Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETSamstag, 8. August 2026
320 Quellen · 17 Sprachen154 Briefings heute
Donnerstag, 11. Juni 2026

Ex-OJK-Spitzenfunktionär als Drahtzieher mutmaßlichen Milliardenbetrugs angeklagt

Die indonesische Polizei hat den früheren OJK-Direktor Fithri Hadi als Drahtzieher eines mutmaßlichen Anlagebetrugs mit 2,4 Billionen Rupiah Schaden festgenommen.

Die indonesische Bundespolizei Bareskrim hat einen weiteren Verdächtigen im Skandal um die Investmentfirma PT Dana Syariah Indonesia (DSI) festgenommen. Es handelt sich um Fithri Hadi, den Gründer und Berater des Unternehmens, der zuvor Spitzenpositionen bei der Finanzaufsicht OJK und der Börsenaufsicht BEI innehatte. Die Ermittler werfen ihm vor, gemeinsam mit vier weiteren Beschuldigten Anleger um umgerechnet rund 140 Millionen Euro betrogen zu haben. Die Festnahme erfolgte am Montag, nachdem die Staatsanwaltschaft ausreichend Beweise – darunter Zeugenaussagen, Sachverständigengutachten und elektronische Dokumente – zusammengetragen hatte.

Aus Jakarta wird berichtet, dass Hadi nicht nur als Gründer von DSI fungierte, sondern auch als Berater maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in seiner Zeit als OJK-Direktor (2017–2018) und BEI-Direktor (2018–2022) seine Insiderkenntnisse nutzte, um das betrügerische Investmentmodell aufzubauen. Die Anklage umfasst neben Betrug und Unterschlagung auch den Vorwurf der Geldwäsche. Beobachter in der indonesischen Hauptstadt sehen in dem Fall einen schweren Vertrauensverlust in die Finanzaufsicht, da ein ehemaliger Top-Regulierer nun selbst im Zentrum eines Milliardenbetrugs steht.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass DSI über Jahre hinweg Anleger mit unrealistischen Renditeversprechen köderte. Das Unternehmen gab vor, in islamkonforme Finanzprodukte zu investieren, tatsächlich flossen die Gelder aber in ein Schneeballsystem. Die Polizei hat bisher Vermögenswerte in Höhe von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt, darunter Luxusimmobilien und Fahrzeuge. Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in Scharia-konforme Fonds investieren, unterstreicht der Fall die Notwendigkeit einer sorgfältigen Due Diligence, da auch scheinbar regulierte Produkte betrugsanfällig sein können.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Schwächen der indonesischen Finanzaufsicht. Zwar hatte die OJK in den letzten Jahren ihre Kontrollen verschärft, doch der Skandal zeigt, dass selbst ehemalige Spitzenbeamte in der Lage waren, ein betrügerisches System über Jahre hinweg zu betreiben. Analysten in der Region fordern nun eine unabhängige Untersuchung der Aufsichtsbehörden und strengere Transparenzregeln für Investmentfirmen. Die Hauptverhandlung gegen Hadi und seine Mitangeklagten wird in den kommenden Wochen erwartet; ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen.

Aktuell
Indischer Luftwaffenoffizier nach mutmaßlicher Spionage für pakistanischen Geheimdienst festgenommen·Ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Ungarns akzeptiert Präsidentschaftskandidatur der Tisza-Partei·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·Ariana Grande kündigt Auszeit an: „Grenzen müssen gesetzt werden“·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Washington wirft Peking Destabilisierung durch Naturschutzgebiet am Scarborough-Riff vor·Mord an Dr. Victoria Mutiso: Polizisten soll Auftragsmord in Millionenhöhe versprochen worden sein·Indischer Luftwaffenoffizier nach mutmaßlicher Spionage für pakistanischen Geheimdienst festgenommen·Ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs Ungarns akzeptiert Präsidentschaftskandidatur der Tisza-Partei·Messerangriffe in Rotterdam: Polizei nimmt 26-Jährigen fest·Ariana Grande kündigt Auszeit an: „Grenzen müssen gesetzt werden“·US-Senat verabschiedet Übergangshaushalt zur Abwendung eines Government Shutdowns·Sam Altman: KI macht Arbeit intensiver statt kürzer, Unternehmen sparen Milliarden·Washington wirft Peking Destabilisierung durch Naturschutzgebiet am Scarborough-Riff vor·Mord an Dr. Victoria Mutiso: Polizisten soll Auftragsmord in Millionenhöhe versprochen worden sein·
Akt. 07:431 Sprache · 3 Quellen
3 Quellen|1 Sprache|2 Min. Lesezeit
Donnerstag, 11. Juni 2026

Ex-OJK-Spitzenfunktionär als Drahtzieher mutmaßlichen Milliardenbetrugs angeklagt

Die indonesische Polizei hat den früheren OJK-Direktor Fithri Hadi als Drahtzieher eines mutmaßlichen Anlagebetrugs mit 2,4 Billionen Rupiah Schaden festgenommen.

Die indonesische Bundespolizei Bareskrim hat einen weiteren Verdächtigen im Skandal um die Investmentfirma PT Dana Syariah Indonesia (DSI) festgenommen. Es handelt sich um Fithri Hadi, den Gründer und Berater des Unternehmens, der zuvor Spitzenpositionen bei der Finanzaufsicht OJK und der Börsenaufsicht BEI innehatte. Die Ermittler werfen ihm vor, gemeinsam mit vier weiteren Beschuldigten Anleger um umgerechnet rund 140 Millionen Euro betrogen zu haben. Die Festnahme erfolgte am Montag, nachdem die Staatsanwaltschaft ausreichend Beweise – darunter Zeugenaussagen, Sachverständigengutachten und elektronische Dokumente – zusammengetragen hatte.

Aus Jakarta wird berichtet, dass Hadi nicht nur als Gründer von DSI fungierte, sondern auch als Berater maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in seiner Zeit als OJK-Direktor (2017–2018) und BEI-Direktor (2018–2022) seine Insiderkenntnisse nutzte, um das betrügerische Investmentmodell aufzubauen. Die Anklage umfasst neben Betrug und Unterschlagung auch den Vorwurf der Geldwäsche. Beobachter in der indonesischen Hauptstadt sehen in dem Fall einen schweren Vertrauensverlust in die Finanzaufsicht, da ein ehemaliger Top-Regulierer nun selbst im Zentrum eines Milliardenbetrugs steht.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass DSI über Jahre hinweg Anleger mit unrealistischen Renditeversprechen köderte. Das Unternehmen gab vor, in islamkonforme Finanzprodukte zu investieren, tatsächlich flossen die Gelder aber in ein Schneeballsystem. Die Polizei hat bisher Vermögenswerte in Höhe von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt, darunter Luxusimmobilien und Fahrzeuge. Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in Scharia-konforme Fonds investieren, unterstreicht der Fall die Notwendigkeit einer sorgfältigen Due Diligence, da auch scheinbar regulierte Produkte betrugsanfällig sein können.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Schwächen der indonesischen Finanzaufsicht. Zwar hatte die OJK in den letzten Jahren ihre Kontrollen verschärft, doch der Skandal zeigt, dass selbst ehemalige Spitzenbeamte in der Lage waren, ein betrügerisches System über Jahre hinweg zu betreiben. Analysten in der Region fordern nun eine unabhängige Untersuchung der Aufsichtsbehörden und strengere Transparenzregeln für Investmentfirmen. Die Hauptverhandlung gegen Hadi und seine Mitangeklagten wird in den kommenden Wochen erwartet; ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen.

Divergenz der Quellen

— · 3 Quellen · 1 Sprache

0%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Diese Nachricht erschien in

3 Quellen · 1 Sprache

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

US-Senat verabschiedet Sanktionspaket mit Zolldrohung gegen Russland-Energiekäufer

5 Sprachen · 40 Quellen

Aus Economy & Markets

Steigende Kreditvorsorgen belasten Bankbilanzen in Schwellenländern

2 Sprachen · 6 Quellen

Aus Technology

Amazon finanziert privates Gaskraftwerk in Texas – droht größte Einzelemissionsquelle der USA

2 Sprachen · 8 Quellen

Mehr lesen