
Marokkanische Fußballspielerin ertrinkt bei Versuch, Ceuta zu erreichen
Die 20-jährige Faten Ben Amar El Azizi starb bei der gefährlichen Überfahrt; marokkanischen Medien zufolge wurde ihr Visum für Spanien am selben Tag ausgestellt.
Eine marokkanische Fußballspielerin ist beim Versuch, schwimmend die spanische Exklave Ceuta zu erreichen, ums Leben gekommen. Die 20-jährige Faten Ben Amar El Azizi, die für den Klub Maghreb Atlético Tétouan spielte, ertrank nach übereinstimmenden Berichten in den Gewässern vor der nordafrikanischen Küste.
Ihr Verein teilte mit, die junge Frau habe „weder Ruhm noch Abenteuer gesucht, sondern ein besseres Leben und eine Zukunft, die sie auf der anderen Seite der Grenze erwartete“. Der Versuch, nach Ceuta zu gelangen, sei der Wunsch gewesen, eine „neue Tür“ in die Zukunft zu öffnen.
Marokkanische Medien berichten, dass die Spielerin mehrfach vergeblich ein Visum für Spanien beantragt hatte. Am Tag ihres Todes sei schließlich die Bewilligung erteilt worden, doch die Nachricht habe sie nicht mehr erreicht. Eine offizielle Bestätigung der spanischen Behörden für diesen Vorgang liegt nicht vor.
Die Beisetzung fand unter großer Anteilnahme in Tétouan statt. Der marokkanische Berufsfußballerverband sprach der Familie, den Angehörigen und dem Klub sein Beileid aus.
Der Vorfall ereignete sich im Kontext einer massiven Migrationsbewegung Richtung Ceuta. Die Angaben zur Gesamtzahl der Todesopfer in diesem Zusammenhang gehen auseinander: Während spanische Behörden zunächst von 67 Opfern sprachen, nennen andere Quellen 72, 86 oder bis zu 90 Tote. Zehntausende Menschen hatten in den Tagen zuvor versucht, die Grenze zu überwinden; ein Großteil kehrte nach Marokko zurück.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | −0.30 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.50 | critical |
Wir nehmen die Statistik zur Kenntnis, aber auch die menschliche Geschichte; die Tragödie ist eine von vielen, aber wir erinnern uns an den Einzelnen.
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