
Zwei Mitarbeiter nach Erdbeben auf Befehl des Chefs in Ruine zurückgeschickt – beide sterben bei Explosion
Nach einem schweren Erdbeben in der japanischen Präfektur Kumamoto kamen mehrere Menschen ums Leben, darunter zwei Angestellte, die auf Anordnung ihres Vorgesetzten in das Gebäude zurückkehrten.
Am 28. Juli 2026 erschütterte ein starkes Erdbeben die südwestjapanische Präfektur Kumamoto. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji Press erreichte es die Stufe 7 auf der japanischen Intensitätsskala, die BBC berichtete von einer Magnitude 6,8, die taiwanische Hilfsorganisation Tzu Chi von 7,1. In der Stadt Kashima kam es rund eine Stunde nach dem Beben im Einkaufszentrum Aeon Mall Kumamoto zu einer Explosion, bei der mehrere Menschen starben, darunter zwei Angestellte des Einzelhandelsunternehmens Habita Inc.
Die beiden Mitarbeiter hatten das Gebäude nach dem Erdbeben gemeinsam mit Kunden verlassen und sich auf dem Parkplatz in Sicherheit gebracht. Wie Jiji Press unter Berufung auf Unternehmensangaben berichtet, erhielten sie jedoch vom Verkaufsleiter Koji Yuse die Anweisung, um 17:35 Uhr zurückzukehren, um die Tageseinnahmen aus dem Laden im zweiten Stock in einen Safe im Erdgeschoss zu bringen. Kurz darauf ereignete sich die Explosion. Yuse erklärte vor Journalisten: „Wenn ich das Thema der Tageseinnahmen nicht angesprochen hätte, wäre das nie passiert. Ich bedauere, die Folgen nicht vorhergesehen zu haben.“
Bei einem der Opfer handelt es sich um die 22-jährige Kurumi Otake. Ihre Familie erklärte der Unternehmensführung auf der Trauerfeier, man werde dem Unternehmen „nie verzeihen“, wie mit der Sache vertraute Kreise Jiji Press mitteilten. Die Identität des zweiten getöteten Angestellten wurde nicht veröffentlicht. In einem weiteren Fall starb eine 39-jährige Filialleiterin eines Bekleidungsgeschäfts in demselben Einkaufszentrum. Ihr Ehemann, der nach dem Beben noch mit ihr telefoniert hatte, sagte der Zeitung Yomiuri Shimbun, er bereue, sie nicht aufgefordert zu haben, nicht zurückzukehren.
Die genaue Explosionsursache ist noch ungeklärt. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi besuchte das Katastrophengebiet und kündigte an, das Beben als „Katastrophe extremen Ausmaßes“ einzustufen, um zusätzliche Staatshilfen freizugeben. Die Zahl der Todesopfer durch das Erdbeben und seine Folgen wird von den Behörden mit 38 angegeben. Die Ermittlungen zu dem Unglück in der Aeon Mall dauern an.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Japanisch-koreanische Presse | +0.30 | aligned |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Habita gave an inappropriate order that caused the deaths of two workers. Blame lies with management, which prioritized money over safety.
Presents the incident as a reckless managerial decision, personalizing responsibility in the company, without delving into earthquake circumstances or government actions.
Omits the prime minister's visit and government support measures, and ignores personal stories of victims and their families.
The Japanese government, with Prime Minister Takaichi at the forefront, is effectively managing the crisis and ensuring assistance to survivors.
Emphasizes government actions through the figure of the prime minister, creating a narrative of efficiency and care, while omitting details about victims caused by the company order.
Completely omits the employer's order that led to the fatal explosion, the company's responsibility, and Habita's formal apology.
The incident has two causes: the company order and the earthquake aftermath. Japanese authorities are acting to provide aid and designate the disaster.
Reports facts without emotional emphasis, allowing the reader to form their own judgment, balancing the narrative between corporate responsibility and government response.
Does not delve into the human and personal dimension of the victims (such as the husband's story present in other sources), nor critically assesses the adequacy of the government response.
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