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Ausgabe von 20:00 CETMontag, 3. August 2026
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Freitag, 24. April 2026

London erneuert Bekenntnis zum marokkanischen Autonomieplan für die Westsahara

Die britische Aussenministerin Yvette Cooper hat bei einem Treffen mit ihrem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita in London erneut die Unterstützung des Vereinigten Königreichs für den Autonomieplan Rabats in der Westsahara bekräftigt. Sie bezeichnete den Vorschlag als „die glaubwürdigste, tragfähigste und pragmatischste Grundlage für den Frieden in der Sahara“. Damit bestätigt London einen Kurs, der bereits beim strategischen Dialog zwischen beiden Ländern am 1.

Juni 2025 in Rabat eingeschlagen worden war. Der damalige gemeinsame Kommuniqué hatte zudem die Dringlichkeit betont, dass alle Parteien konstruktiv am von den Vereinten Nationen geführten politischen Prozess teilnehmen. Aus Londoner Sicht handelt es sich um eine Fortsetzung der bilateralen Vertiefung, die Vizepremierminister David Lammy als „neue Ära“ der marokkanisch-britischen Beziehungen bezeichnete.

Die Gespräche in dieser Woche drehten sich nicht allein um die Westsahara, sondern auch um die Ausweitung der strategischen Partnerschaft, die Handelsbeziehungen und regionale Sicherheitsfragen. Beobachter in Rabat werten die wiederholte Deklaration als diplomatischen Erfolg, zumal das Königreich seit Jahren auf eine internationale Anerkennung seines Autonomieplans als einzig realistische Lösung drängt. In Washington hingegen wird die britische Haltung als Teil eines transatlantischen Trends gesehen, bei dem mehrere westliche Staaten – darunter Frankreich, Spanien und die USA – Marokkos Position zunehmend stützen.

Aus internationaler Perspektive bleibt der Konflikt jedoch ungelöst: Die Vereinten Nationen bemühen sich weiterhin um eine Friedensregelung zwischen Marokko und der Unabhängigkeitsbewegung Polisario. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist die britische Position vor allem deshalb relevant, weil sie den Druck auf die EU erhöhen könnte, ihre eigene Haltung zu überdenken. Bisher vertreten Berlin und Wien offiziell eine neutrale Linie und unterstützen den UN-Prozess, ohne den marokkanischen Autonomieplan explizit zu befürworten.

Die wiederholte Bestätigung durch London – einer der engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten – dürfte die Debatte in europäischen Hauptstädten neu entfachen. Zugleich bleibt abzuwarten, ob die derzeitige Dynamik den festgefahrenen Verhandlungen neuen Schwung verleihen kann oder ob die Positionen weiter auseinanderdriften.

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Freitag, 24. April 2026

London erneuert Bekenntnis zum marokkanischen Autonomieplan für die Westsahara

Die britische Aussenministerin Yvette Cooper hat bei einem Treffen mit ihrem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita in London erneut die Unterstützung des Vereinigten Königreichs für den Autonomieplan Rabats in der Westsahara bekräftigt. Sie bezeichnete den Vorschlag als „die glaubwürdigste, tragfähigste und pragmatischste Grundlage für den Frieden in der Sahara“. Damit bestätigt London einen Kurs, der bereits beim strategischen Dialog zwischen beiden Ländern am 1.

Juni 2025 in Rabat eingeschlagen worden war. Der damalige gemeinsame Kommuniqué hatte zudem die Dringlichkeit betont, dass alle Parteien konstruktiv am von den Vereinten Nationen geführten politischen Prozess teilnehmen. Aus Londoner Sicht handelt es sich um eine Fortsetzung der bilateralen Vertiefung, die Vizepremierminister David Lammy als „neue Ära“ der marokkanisch-britischen Beziehungen bezeichnete.

Die Gespräche in dieser Woche drehten sich nicht allein um die Westsahara, sondern auch um die Ausweitung der strategischen Partnerschaft, die Handelsbeziehungen und regionale Sicherheitsfragen. Beobachter in Rabat werten die wiederholte Deklaration als diplomatischen Erfolg, zumal das Königreich seit Jahren auf eine internationale Anerkennung seines Autonomieplans als einzig realistische Lösung drängt. In Washington hingegen wird die britische Haltung als Teil eines transatlantischen Trends gesehen, bei dem mehrere westliche Staaten – darunter Frankreich, Spanien und die USA – Marokkos Position zunehmend stützen.

Aus internationaler Perspektive bleibt der Konflikt jedoch ungelöst: Die Vereinten Nationen bemühen sich weiterhin um eine Friedensregelung zwischen Marokko und der Unabhängigkeitsbewegung Polisario. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist die britische Position vor allem deshalb relevant, weil sie den Druck auf die EU erhöhen könnte, ihre eigene Haltung zu überdenken. Bisher vertreten Berlin und Wien offiziell eine neutrale Linie und unterstützen den UN-Prozess, ohne den marokkanischen Autonomieplan explizit zu befürworten.

Die wiederholte Bestätigung durch London – einer der engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten – dürfte die Debatte in europäischen Hauptstädten neu entfachen. Zugleich bleibt abzuwarten, ob die derzeitige Dynamik den festgefahrenen Verhandlungen neuen Schwung verleihen kann oder ob die Positionen weiter auseinanderdriften.

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