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Ausgabe von 06:00 CETSonntag, 9. August 2026
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Samstag, 9. Mai 2026

Messi fordert Neymars WM-Teilnahme – und warnt vor Frankreichs Übermacht

Lionel Messi spricht sich für die Rückkehr des verletzungsgeplagten Neymar in Brasiliens WM-Kader aus, warnt aber zugleich vor der Stärke Frankreichs und Spaniens.

Die vielleicht überraschendste Fürsprache für Brasiliens größtes Fragezeichen vor der Weltmeisterschaft kommt ausgerechnet aus Argentinien. Lionel Messi, der Kapitän des Titelverteidigers, hat sich öffentlich für die Nominierung Neymars ausgesprochen – und damit eine Debatte befeuert, die Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti bislang mit großer Vorsicht führt. Aus argentinischer Sicht mag dies als Geste der Fairness erscheinen; in Wahrheit aber verrät der Vorstoß des achtmaligen Weltfußballers mehr über den Zustand des südamerikanischen Fußballs, als es jede Statistik könnte.

Neymar, Brasiliens Rekordtorschütze mit 79 Treffern, hat seit seiner schweren Knieverletzung im Oktober 2023 kein Länderspiel mehr bestritten. Seit seiner Rückkehr zum FC Santos schwankt seine Form, und Ancelotti hat wiederholt betont, dass der Stürmer nur bei hundertprozentiger körperlicher Bereitschaft in den Kader für die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko berufen werde. Messi, der einst mit Neymar beim FC Barcelona spielte, räumt im Interview mit dem Programm „Lo del Pollo“ ein, dass er in dieser Frage nicht objektiv sein könne: „Neymar ist ein Freund. Aber unabhängig von seiner Form gehört er zu den besten der Welt. Es wäre großartig, ihn in einem WM-Turnier zu sehen, das er für Brasilien so sehr verkörpert.“ Aus europäischer Perspektive mag diese emotionale Bindung überraschen – doch sie unterstreicht das Vertrauen Messis in individuelle Klasse, die er selbst über taktische Bedenken stellt.

Doch Messi blickt nicht nur auf Brasiliens Probleme. In demselben Gespräch warnt er eindringlich vor der Konkurrenz, der sich Argentinien auf dem Weg zur Titelverteidigung stellen müsse. Besonders Frankreich und Spanien, so der 38-Jährige, befänden sich „in einer hervorragenden Verfassung“ und verfügten über Kadertiefe, die den Weltmeister herausfordern werde. Aus Pariser Sicht mag dies als Respektbekundung eines Rivalen gelten; gleichzeitig zeigt es, wie sehr die Verletzungssorgen im eigenen Team – etwa um Ángel Di María oder andere Stützen – den Optimismus der Albiceleste dämpfen. Messi selbst gibt sich kämpferisch: „Ich liebe es, Fußball zu spielen, und werde weitermachen, bis ich nicht mehr kann. Verlieren kann ich nicht – nicht einmal gegen meinen Sohn bei Videospielen.“ Eine Retirementsfrist will er nicht setzen, und sein Ehrgeiz scheint ungebrochen.

Blickt man auf die Gesamtlage vor dem Turnier, so ergeben sich weitreichende Implikationen für die mitteleuropäischen Verbände. Deutschland, Österreich und die Schweiz, die alle um eine Überraschung kämpfen müssen, beobachten die südamerikanischen Rivalen mit Sorge: Sollte Neymar tatsächlich rechtzeitig fit werden, könnte Brasilien zu einem noch schwerer kalkulierbaren Gegner werden – und Argentinien bleibt ohnehin das Maß aller Dinge. Messis Plädoyer für Neymar ist ebenso Ausdruck persönlicher Verbundenheit wie ein taktisches Signal: Der Weltfußballer hält den Rivalen für so stark, dass er ihn auf dem Platz sehen will, um ihn schlagen zu können. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Ancelotti diesem Wunsch folgt – oder ob Brasiliens Medizinabteilung das letzte Wort behält.

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Messi fordert Neymars WM-Teilnahme – und warnt vor Frankreichs Übermacht

Lionel Messi spricht sich für die Rückkehr des verletzungsgeplagten Neymar in Brasiliens WM-Kader aus, warnt aber zugleich vor der Stärke Frankreichs und Spaniens.

Die vielleicht überraschendste Fürsprache für Brasiliens größtes Fragezeichen vor der Weltmeisterschaft kommt ausgerechnet aus Argentinien. Lionel Messi, der Kapitän des Titelverteidigers, hat sich öffentlich für die Nominierung Neymars ausgesprochen – und damit eine Debatte befeuert, die Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti bislang mit großer Vorsicht führt. Aus argentinischer Sicht mag dies als Geste der Fairness erscheinen; in Wahrheit aber verrät der Vorstoß des achtmaligen Weltfußballers mehr über den Zustand des südamerikanischen Fußballs, als es jede Statistik könnte.

Neymar, Brasiliens Rekordtorschütze mit 79 Treffern, hat seit seiner schweren Knieverletzung im Oktober 2023 kein Länderspiel mehr bestritten. Seit seiner Rückkehr zum FC Santos schwankt seine Form, und Ancelotti hat wiederholt betont, dass der Stürmer nur bei hundertprozentiger körperlicher Bereitschaft in den Kader für die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko berufen werde. Messi, der einst mit Neymar beim FC Barcelona spielte, räumt im Interview mit dem Programm „Lo del Pollo“ ein, dass er in dieser Frage nicht objektiv sein könne: „Neymar ist ein Freund. Aber unabhängig von seiner Form gehört er zu den besten der Welt. Es wäre großartig, ihn in einem WM-Turnier zu sehen, das er für Brasilien so sehr verkörpert.“ Aus europäischer Perspektive mag diese emotionale Bindung überraschen – doch sie unterstreicht das Vertrauen Messis in individuelle Klasse, die er selbst über taktische Bedenken stellt.

Doch Messi blickt nicht nur auf Brasiliens Probleme. In demselben Gespräch warnt er eindringlich vor der Konkurrenz, der sich Argentinien auf dem Weg zur Titelverteidigung stellen müsse. Besonders Frankreich und Spanien, so der 38-Jährige, befänden sich „in einer hervorragenden Verfassung“ und verfügten über Kadertiefe, die den Weltmeister herausfordern werde. Aus Pariser Sicht mag dies als Respektbekundung eines Rivalen gelten; gleichzeitig zeigt es, wie sehr die Verletzungssorgen im eigenen Team – etwa um Ángel Di María oder andere Stützen – den Optimismus der Albiceleste dämpfen. Messi selbst gibt sich kämpferisch: „Ich liebe es, Fußball zu spielen, und werde weitermachen, bis ich nicht mehr kann. Verlieren kann ich nicht – nicht einmal gegen meinen Sohn bei Videospielen.“ Eine Retirementsfrist will er nicht setzen, und sein Ehrgeiz scheint ungebrochen.

Blickt man auf die Gesamtlage vor dem Turnier, so ergeben sich weitreichende Implikationen für die mitteleuropäischen Verbände. Deutschland, Österreich und die Schweiz, die alle um eine Überraschung kämpfen müssen, beobachten die südamerikanischen Rivalen mit Sorge: Sollte Neymar tatsächlich rechtzeitig fit werden, könnte Brasilien zu einem noch schwerer kalkulierbaren Gegner werden – und Argentinien bleibt ohnehin das Maß aller Dinge. Messis Plädoyer für Neymar ist ebenso Ausdruck persönlicher Verbundenheit wie ein taktisches Signal: Der Weltfußballer hält den Rivalen für so stark, dass er ihn auf dem Platz sehen will, um ihn schlagen zu können. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Ancelotti diesem Wunsch folgt – oder ob Brasiliens Medizinabteilung das letzte Wort behält.

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