
EU stellt Ukraine weitere 3,47 Milliarden Euro für Verteidigung bereit
Die Europäische Kommission hat einen neuen Tranche von 3,47 Milliarden Euro aus dem 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine freigegeben, um Drohnen, Raketen und Kampfjets zu finanzieren.
Die Europäische Kommission hat der Ukraine einen weiteren Tranche in Höhe von 3,47 Milliarden Euro aus dem 90-Milliarden-Euro-Kredit für Verteidigungszwecke ausgezahlt. Die Mittel stammen aus dem im April von der EU beschlossenen Kredit, der teils durch Anleihen unter Garantie des EU-Haushalts finanziert wird. Wie die Kommission mitteilte, soll das Geld unter anderem für den Kauf von Drohnen, darunter strahlgetriebene Langstreckendrohnen, Raketen sowie Kampfjets vom Typ Gripen verwendet werden. Ziel sei es, der Ukraine einen schnelleren Zugang zu kritischen Verteidigungsgütern zu verschaffen, um ihren Luftraum zu schützen und die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Aus Sicht der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dient die Zahlung auch der Annäherung der europäischen und ukrainischen Rüstungsindustrien. Sie sprach von einem neuen „Drohnenabkommen“, das Gestalt annehme. Zugleich betonte sie, dass jeder russische Angriff die Entschlossenheit der Ukraine und der EU stärke. Der Tranche ist Teil des sogenannten Ukraine Support Loan, der insgesamt 90 Milliarden Euro umfasst. Davon sind 60 Milliarden Euro für Verteidigung und militärische Industriekapazitäten vorgesehen, 30 Milliarden Euro für Haushaltsunterstützung und die Aufrechterhaltung öffentlicher Dienstleistungen.
Bereits im Juni und Juli hatte die EU weitere Zahlungen aus diesem Programm geleistet: 3,2 Milliarden Euro am 25. Juni im Rahmen der makrofinanziellen Hilfe, gefolgt von 3,9 Milliarden am 30. Juni und 1,1 Milliarden am 15. Juli für Verteidigungsbeschaffungen. Nach Angaben der Kommission sollen in diesem Jahr insgesamt 28,3 Milliarden Euro für die ukrainische Verteidigungsindustrie bereitgestellt werden, wobei die Zuteilung bis September abgeschlossen sein soll. Der ukrainische Premierminister Sergej Korezki bestätigte den Eingang des jüngsten Tranches und erklärte, die Mittel würden der Stärkung der Verteidigung und der Finanzierung vordringlicher Bedürfnisse dienen.
Parallel dazu hat der Rat der EU zusätzliche 8,3 Milliarden Euro an Krediten für die Ukraine im Jahr 2026 genehmigt, die an Bedingungen geknüpft sind. Der angepasste Ukraine-Plan sieht Reformen im Bereich der Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung vor, die Kiew erfüllen muss, bevor weitere Zahlungen fließen. Der Gesamtkredit von 90 Milliarden Euro erstreckt sich über die Jahre 2026 und 2027. Seit Kriegsbeginn haben die EU und ihre Mitgliedstaaten nach Kommissionsangaben insgesamt mehr als 220 Milliarden Euro an Hilfe bereitgestellt, darunter 3,8 Milliarden Euro aus Erträgen eingefrorener russischer Vermögenswerte.
| Russische & GUS-Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.50 | aligned |
The EU payment to Kyiv is a marginal story, while the reopening of the Crimea Bridge shows Russian resilience.
The absence of coverage denies relevance to the event, shifting focus to stories that bolster the domestic narrative.
The 3.47 billion euro payment and the context of Western support for Ukraine are not mentioned.
The European Union disburses funds to Ukraine, but the story is not emphasized, perhaps because it is seen as routine procedure.
Trivializing the payment through lack of coverage normalizes it and avoids politicization.
Russian criticisms or reactions to the aid are not reported.
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