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Ausgabe von 20:00 CETSonntag, 9. August 2026
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Donnerstag, 23. Juli 2026

Huthi-Angriffe auf saudische Tanker: Trump droht Iran mit schwerer militärischer Vergeltung

Nach Raketen- und Drohnenangriffen auf zwei Öltanker im Roten Meer kündigt US-Präsident Trump eine Ausweitung der Militärschläge an – die Ölpreise steigen über 100 Dollar.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag zwei saudische Öltanker im Roten Meer mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen. US-Präsident Donald Trump erklärte daraufhin auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten würden künftig den Iran für derartige Attacken verantwortlich machen, da die Huthi als dessen Stellvertreter agierten. Sollten die Angriffe fortgesetzt werden, drohte Trump, werde eine „schwere militärische Bestrafung“ sowohl gegen den Iran als auch gegen die Huthi selbst verhängt.

Die Huthi begründeten die Attacken auf die Tanker „Encelia“ und „Layla“ mit einem Verstoß gegen die von ihnen am Montag ausgerufene Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Diese Blockade wiederum sei eine Reaktion auf die anhaltende saudische Belagerung des Jemen sowie auf einen Luftangriff auf den Flughafen von Sanaa, wie die Gruppe über ihren Militärsprecher Yahya Sarea mitteilte. Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA bestätigte einen Treffer auf der „Encelia“, der ein Feuer am Bug verursacht habe; die Besatzung sei in Sicherheit. Ein Angriff auf die „Layla“ blieb zunächst unbestätigt. Das britische Seefahrtsüberwachungszentrum UKMTO meldete, ein unbekanntes Projektil habe einen Tanker rund 130 Kilometer südwestlich der saudischen Küstenstadt Al-Shuqaiq getroffen und einen Brand an Bord ausgelöst, ohne dass es Verletzte gegeben habe.

Die Eskalation fällt in eine Phase intensivierter gegenseitiger Militärschläge. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) gab bekannt, in der zwölften Nacht in Folge Angriffe auf iranische Raketen- und Drohnendepots, Küstenüberwachungsanlagen und Luftabwehrsysteme geflogen zu haben, um Teherans Fähigkeit zur Bedrohung der zivilen Schifffahrt weiter zu schwächen. Iranische Staatsmedien berichteten ihrerseits von Vergeltungsangriffen der Revolutionsgarden auf US-Militärstützpunkte in Kuwait und Jordanien. Zuvor hatte Trump gedroht, für jeden iranischen Beschuss eines Schiffes in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zu zerstören, woraufhin das iranische Oberkommando mit Angriffen auf die regionale Energieinfrastruktur drohte.

Die Angriffe auf die Tanker eröffnen eine neue Front in dem seit Februar andauernden Krieg und bedrohen mit der Meerenge Bab al-Mandab eine zweite zentrale Schifffahrtsroute für den globalen Ölhandel. Saudi-Arabien hatte nach der weitgehenden Schließung der Straße von Hormus durch den Iran einen Großteil seiner Rohölexporte über Pipelines zum Rotmeerhafen Yanbu umgeleitet. Die nun von den Huthi verhängte Blockade gefährdet nach Angaben von Analysten tägliche Exporte von rund 4,5 Millionen Barrel. Die Rohölsorte Brent stieg am Donnerstag um mehr als sechs Prozent und durchbrach erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.

Diplomatische Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts zeigen unterdessen keine Fortschritte. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, der Preis für den Iran werde „jede Nacht höher“, bis Teheran zu einem verlässlichen Friedensabkommen bereit sei. Gleichzeitig machte Trump ein am Vortag unterzeichnetes ziviles Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien von einer Normalisierung der Beziehungen des Königreichs zu Israel abhängig. Beobachter werten die Huthi-Blockade als taktischen Schachzug Teherans, um in den festgefahrenen Verhandlungen zusätzlichen Druck aufzubauen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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2 Blöcke · Positionen von −0.20 bis 0.00
KritischWohlwollend
ATLSEA
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.20neutral
Südostasiatische Presse0.00neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.20

The Atlantic press presents two contrasting lines: on one side Trump's threat to bomb Iranian bridges and power plants, on the other the British appeal for de-escalation. The conflict is framed as a showdown between the US and Iran, with Europe in the role of a worried mediator for regional stability.

AlarmSkepsisPragmatismus
Südostasiatische Presse0.00

Southeast Asian press follows the US-Iran escalation with technical detachment, focusing on the impact on the Malaysian ringgit and interest rate expectations. The conflict is reduced to a factor of economic uncertainty, devoid of moral judgments.

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Donnerstag, 23. Juli 2026

Huthi-Angriffe auf saudische Tanker: Trump droht Iran mit schwerer militärischer Vergeltung

Nach Raketen- und Drohnenangriffen auf zwei Öltanker im Roten Meer kündigt US-Präsident Trump eine Ausweitung der Militärschläge an – die Ölpreise steigen über 100 Dollar.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag zwei saudische Öltanker im Roten Meer mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen. US-Präsident Donald Trump erklärte daraufhin auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten würden künftig den Iran für derartige Attacken verantwortlich machen, da die Huthi als dessen Stellvertreter agierten. Sollten die Angriffe fortgesetzt werden, drohte Trump, werde eine „schwere militärische Bestrafung“ sowohl gegen den Iran als auch gegen die Huthi selbst verhängt.

Die Huthi begründeten die Attacken auf die Tanker „Encelia“ und „Layla“ mit einem Verstoß gegen die von ihnen am Montag ausgerufene Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Diese Blockade wiederum sei eine Reaktion auf die anhaltende saudische Belagerung des Jemen sowie auf einen Luftangriff auf den Flughafen von Sanaa, wie die Gruppe über ihren Militärsprecher Yahya Sarea mitteilte. Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA bestätigte einen Treffer auf der „Encelia“, der ein Feuer am Bug verursacht habe; die Besatzung sei in Sicherheit. Ein Angriff auf die „Layla“ blieb zunächst unbestätigt. Das britische Seefahrtsüberwachungszentrum UKMTO meldete, ein unbekanntes Projektil habe einen Tanker rund 130 Kilometer südwestlich der saudischen Küstenstadt Al-Shuqaiq getroffen und einen Brand an Bord ausgelöst, ohne dass es Verletzte gegeben habe.

Die Eskalation fällt in eine Phase intensivierter gegenseitiger Militärschläge. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) gab bekannt, in der zwölften Nacht in Folge Angriffe auf iranische Raketen- und Drohnendepots, Küstenüberwachungsanlagen und Luftabwehrsysteme geflogen zu haben, um Teherans Fähigkeit zur Bedrohung der zivilen Schifffahrt weiter zu schwächen. Iranische Staatsmedien berichteten ihrerseits von Vergeltungsangriffen der Revolutionsgarden auf US-Militärstützpunkte in Kuwait und Jordanien. Zuvor hatte Trump gedroht, für jeden iranischen Beschuss eines Schiffes in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zu zerstören, woraufhin das iranische Oberkommando mit Angriffen auf die regionale Energieinfrastruktur drohte.

Die Angriffe auf die Tanker eröffnen eine neue Front in dem seit Februar andauernden Krieg und bedrohen mit der Meerenge Bab al-Mandab eine zweite zentrale Schifffahrtsroute für den globalen Ölhandel. Saudi-Arabien hatte nach der weitgehenden Schließung der Straße von Hormus durch den Iran einen Großteil seiner Rohölexporte über Pipelines zum Rotmeerhafen Yanbu umgeleitet. Die nun von den Huthi verhängte Blockade gefährdet nach Angaben von Analysten tägliche Exporte von rund 4,5 Millionen Barrel. Die Rohölsorte Brent stieg am Donnerstag um mehr als sechs Prozent und durchbrach erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.

Diplomatische Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts zeigen unterdessen keine Fortschritte. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, der Preis für den Iran werde „jede Nacht höher“, bis Teheran zu einem verlässlichen Friedensabkommen bereit sei. Gleichzeitig machte Trump ein am Vortag unterzeichnetes ziviles Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien von einer Normalisierung der Beziehungen des Königreichs zu Israel abhängig. Beobachter werten die Huthi-Blockade als taktischen Schachzug Teherans, um in den festgefahrenen Verhandlungen zusätzlichen Druck aufzubauen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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The Atlantic press presents two contrasting lines: on one side Trump's threat to bomb Iranian bridges and power plants, on the other the British appeal for de-escalation. The conflict is framed as a showdown between the US and Iran, with Europe in the role of a worried mediator for regional stability.

AlarmSkepsisPragmatismus
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Southeast Asian press follows the US-Iran escalation with technical detachment, focusing on the impact on the Malaysian ringgit and interest rate expectations. The conflict is reduced to a factor of economic uncertainty, devoid of moral judgments.

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