
Mexikos Öleinnahmen schrumpfen: Steuerreform und Produktionsrückgang belasten den Fiskus
Die fiskalische Bedeutung des staatlichen Ölkonzerns Pemex ist auf vier Prozent gesunken – eine Kombination aus Steuersenkungen, sinkender Förderung und wachsendem Kraftstoffschmuggel.
Der Beitrag der staatlichen Erdöl- und Erdgaseinnahmen zum mexikanischen Steueraufkommen ist auf vier Prozent gefallen, wie die Zeitungen El Norte und Reforma unter Berufung auf Spezialisten berichten. Im Jahr 2019 hatte dieser Anteil noch bei 10,9 Prozent gelegen. Nach einem zeitweiligen Anstieg auf rund 13 Prozent im Jahr 2022, als die hohen Rohölpreise infolge des Ukraine-Konflikts die Exporte verteuerten, setzte ein stetiger Rückgang ein. Die Ursachen dafür liegen nach Einschätzung der Analysten in zwei Entwicklungen: der schrittweisen Senkung und schließlichen Abschaffung des sogenannten Derecho por Utilidad Compartida (DUC), den Pemex für die Förderung und den Verkauf von Öl und Gas entrichten musste, sowie dem Rückgang der Förder- und Exportmengen.
Ende 2024 wurde ein neues Steuerregime für Pemex verkündet, das den DUC durch den „Derecho Petrolero para el Bienestar“ ersetzt. Katherine Olvera, Energieexpertin am Centro de Investigación Económica y Presupuestaria (CIEP), erläuterte, der wichtigste Unterschied liege im Steuersatz: „Dieser sank im Jahr 2025 auf 30 Prozent, und diese Änderung bedeutet, dass Pemex der Regierung weniger Einnahmen liefert, weil der Satz niedriger ist.“ Hinzu kommt die Entscheidung der Regierung, einen wachsenden Teil des geförderten Rohöls nicht zu exportieren, sondern in die neue Raffinerie in Dos Bocas zu leiten. Víctor Manuel Herrera von Miranda Ratings Advisory wörtlich im Original: „De repente el Gobierno dijo: ‚Voy a construir la Refinería de Dos Bocas y voy a dejar de exportar para producir gasolina dentro de México.‘“ Das Problem sei, dass man Öl, das sich gut verkaufen ließe, zu einer Raffinerie schicke, die Geld verliere.
Ein weiterer Faktor, der die fiskalische Lage zusätzlich belastet, ist der weit verbreitete Kraftstoffschmuggel, das sogenannte Huachicol Fiscal. Nach Schätzungen des US-Finanzministeriums, zitiert von der Los Angeles Times, könnte ein Viertel bis ein Drittel des in Mexiko verkauften Treibstoffs illegal sein. Der Schmuggel, bei dem in den USA legal gekauftes Benzin und Diesel unter gefälschten Papieren nach Mexiko eingeführt werden, um Steuern zu hinterziehen, hat sich zur zweitgrößten Einnahmequelle der Kartelle entwickelt. Allein der operative Schaden durch die traditionelle, physische Ölentnahme aus Pipelines („Huachicol“) belief sich laut dem jüngsten Finanzbericht von Pemex im zweiten Quartal auf 9,18 Milliarden Pesos – ein Verlust von 101 Millionen Pesos pro Tag, wie El Universal berichtet. Marcial Díaz Ibarra, Berater von QUA Energy, bezeichnete die Lage als „dreifachen Verlust“: Er entwerte das Produkt für Pemex, entziehe dem Staat wichtige Steuern (IEPS und IVA) und schwäche die Investitionsfähigkeit des Konzerns.
Die Analysten fordern eine grundlegende Reform des Geschäftsmodells von Pemex. Mauricio González vom Nationalen Komitee für Wirtschaftsstudien des IMEF betonte die Notwendigkeit einer Reform, da Pemex angesichts des Ziels der Selbstversorgung mit raffinierten Kraftstoffen eine wachsende Belastung für den Bundeshaushalt darstelle. Ein konkreter nächster fiskalischer Meilenstein ist aus den vorliegenden Berichten nicht absehbar; die weitere Entwicklung wird wesentlich davon abhängen, ob die Regierung ihre Raffineriestrategie anpasst und die Bekämpfung des Kraftstoffschmuggels intensiviert.
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.70 | critical |
Pemex hat es versäumt, seinen Steuerbeitrag aufrechtzuerhalten und den Treibstoffdiebstahl zu stoppen, was eine Führungskrise offenbart.
Die zeitliche Abfolge der Daten (2019, 2020, 2022) zeigt einen fortschreitenden Rückgang, während Expertenmeinungen die strukturelle Verschlechterung bestätigen. Der argentinische Artikel über Exportabgaben bringt eine thematische Abweichung innerhalb des Blocks.
Jeder Hinweis auf Treibstoffschmuggel aus den USA fehlt, der stattdessen im Mittelpunkt der atlantischen Berichterstattung steht.
Öl ist ein trügerischer Segen: Es bringt sofortigen Reichtum, schafft aber Abhängigkeit und Verletzlichkeit.
Analogien (Hochwasser) und Kontraste werden verwendet, um die Vergänglichkeit der Öleinnahmen hervorzuheben und zu strategischem Nachdenken einzuladen.
Jede Analyse der Auswirkungen von Kraftstoffdiebstahl oder mexikanischer Politik fehlt, der Fokus liegt ausschließlich auf New Mexico.
Kartelle nutzen den mexikanischen Treibstoffmarkt aus, untergraben die Wirtschaft und Sicherheit, und das Problem ist weitaus schwerwiegender als offizielle Zahlen vermuten lassen.
Dramatische Statistiken (ein Drittel) und die Verbindung zur Kartellfinanzierung erzeugen ein Gefühl von Krise und Dringlichkeit.
Jede Diskussion über die Gründe für die DUC-Kürzung oder die mexikanische Fiskalpolitik fehlt, der Fokus liegt ausschließlich auf Schmuggel und Kriminalität.
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