
Israel befiehlt Angriffe auf Beirut – UN-Sicherheitsrat beruft Dringlichkeitssitzung ein
Netanyahu ordnet Vergeltungsschläge gegen Hisbollah-Viertel an; israelische Truppen erobern Kreuzfahrerburg. Internationale Vermittlung und Waffenstillstand vor dem Kollaps.
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz haben am Montag Luftangriffe auf die südlichen Vororte Beiruts befohlen. Betroffen ist das Hisbollah-Viertel Dahieh, das seit der Waffenruhe im April von schweren Angriffen weitgehend verschont geblieben war. Die israelische Armee warnte die Bewohner über soziale Medien zur sofortigen Flucht auf. Gleichzeitig rücken israelische Bodentruppen so tief in den Libanon vor wie seit Jahrzehnten nicht: Am Wochenende eroberten sie die strategisch wichtige Kreuzfahrerburg Beaufort nördlich des Litani-Flusses.
International wächst die Besorgnis vor einem Flächenbrand. Auf Antrag Frankreichs berief der UN-Sicherheitsrat noch für Montag eine Dringlichkeitssitzung ein. Präsident Emmanuel Macron erklärte, nichts rechtfertige die derzeitige Eskalation im Südlibanon, während die Europäische Union Israel aufforderte, die militärische Eskalation zu stoppen. Aus Washington verlautete, US-Außenminister Marco Rubio habe mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun telefoniert und einen schrittweisen Deeskalationsplan vorgeschlagen. US-Präsident Donald Trump hingegen behauptete nach einem Gespräch mit der Hisbollah, beide Seiten hätten vereinbart, alle Kampfhandlungen einzustellen – eine Darstellung, die weder Israel noch die Hisbollah bestätigten.
Die Krise überschattet zugleich die festgefahrenen Verhandlungen über eine Beilegung des Krieges zwischen den USA und dem Iran. Teheran erklärte über seinen Außenamtssprecher, die israelischen Angriffe im Libanon verzögerten den diplomatischen Prozess und bekräftigte, ein Waffenstillstand im Libanon sei integraler Bestandteil einer umfassenden Einigung mit Washington. Beobachter in arabischen Hauptstädten fürchten eine erneute israelische Besatzung libanesischen Territoriums, sollte der Konflikt nicht eingedämmt werden.
Die nominelle Waffenruhe vom 17. April ist damit faktisch Makulatur. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße vor; eine wirksame internationale Vermittlung steht aus. Die militärische Eskalation Israels und die kompromisslose Haltung Teherans lassen den Spielraum für Diplomatie schrumpfen. Der Nahe Osten steht am Scheideweg zwischen einer weiteren blutigen Eskalation und einer politischen Lösung, die derzeit außer Reichweite scheint.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −1.00 | critical |
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| Chinesische Presse | −0.60 | critical |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Die israelische Besatzungsarmee droht, die südlichen Vororte Beiruts zu bombardieren, und fordert die Bewohner zur Flucht auf. Diese erneute Aggression zielt auf die Hochburg des libanesischen Widerstands, während das zionistische Gebilde unter dem Vorwand, auf angebliche Raketen der Hisbollah zu antworten, die Souveränität des Libanon weiter verletzt. Die internationale Gemeinschaft macht sich mitschuldig an dem drohenden Massaker.
Der Befehl Netanjahus, die Vororte Beiruts anzugreifen, trübt die heikle Vermittlung zwischen den USA und dem Iran und verdunkelt die Aussichten auf eine regionale Waffenruhe. Die Einnahme der historischen Burg durch israelische Truppen und die neuen Bombardierungen drohen, die gesamte Region in eine Spirale der Instabilität zu stürzen, zumal Teheran eine Waffenruhe im Libanon explizit mit Fortschritten bei den Atomgesprächen verknüpft.
Israel, mit amerikanischer Erlaubnis, befiehlt neue Angriffe auf Beirut und löst chaotische Szenen aus, während Zivilisten aus den südlichen Vororten fliehen. Frankreich und andere europäische Regierungen verlangen eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und pochen auf die Einhaltung der Waffenruhe. Die militärische Eskalation und das tiefe Eindringen in den Libanon sorgen für Besorgnis und Verurteilungen, zumal Teheran eine Waffenruhe von den Gesprächen mit Washington abhängig macht.
Netanjahu befiehlt dem Militär, die südlichen Vororte Beiruts anzugreifen, als Reaktion auf Raketenbeschuss der Hisbollah und Verstöße gegen die Waffenruhe. Tausende Zivilisten fliehen aus den schiitisch geprägten Vierteln, während der Libanon eine Rückkehr der israelischen Besatzung fürchtet. Die UN beruft eine Dringlichkeitssitzung ein, doch Israel knüpft ein Ende der Angriffe an die Einstellung des Feuers durch die Hisbollah.
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