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Justiz & RechtMittwoch, 10. Juni 2026

Genetische Untersuchung im Fall der ermordeten französischen Touristinnen steht bevor

Die saltenische Staatsanwaltschaft hat für den 16. Juni eine entscheidende genetische Untersuchung an einer Probe von Beatriz Yapura angesetzt. Yapura ist die Ehefrau von Santos Clemente Vera, der im Prozess um den Doppelmord an den französischen Touristinnen Cassandre Bouvier und Houria Moumni im Jahr 2011 freigesprochen wurde. Die Analyse soll im offiziellen Labor des Dienstes für Molekularbiologie der Ermittlungsbehörden von Salta durchgeführt werden. Damit soll Klarheit über die Identität einer weiblichen DNA-Spur geschaffen werden, die französische Experten am Tatort sichergestellt hatten.

Aus Sicht der argentinischen Justiz handelt es sich um die letzte ausstehende genetische Untersuchung in dem Fall, der international für Aufsehen sorgte. Die Staatsanwaltschaft wies zugleich Medienberichte zurück, wonach bereits Ergebnisse vorlägen. Der zuständige Anwalt Roberto Reyes hatte angeblich Einsicht in einen entsprechenden Bericht gehabt, was die Behörden nun dementierten. Die französischen Ermittler hatten die DNA-Profile von Opfern und Tatverdächtigen bereits nach Salta übermittelt, sodass ein Abgleich nun möglich ist.

Der Fall hatte 2011 die deutschsprachige Öffentlichkeit besonders bewegt, da die beiden jungen Frauen aus Frankreich stammten und die Tat sich in einer bei europäischen Rucksacktouristen beliebten Region ereignete. Deutsche und österreichische Medien berichteten damals ausführlich über die Ermittlungen, die zunächst zu einer Verurteilung Veras führten, bevor er in zweiter Instanz freigesprochen wurde. Die neue Untersuchung könnte nun endgültige Gewissheit bringen und möglicherweise neue Spuren eröffnen.

Beobachter in Buenos Aires werten die Ansetzung der Perizie als Zeichen dafür, dass die Justiz den Fall nicht ruhen lassen will. Die Staatsanwaltschaft betonte, man werde auch Daten aus Frankreich verarbeiten, um Fehlinformationen zu vermeiden. Sollte die DNA-Analyse Yapura belasten, könnte dies zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens führen. Andernfalls würde der Freispruch Veras endgültig bestätigt. Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, nicht nur in Argentinien und Frankreich, sondern auch in Europa, wo der Fall als Beispiel für die Herausforderungen internationaler Strafverfolgung gilt.

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Mittwoch, 10. Juni 2026

Genetische Untersuchung im Fall der ermordeten französischen Touristinnen steht bevor

Die saltenische Staatsanwaltschaft hat für den 16. Juni eine entscheidende genetische Untersuchung an einer Probe von Beatriz Yapura angesetzt. Yapura ist die Ehefrau von Santos Clemente Vera, der im Prozess um den Doppelmord an den französischen Touristinnen Cassandre Bouvier und Houria Moumni im Jahr 2011 freigesprochen wurde. Die Analyse soll im offiziellen Labor des Dienstes für Molekularbiologie der Ermittlungsbehörden von Salta durchgeführt werden. Damit soll Klarheit über die Identität einer weiblichen DNA-Spur geschaffen werden, die französische Experten am Tatort sichergestellt hatten.

Aus Sicht der argentinischen Justiz handelt es sich um die letzte ausstehende genetische Untersuchung in dem Fall, der international für Aufsehen sorgte. Die Staatsanwaltschaft wies zugleich Medienberichte zurück, wonach bereits Ergebnisse vorlägen. Der zuständige Anwalt Roberto Reyes hatte angeblich Einsicht in einen entsprechenden Bericht gehabt, was die Behörden nun dementierten. Die französischen Ermittler hatten die DNA-Profile von Opfern und Tatverdächtigen bereits nach Salta übermittelt, sodass ein Abgleich nun möglich ist.

Der Fall hatte 2011 die deutschsprachige Öffentlichkeit besonders bewegt, da die beiden jungen Frauen aus Frankreich stammten und die Tat sich in einer bei europäischen Rucksacktouristen beliebten Region ereignete. Deutsche und österreichische Medien berichteten damals ausführlich über die Ermittlungen, die zunächst zu einer Verurteilung Veras führten, bevor er in zweiter Instanz freigesprochen wurde. Die neue Untersuchung könnte nun endgültige Gewissheit bringen und möglicherweise neue Spuren eröffnen.

Beobachter in Buenos Aires werten die Ansetzung der Perizie als Zeichen dafür, dass die Justiz den Fall nicht ruhen lassen will. Die Staatsanwaltschaft betonte, man werde auch Daten aus Frankreich verarbeiten, um Fehlinformationen zu vermeiden. Sollte die DNA-Analyse Yapura belasten, könnte dies zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens führen. Andernfalls würde der Freispruch Veras endgültig bestätigt. Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, nicht nur in Argentinien und Frankreich, sondern auch in Europa, wo der Fall als Beispiel für die Herausforderungen internationaler Strafverfolgung gilt.

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