
Cyberangriff auf Irans Bankeninfrastruktur: Kartendienste dreier Großbanken abgeschaltet
Ein Hackerangriff auf die gemeinsame technische Plattform legte die Kartenzahlungen bei Bank Melli, Saderat und Tejarat lahm; die Störung dauert an, während die Ursachenforschung stockt.
Am Dienstag hat die staatliche iranische Informatikdienstleistungsgesellschaft (ISC) die kartengestützten Dienste der Bank Melli, Bank Saderat und Bank Tejarat vorübergehend vom Netz genommen. Betroffen sind Geldautomaten, Bezahlterminals im Handel und mobile Bankanwendungen. Die Maßnahme folgt nach Angaben des Unternehmens auf Cyberangriffe, die bereits Mitte Juni erstmals die gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur von vier Instituten – darunter auch die Export Development Bank – getroffen hatten. Während die frühere Störung nach mehreren Tagen behoben schien, sind die Dienste nun erneut ausgefallen.
Die Attacken zielen auf eine zentrale, von der ISC betriebene Plattform, die Kernsysteme wie das nationale Zahlungsnetz Shetab und das Kartenterminalnetz Shaparak bereitstellt. Die Abschaltung erfolgte nach offizieller Darstellung, um unberechtigte Zugriffe zu unterbinden und Kundendaten zu schützen. Ein Mitglied des Wirtschaftsausschusses im Parlament, Mysam Zohourian, erklärte jedoch nach einer Krisensitzung mit Wirtschaftsminister und Zentralbankgouverneur, dass weder Ursprung noch Ursache des Hauptangriffs identifiziert seien. Selbst der Austausch von Hardware habe das Problem nicht gelöst. Zohourian schätzt, dass die vollständige Wiederherstellung der digitalen Systeme mindestens zwei weitere Wochen in Anspruch nehmen werde – ein Hinweis auf eine tiefgreifende Störung der Bankeninfrastruktur.
Die Zentralbank teilte mit, die Störungen bei anderen Instituten seien behoben und die Dienste der drei betroffenen Banken würden bis zum Abend wiederhergestellt. Kundenberichte und Medien deuten jedoch auf anhaltende Instabilität hin. Der Kommunikationsminister kündigte an, dass Mobilfunk- und Festnetzanschlüsse wegen nicht bezahlter Rechnungen während der Störung nicht gesperrt würden. Aus israelischer Sicht wird der Vorfall in den Kontext regionaler Spannungen gerückt; israelische Medien spekulieren über eine ausländische Urheberschaft und verweisen darauf, dass die USA kürzlich iranische Vermögenswerte freigegeben und Ölverkäufe ermöglicht haben. Iranische Behörden haben in der Vergangenheit Israel für ähnliche Vorfälle verantwortlich gemacht, eine offizielle Zuschreibung für die aktuellen Angriffe steht jedoch aus. Der Vorfall offenbart zudem ein Konzentrationsrisiko: Die ISC ist sowohl Dienstleister als auch teilweise im Besitz der Zentralbank, was Interessenkonflikte aufwirft.
Für Beobachter in Deutschland und Europa unterstreicht der Angriff die Verwundbarkeit zentralisierter Finanzinfrastrukturen und das Potenzial staatlich gesteuerter Cyberoperationen zur Störung kritischer Dienste. Der nächste faktische Meilenstein ist, ob die von der Zentralbank zugesagte Wiederherstellung innerhalb des genannten Zeitrahmens eintritt und ob eine offizielle Attribution erfolgt. Die fehlende detaillierte technische Aufklärung durch die ISC lässt zentrale Fragen zur Eindringtiefe und zu den Sicherungsmaßnahmen offen.
| Iranische & verwandte Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.70 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Ein Cyberangriff hat mehrere iranische Banken getroffen und zur vorübergehenden Aussetzung kartengestützter Dienste geführt, um Kundendaten zu schützen. Technische Teams arbeiten an der Behebung der Störung, und die Regierung hat zugesichert, dass Telefondienste wegen unbezahlter Rechnungen während des Ausfalls nicht abgeschaltet werden. Die Lage ist unter Kontrolle, die Dienste werden in Kürze wiederhergestellt.
Das iranische Bankennetzwerk wurde erneut von Cyberangriffen getroffen, wobei mindestens acht große Banken nach einem ähnlichen Angriff in der Vorwoche schwere Störungen erleiden. Die wiederholten Vorfälle offenbaren die Unfähigkeit des Regimes, kritische Infrastrukturen zu schützen, und werfen ernste Fragen zur Cybersicherheit des Landes und zum Schutz der Finanzdaten der Bürger auf.
Das mexikanische Finanzsystem verzeichnete in diesem Jahr einen starken Anstieg von Cybersicherheitsvorfällen; die Zentralbank meldete Zahlen, die in den letzten vier Jahren nicht beobachtet wurden. Analysten fragen sich, ob dies eine echte Zunahme von Angriffen oder lediglich eine verbesserte Meldung widerspiegelt, doch der Trend erfordert eine genaue Beobachtung.
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