
Mailands Champions-League-Träume geraten nach Niederlage in Reggio Emilia ins Wanken
Der AC Mailand hat im Rennen um die Champions-League-Qualifikation einen schweren Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Massimiliano Allegri unterlag am Sonntag beim Sassuolo Calcio mit 0:2 und muss nun um den dritten Tabellenplatz bangen, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt. Dabei war die Partie im Mapei-Stadion von Reggio Emilia bereits früh in eine ungünstige Richtung gelenkt worden: Domenico Berardi traf in der fünften Minute zur Führung der Gastgeber, und die Situation verschärfte sich für die Rossoneri, als Fikayo Tomori in der 24. Minute nach einer zweiten gelben Karte vom Platz gestellt wurde. In Unterzahl präsentierte sich Mailand offensiv harmlos – kein einziger Schuss fand den Weg auf das Tor der Heimmannschaft. Armand Laurienté besiegelte mit seinem Treffer zu Beginn der zweiten Halbzeit die Niederlage, die Mailands Serie von nur einem Tor in den letzten fünf Pflichtspielen fortsetzt.
Aus Mailänder Sicht war es eine desaströse Darbietung, die selbst den sonst so abgeklärten Allegri an den Rand der Fassung brachte. Kameras fingen den Trainer nach dem Abpfiff mit Tränen in den Augen ein – ein Bild, das die Anspannung im Verein widerspiegelt. „Wir haben zehn Monate Arbeit nicht einfach wegwerfen dürfen“, klagte Allegri später und verwies auf die bevorstehende Partie in Bergamo gegen Atalanta, die richtungsweisend sein könnte. Beobachter in Turin verfolgten die Ereignisse in Reggio Emilia mit Genugtuung, denn Juventus Turin hatte parallel nur ein Unentschieden gegen den bereits abgestiegenen FC Verona erreicht und liegt nun drei Punkte hinter Mailand auf Rang vier. Der Abstand ist gering, und das direkte Duell der beiden Traditionsklubs steht noch aus.
Italienische Medienkommentatoren ziehen derweil einen größeren Bogen: Luciano Spalletti, Trainer des SSC Neapel, nutzte die Gelegenheit zu einer grundsätzlichen Kritik an Allegris Spielphilosophie. Nach dem torlosen Remis zwischen Mailand und Juve in der Vorwoche hatte Spalletti moniert, dass die Furcht vor Fehlern in der italienischen Liga überwiege – ein Kontrast zu den offenen Halbfinalspielen der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Bayern München. Aus römischer Perspektive wird dies als Symptom einer systemischen Schwäche gesehen: Italienische Teams neigten dazu, Kontrolle über Risiko zu stellen, und würden dadurch auf europäischer Bühne bestraft.
Für die deutschsprachigen Fussballfans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Entwicklung in der Serie A von Interesse, da sowohl Mailand als auch Juventus in der kommenden Saison potenzielle Gegner für die Bundesligisten sein könnten. Sollte Mailand die Qualifikation verpassen, wäre dies ein finanzielles Desaster für den Klub und würde die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Transfermarkt einschränken. Die nächsten Spieltage werden zeigen, ob Allegri seine Mannschaft noch einmal zu stabilisieren vermag oder ob das Team in der entscheidenden Saisonphase auseinanderfällt. Die Partie in Bergamo am zehnten Mai wird zum Prüfstein, der über die Zukunft des Trainers und die Champions-League-Hoffnungen des AC Mailand entscheiden könnte.
Erweitere deinen Horizont
Trump setzt geplante Großangriffe auf Iran aus und knüpft Bedingungen an rasche Einigung
2 Sprachen · 74 Quellen
Aus Economy & MarketsAmazon überschreitet erstmals Marktkapitalisierung von 3 Billionen Dollar
6 Sprachen · 11 Quellen
Aus TechnologyChery Q erhält auf der GIIAS 2026 über 6.000 Vorbestellungen
1 Sprache · 15 Quellen