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Wissenschaft & GesundheitMontag, 3. August 2026

Nach irreführenden Social-Media-Beiträgen: Italienische Behörden und Mediziner warnen vor Sonnenschutz-Mythen

Eine Ärztin und ein Rapper verbreiteten in sozialen Netzwerken unbelegte Behauptungen über die angebliche Schädlichkeit von Sonnencremes; das Gesundheitsministerium und das Istituto Superiore di Sanità reagierten mit Informationskampagnen.

Am 26. Juli veröffentlichte die Ärztin Debora Rasio auf Instagram und Facebook ein Video, in dem sie unter anderem behauptete, die Sonne verursache kein Melanom und Sonnencremes böten keinen Schutz vor Hautkrebs. Zur Untermauerung zitierte sie Studien aus den Jahren 1986 und 2014, die jedoch – wie das Portal Il Post darlegte – das Gegenteil ihrer Thesen belegen: Sie zeigen, dass gerade intensive, intermittierende Sonnenexposition das Melanomrisiko erhöht. Wenig später erklärte der Rapper Salmo in einem Video, er habe Hautkrebs (ein Basalzellkarzinom) und führte dies auf die Verwendung von Sonnencreme zurück.

Die wissenschaftliche Faktenlage ist eindeutig. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft ultraviolette Strahlung als Karzinogen ein. Die Weltgesundheitsorganisation und andere führende Gesundheitsinstitutionen betonen die Notwendigkeit von Sonnenschutz, um das Risiko von Hauttumoren zu senken. Als Reaktion auf die irreführenden Beiträge haben das italienische Gesundheitsministerium und das Istituto Superiore di Sanità eigene Aufklärungskampagnen zu den Gefahren falscher Sonnenexposition gestartet.

Der Chirurg Andrea Faraci vom Ospedale San Raffaele in Mailand, der jährlich über 800 dermatologische Eingriffe vornimmt, bestätigt aus der klinischen Praxis den Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautkrebs. Die grosse Mehrheit der entfernten Läsionen seien Basaliome, deren Auftreten eng mit der Sonnenexpositionsgeschichte der Patienten korreliere. Faraci warnt vor Botschaften in sozialen Medien, die die Risiken verharmlosen oder den Nutzen von Sonnencremes in Frage stellen, und rät zu einer jährlichen digitalen Muttermalkartierung ab dem 18. bis 20. Lebensjahr.

Der Dermatologe Antonino Di Pietro, Direktor des Istituto Dermoclinico Vita Cutis in Mailand, zieht eine Parallele zur Internet-Mode des ‚Anal Sunning‘, bei der das Gesäss der Sonne ausgesetzt wird – ohne jeden wissenschaftlichen Beleg für angebliche energetische oder spirituelle Vorteile. Ähnlich verhalte es sich mit der aktuellen Fehlinformation: Übermässige und wiederholte UV-Exposition erhöhe nachweislich das Hautkrebsrisiko und beschleunige die Hautalterung. Sonnenschutz bedeute nicht Angst vor der Sonne, sondern respektvollen Umgang mit ihr.

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Montag, 3. August 2026

Nach irreführenden Social-Media-Beiträgen: Italienische Behörden und Mediziner warnen vor Sonnenschutz-Mythen

Eine Ärztin und ein Rapper verbreiteten in sozialen Netzwerken unbelegte Behauptungen über die angebliche Schädlichkeit von Sonnencremes; das Gesundheitsministerium und das Istituto Superiore di Sanità reagierten mit Informationskampagnen.

Am 26. Juli veröffentlichte die Ärztin Debora Rasio auf Instagram und Facebook ein Video, in dem sie unter anderem behauptete, die Sonne verursache kein Melanom und Sonnencremes böten keinen Schutz vor Hautkrebs. Zur Untermauerung zitierte sie Studien aus den Jahren 1986 und 2014, die jedoch – wie das Portal Il Post darlegte – das Gegenteil ihrer Thesen belegen: Sie zeigen, dass gerade intensive, intermittierende Sonnenexposition das Melanomrisiko erhöht. Wenig später erklärte der Rapper Salmo in einem Video, er habe Hautkrebs (ein Basalzellkarzinom) und führte dies auf die Verwendung von Sonnencreme zurück.

Die wissenschaftliche Faktenlage ist eindeutig. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft ultraviolette Strahlung als Karzinogen ein. Die Weltgesundheitsorganisation und andere führende Gesundheitsinstitutionen betonen die Notwendigkeit von Sonnenschutz, um das Risiko von Hauttumoren zu senken. Als Reaktion auf die irreführenden Beiträge haben das italienische Gesundheitsministerium und das Istituto Superiore di Sanità eigene Aufklärungskampagnen zu den Gefahren falscher Sonnenexposition gestartet.

Der Chirurg Andrea Faraci vom Ospedale San Raffaele in Mailand, der jährlich über 800 dermatologische Eingriffe vornimmt, bestätigt aus der klinischen Praxis den Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautkrebs. Die grosse Mehrheit der entfernten Läsionen seien Basaliome, deren Auftreten eng mit der Sonnenexpositionsgeschichte der Patienten korreliere. Faraci warnt vor Botschaften in sozialen Medien, die die Risiken verharmlosen oder den Nutzen von Sonnencremes in Frage stellen, und rät zu einer jährlichen digitalen Muttermalkartierung ab dem 18. bis 20. Lebensjahr.

Der Dermatologe Antonino Di Pietro, Direktor des Istituto Dermoclinico Vita Cutis in Mailand, zieht eine Parallele zur Internet-Mode des ‚Anal Sunning‘, bei der das Gesäss der Sonne ausgesetzt wird – ohne jeden wissenschaftlichen Beleg für angebliche energetische oder spirituelle Vorteile. Ähnlich verhalte es sich mit der aktuellen Fehlinformation: Übermässige und wiederholte UV-Exposition erhöhe nachweislich das Hautkrebsrisiko und beschleunige die Hautalterung. Sonnenschutz bedeute nicht Angst vor der Sonne, sondern respektvollen Umgang mit ihr.

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