Electro Movilidad Asociación (EMA) sind in Mexiko bereits über 250.000 Elektroautos unterwegs, und allein im ersten Quartal 2026 wurden 60.402 Stromer, Hybride und Plug-in-Hybride neu zugelassen. Während die letzte Meile der Lieferketten schnell elektrifiziert wird, hinkt der Schwerlastverkehr bei Infrastruktur und Reichweite noch hinterher.
In Argentinien schließlich treibt der kräftige Anstieg der Treibstoffpreise die Nachfrage: Allein im April legte der internationale Ölpreis um 12,1 Prozent zu. Der Kostendruck am Zapfsäulen lasse Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen zu Hybrid- und Elektroautos greifen, berichten Marktbeobachter. Der Trend, der lange auf Klima- und Regulierungsargumente gestützt war, wird nun zunehmend von ökonomischen Motiven bestimmt. Sollte die Energiekrise anhalten, dürfte die Elektromobilität in den kommenden Jahren weltweit weiter an Fahrt gewinnen – wenngleich regionale Unterschiede in der Infrastruktur und bei den Anschaffungspreisen noch als Bremse wirken.
| Chinesische Presse | +0.90 | aligned |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
China's Chery is riding the global energy crisis to boost its EV exports, projecting a record 27% increase in overseas sales. The company touts next-generation batteries with 1,500 km range, positioning itself as a leader in the EV race. The narrative emphasizes Chinese technological prowess and market expansion.
The global energy crisis, exacerbated by Middle East tensions and rising fuel prices, is accelerating the shift to electric vehicles. According to the IEA, EV sales will reach 23 million units in 2026, nearly 30% of global car sales. The focus is on the impact of geopolitics on energy markets and consumer behavior.
Latin America is seeing a boom in Chinese EV imports, with one in five cars sold in Mexico now from China. However, the transition is uneven: last-mile delivery electrifies quickly, while heavy transport lags due to infrastructure and cost issues. High fuel prices are pushing consumers toward EVs, but financing and battery range remain barriers.
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