
Europäische Länder verhandeln mit Iran über Durchfahrt durch die Straße von Hormus
Teheran zufolge haben europäische Staaten Gespräche mit den Revolutionsgarden aufgenommen, um die Blockade der strategischen Meerenge zu umgehen.
Die iranische Führung hat am Samstag überraschend erklärt, dass Vertreter europäischer Länder mit der Marine der Revolutionsgarden über eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus verhandeln. Der staatliche Rundfunk IRIB berichtete, nachdem Schiffe aus Ostasien – namentlich aus China, Japan und Pakistan – bereits Passiergenehmigungen erhalten hätten, seien nun auch Europäer in Gespräche eingetreten. Welche Staaten konkret beteiligt sind, liess Teheran offen. Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, da die Meerenge seit dem Ausbruch des offenen Konflikts zwischen Iran, den USA und Israel Ende Februar faktisch blockiert ist. Damals hatten Washington und Tel Aviv Ziele in Iran bombardiert, Teheran antwortete mit Angriffen auf israelisches Gebiet und US-Militäreinrichtungen in der Region. Seither drosselt Iran den Schiffsverkehr durch die Strasse, während die USA iranische Häfen blockieren – ein Patt mit schwerwiegenden Folgen für die globalen Energiemärkte.
Aus Teheraner Sicht sind die Verhandlungen ein diplomatischer Erfolg. Indem Iran europäischen Staaten separate Absprachen anbietet, unterläuft es die amerikanische Strategie einer kollektiven Seeblockade und spaltet die westliche Allianz. Der Aussenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor mehrfach betont, die Durchfahrt bleibe grundsätzlich möglich, wenn politische Bedingungen erfüllt würden. Beobachter in Washington hingegen werten die Initiative als Versuch, das internationale Sanktionsregime zu unterwandern. Die USA selbst verweigern bislang jegliche direkte Kommunikation mit den Revolutionsgarden, die sie als Terrororganisation einstufen. In Peking verfolgt man die Entwicklung mit Interesse: China, als grösster Abnehmer von Rohöl aus dem Golf, hat ein vitales Interesse an offenen Handelswegen, weshalb die ersten Genehmigungen an ostasiatische Nationen gingen.
Für Europa, insbesondere Deutschland, Österreich und die Schweiz, ist die Lage prekär. Etwa ein Fünftel des weltweit verschifften Rohöls und ein Drittel des Flüssiggases passiert normalerweise die Strasse von Hormus. Der seit Wochen gestörte Transit hat die Energiepreise in die Höhe getrieben und die Inflation in der Eurozone weiter angeheizt. Die britische und die französische Regierung hatten bereits in den vergangenen Tagen Initiativen zur Sicherung der Handelswege ergriffen, wie aus Stockholm vermeldet wird. Nun deuten die iranischen Gesprächsangebote darauf hin, dass Teheran eine differenzierte Strategie verfolgt: Östliche Partner werden bevorzugt, westliche Nationen müssen um Erlaubnis bitten. Sollte eine Einigung mit europäischen Staaten zustande kommen, wäre dies ein erster Schritt zur Deeskalation, zugleich aber auch ein Präzedenzfall, der die einheitliche westliche Position gegenüber Iran weiter schwächen könnte.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Verhandlungen tatsächlich substanziell sind oder ob es sich bloss um ein taktisches Manöver Teherans handelt, um Zeit zu gewinnen. Klar ist: Die Straße von Hormus bleibt der neuralgische Punkt des Nahostkonflikts. Für die europäischen Regierungen, die zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und geopolitischer Solidarität mit den USA balancieren müssen, gibt es keinen einfachen Weg. Die nächsten Entscheidungen in Berlin, Paris und Brüssel – ob man dem iranischen Angebot folgt oder auf eine multilaterale Lösung mit Washington drängt – werden weit über die Energieversorgung hinaus die handelspolitische Souveränität Europas definieren.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Laut iranischem Staatsfernsehen haben mehrere europäische Länder Verhandlungen mit den Revolutionsgarden aufgenommen, um eine Durchfahrtsgenehmigung durch die Straße von Hormus zu erhalten. Der Bericht nennt keine konkreten Länder, während der Konflikt im Nahen Osten weiter eskaliert. Europäische Medien geben die Erklärung zurückhaltend wieder und betonen das Fehlen unabhängiger Bestätigungen.
Die indonesische Nachrichtenagentur berichtet, dass europäische Vertreter Verhandlungen mit der iranischen Marine über die Durchfahrt durch die Straße von Hormus aufgenommen haben, nachdem US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran zu einer faktischen Blockade der Wasserstraße geführt haben. Die Meldung wird in den Kontext der Feindseligkeiten zwischen Iran, Israel und den USA gestellt, mit Auswirkungen auf die globale Schifffahrt. Der Ton ist informativ, aber alarmiert über mögliche Folgen für den internationalen Handel.
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