
Gehilfe von Matthew Perry zu 41 Monaten Haft verurteilt – das Ende einer tödlichen Sucht
Der letzte Angeklagte im Fall des „Friends“-Stars, Kenneth Iwamasa, erhielt seine Strafe. Er hatte dem Schauspieler die Ketamin-Überdosis gespritzt und damit eine Tragödie ausgelöst, die weit über Hollywood hinaus Fragen aufwirft.
Mit der Verurteilung von Kenneth Iwamasa hat das Justizdrama um den Tod des Schauspielers Matthew Perry seinen juristischen Schlusspunkt erreicht. Ein Bundesgericht in Los Angeles verhängte gegen den 60-jährigen persönlichen Assistenten eine Haftstrafe von 41 Monaten, gefolgt von zwei Jahren Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 Dollar. Iwamasa hatte dem „Friends“-Star am 28. Oktober 2023 in dessen Villa eine letale Dosis Ketamin injiziert, während der Assistent anschließend Besorgungen erledigte. Als er zurückkehrte, trieb Perry leblos mit dem Gesicht nach unten im Whirlpool. Der Angeklagte war der letzte von fünf Beschuldigten, die sich wegen ihrer Rolle bei der Beschaffung und Verabreichung des Narkosemittels verantworten mussten.
Iwamasa, der keine medizinische Ausbildung besaß, stand im Zentrum eines illegalen Versorgungsnetzwerks, das Perry mit dem ursprünglich als Anästhetikum und in der Depressionsbehandlung eingesetzten Wirkstoff belieferte. In den letzten Lebenstagen des 54-Jährigen verabreichte er mehr als 25 Injektionen, allein am Todestag mindestens drei – darunter eine „richtig große“ Dosis auf ausdrücklichen Wunsch des Schauspielers. Die Substanz bezog er über zwei Ärzte, die inzwischen ebenfalls verurteilt wurden. Perry, der mit dem Assistenten seit den 1990er Jahren bekannt war, zahlte ihm zuletzt ein Jahresgehalt von 150.000 Dollar und vertraute ihm die Kontrolle seiner Medikation an. Die Obduktion ergab als Todesursache akute Ketaminvergiftung mit Ertrinken als Begleitfaktor.
Aus Washingtoner Sicht ist der Fall damit abgeschlossen; die Bundesstaatsanwaltschaft würdigte die Kooperation Iwamasas, der bereits im August 2024 als Erster ein Geständnis ablegte und damit die weiteren Verfahren ins Rollen brachte. Neben den Medizinern gehörte zu den Verurteilten auch eine Frau, die als „Ketamin-Königin“ bekannt war. Bei der Urteilsverkündung unter Vorsitz von Richterin Sherilyn Peace Garnett, die zuvor bereits die Mitangeklagten verurteilt hatte, waren Angehörige beider Familien anwesend – ein stilles Zeugnis der menschlichen Dimension dieses Falls, der über die bloße Prominentenkrise hinausreicht.
Beobachter in Mitteleuropa sehen in der Tragödie ein warnendes Beispiel für die unkontrollierte Off-Label-Nutzung von Ketamin. In Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt sich die ketamingestützte Psychotherapie zwar unter strengen klinischen Auflagen zu einem Hoffnungsträger gegen therapieresistente Depressionen. Der Fall Perry zeigt jedoch, wie schnell das therapeutische Fenster in eine gefährliche Grauzone abrutschen kann, wenn persönliche Abhängigkeiten und mangelnde fachliche Aufsicht zusammenwirken. Die Diskussion um klare Sorgfaltspflichten für Assistenzpersonal im Umfeld prominenter Patienten dürfte in den deutschsprachigen Ländern an Fahrt gewinnen – und die Frage, wie viel Verantwortung ein Dienstherr tatsächlich delegieren darf, ohne die Grenze zur Strafbarkeit zu überschreiten.
| Chinesische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
Das Urteil schließt das Verfahren gegen fünf Angeklagte ab. Der Assistent, der die tödliche Spritze verabreicht und die Leiche aufgefunden hatte, wurde zu 41 Monaten verurteilt. Die Darstellung beschränkt sich auf die wesentlichen juristischen Fakten, ohne moralische Wertung.
Der Assistent wird als zentrale Figur im Abwärtssog des Schauspielers in die Sucht dargestellt, der ihm in seinen letzten Tagen über 25 Ketamin-Injektionen verabreicht habe. Das Urteil wird als Abschluss eines tragischen Falls präsentiert, mit impliziter Verurteilung seiner Rolle beim Verfall des Stars.
Die Verurteilung des ehemaligen Assistenten schließt das letzte Kapitel einer aufsehenerregenden Hollywood-Tragödie ab. Die Berichterstattung betont den Tod durch Überdosis, das Schuldbekenntnis und den Abschluss des Falls, verbindet sachliche Fakten mit einem Gefühl der Gerechtigkeit für den "Friends"-Star.
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