
Mexikos perfekter Auftakt: Südkorea und Tschechien ringen um den zweiten Platz
Mit zwei Siegen und ohne Gegentor hat der Gastgeber das Achtelfinale bereits sicher – am letzten Spieltag entscheidet sich, wer als Gruppenzweiter folgt.
Der Gastgeber Mexiko hat die erste Hürde der WM 2026 mit einer bislang unerreichten Perfektion genommen. Nach einem 2:0 zum Turnierauftakt gegen Südafrika – Julián Quiñones und Raúl Jiménez trafen – und einem kontrollierten 1:0 gegen Südkorea durch Luis Romo steht das Team von Javier Aguirre mit sechs Punkten und ohne Gegentor als Gruppensieger des Abschnitts A fest. Nie zuvor gelang der mexikanischen Nationalmannschaft in einer WM-Vorrunde eine Bilanz von neun Punkten; die abschließende Partie gegen Tschechien bietet die Gelegenheit, dieses historische Ziel zu erreichen.
Die Ausgangslage für die übrigen drei Mannschaften ist dagegen von Dringlichkeit geprägt. Südkorea belegt mit drei Zählern den zweiten Rang, gewann zum Start 2:1 gegen Tschechien – Hwang und Oh Hyeon-gyu drehten die Partie – und unterlag Mexiko knapp. Ein Unentschieden im Parallelspiel gegen Südafrika genügt den Asiaten dank des direkten Vergleichs mit Tschechien, um den zweiten Platz zu behaupten. Tschechien wiederum, das nach der Niederlage gegen Südkorea nur ein 1:1 gegen Südafrika erreichte (Michal Sadílek traf, Teboho Mokoena glich per Strafstoß aus), muss Mexiko besiegen und zugleich auf einen Ausgang im anderen Spiel hoffen, der ihnen das Weiterkommen als Zweiter oder als einer der besten Gruppendritten ermöglicht.
Südafrika, mit einem Punkt Tabellenletzter, steht vor der schwierigsten Aufgabe. Nur ein eigener Sieg gegen Südkorea hält die Chance auf das Achtelfinale offen; selbst dann ist das Team von Hugo Broos auf Schützenhilfe angewiesen. Die bisherigen Auftritte der Südafrikaner blieben blass, einzig der verwandelte Elfmeter Mokoenas gegen Tschechien brachte einen Lichtblick. Südkorea hingegen zeigte in Phasen ansehnlichen Kombinationsfußball, angetrieben von Lee Kang-in und dem erfahrenen Son Heung-min, und verfügt mit der stabilen Defensive um Kim Min-jae über ein solides Fundament.
Aus mexikanischer Sicht richtet sich der Blick bereits auf die K.-o.-Runde. Aguirre kündigte Rotationen an; die lokalen Medien spekulieren über einen Einsatz des 40-jährigen Guillermo Ochoa, der nach dem Turnier seine Nationalmannschaftskarriere beenden wird und im Estadio Azteca eine emotionale Verabschiedung erhalten könnte. Gleichzeitig soll Stürmer Santiago Giménez nach überstandener Knöcheloperation Spielpraxis sammeln, während Raúl Jiménez geschont wird. Die Begegnung mit Tschechien, die 1962 in Chile letztmals aufeinandertrafen (3:1 für Mexiko), wird damit zu einer Mischung aus Pflicht und Prestige.
Die Entscheidungen fallen am Mittwochabend zeitgleich: Südkorea gegen Südafrika im Estadio BBVA von Monterrey unter der Leitung des Argentiniers Facundo Tello, Mexiko gegen Tschechien im Azteca-Stadion mit Yael Falcón Pérez als Schiedsrichter. Für den Gruppenzweiten geht es im Achtelfinale gegen den Zweiten des Abschnitts A – ein kurioses Los, das die Bedeutung eines erfolgreichen Abschlusses noch unterstreicht. Mexiko trifft als Erster auf einen der besten Gruppendritten aus den Gruppen C, E, F, H oder I.
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