
Doha unterstützt Pakistans Vermittlung zwischen Washington und Teheran
Der katarische Premierminister traf US-Außenminister Rubio in Miami. Doha befürwortet die pakistanische Vermittlung im Konflikt zwischen den USA und Iran.
Der katarische Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat sich am Wochenende in Miami mit US-Außenminister Marco Rubio und dem Sondergesandten Steve Witkoff getroffen. Im Zentrum des Gesprächs stand nach Angaben aus Doha die pakistanische Vermittlung zwischen Washington und Teheran, die zu einer Waffenruhe geführt hat. Katar würdigte die Bemühungen Islamabads ausdrücklich und sicherte volle Unterstützung zu. Aus US-amerikanischer Sicht geht es nun darum, eine dauerhafte Deeskalation zu erreichen; das State Department betonte die strategische Partnerschaft mit Katar, auch in Verteidigungsfragen.
Parallel zu dem Treffen in Florida führte Al Thani ein Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shahbaz Sharif. Dabei wurden die bilateralen Beziehungen erörtert und die pakistanische Vermittlungsrolle in der Region gewürdigt. Aus pakistanischer Sicht ist die Anerkennung durch Doha ein wichtiges Signal: Islamabad sieht sich als glaubwürdigen Mittler, der in der Lage ist, sowohl in Washington als auch in Teheran Gehör zu finden. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund statt, dass die USA noch auf eine Antwort Irans auf ihren jüngsten Vorschlag zur Beilegung des Konflikts warten.
Aus Doha wird betont, dass die Wurzeln der Krise nur durch friedliche Mittel und Dialog angegangen werden könnten. Die katarische Führung drängte darauf, alle beteiligten Parteien müssten auf die laufenden Vermittlungsbemühungen eingehen, um einen umfassenden Frieden zu ermöglichen. Beobachter in der Golfregion werten dies als Versuch, die eigene Rolle als Vermittler zu stärken, ohne sich direkt zwischen die Fronten zu begeben. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, deren Energieversorgung zu einem Teil von Stabilität am Golf abhängt, ist die Entwicklung von großer Bedeutung: Eine anhaltende Eskalation zwischen den USA und Iran könnte die Sicherheit der Schifffahrtswege und die Ölpreise beeinträchtigen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die pakistanische Vermittlung tatsächlich zu einer politischen Lösung führt. Aus Sicht vieler Analysten bleibt die Lage fragil: Teheran hat bisher keine Zustimmung zu den US-Vorschlägen signalisiert, und die iranischen Revolutionsgarden haben zugleich neue Drohungen ausgestoßen. Sollte der Dialog scheitern, droht eine erneute militärische Zuspitzung, die auch europäische Interessen unmittelbar treffen würde. Die enge Koordination zwischen Washington, Doha und Islamabad bietet jedoch einen diplomatischen Rahmen, der zumindest die Option auf eine friedliche Beilegung offenhält.
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| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
| Iranische & verwandte Presse | −0.50 | critical |
Der katarische Premierminister erörterte mit seinem pakistanischen Amtskollegen die Vermittlung zwischen Washington und Teheran und würdigte die Bemühungen zur Deeskalation und Stärkung der regionalen Stabilität.
Bei einem Treffen mit dem US-Außenminister erörterte Katar die Golfkrise und die Verteidigungsunterstützung und verwies auf die pakistanische Vermittlung als Kanal zur Entspannung, während die USA auf die iranische Antwort warten.
Die USA, unfähig, ihren Willen durchzusetzen, wenden sich nun Vermittlern wie Pakistan zu, wobei Katar als Vermittler fungiert; Teheran bleibt standhaft und wird jeden Vorschlag ausschließlich nach seinen nationalen Interessen bewerten, misstrauisch gegenüber amerikanischen diplomatischen Manövern.
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