
Netanyahu nach Trump-Treffen: Iran-Atomziel „diplomatisch oder auf andere Weise“ erreichen
Bei einem nicht öffentlichen Treffen im Weißen Haus betonten beide Seiten die gemeinsame Verpflichtung, eine nukleare Bewaffnung Irans zu verhindern; der israelische Premier zeigte sich jedoch skeptisch gegenüber einer Einigung mit Teheran.
Nach einem rund neunzigminütigen Gespräch mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein gemeinsames strategisches Ziel beider Länder bekräftigt: Iran müsse daran gehindert werden, Atomwaffen zu erlangen. Dies werde, so Netanjahu in einem späteren Interview mit Fox News, entweder durch Diplomatie oder auf anderem Wege sichergestellt. Das Treffen, das achte dieser Art seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus, beschrieb Netanjahu als „eines der besten“ mit dem amerikanischen Präsidenten und betonte die umfassende Partnerschaft und das gemeinsame Verständnis.
In dem Fox-Interview äußerte Netanjahu deutliche Zweifel an der Möglichkeit eines Abkommens mit Teheran: „Jedes Mal, wenn eine Einigung näher rückt, greifen die Hardliner Schiffe in der Straße von Hormus an.“ Für den Fall eines iranischen Angriffs, sei es direkt oder über Stellvertreter, kündigte er eine Antwort Israels „mit gewaltiger Härte“ an. Zudem erklärte der Premier, jene, die nach Rissen im amerikanisch-israelischen Bündnis gesucht hätten, seien auf eine „Wand aus Granit“ gestoßen.
Das Treffen, zu dem die Presse nicht zugelassen war, fand unter Beteiligung hochrangiger Vertreter beider Seiten statt; auf amerikanischer Seite nahmen unter anderem Vizepräsident J. D. Vance, Außenminister Marco Rubio, CIA-Direktor John Ratcliffe und Nahost-Gesandter Steve Witkoff teil. Es folgte auf monatelange Spannungen zwischen Washington und Jerusalem, die im April mit der Aushandlung einer Waffenruhe zwischen den USA und Iran ihren Tiefpunkt erreicht hatten. Nach dem Scheitern dieser Waffenruhe am 7. Juli und der Wiederaufnahme direkter Militärschläge zwischen Washington und Teheran, von denen Israel weitgehend verschont blieb, sind die gegenseitigen Angriffe seit Freitagnacht ausgesetzt. Wenige Stunden vor dem Treffen hatte Israels Verteidigungsminister Yisrael Katz erklärt, Israel habe eigentlich Energieanlagen Irans angreifen wollen, die USA hätten dies jedoch nicht erlaubt.
Das Weiße Haus bezeichnete die Unterredung als „positiv und konstruktiv“, und Präsident Trump selbst nannte sie gegenüber Reportern „sehr gut“. Während Washington bekräftigte, der Diplomatie eine Chance geben zu wollen, blieb Netanjahu bei seiner skeptischen Haltung. Über konkrete nächste Schritte wurde zunächst nichts bekannt.
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.40 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.60 | aligned |
The Iranian press presents the Netanyahu-Trump meeting as an attempt to mask disagreements, highlighting Netanyahu's enthusiasm and the 'granite wall' rhetoric to cover Israel's isolation. It emphasizes skepticism toward any deal with Iran, interpreted as proof of Israeli intransigence. The focus is on the threat of an Israeli military response.
The Arab Levant press reports Netanyahu's statements with alarmed tones, underlining his skepticism toward a deal with Iran and the threat of massive retaliation. The unity of purpose with Trump is highlighted, but interpreted as a push toward conflict rather than diplomacy. The emphasis is on the lack of trust in any peaceful solution.
The Atlanticist press celebrates the meeting as a diplomatic success, emphasizing the unity between Israel and the United States. The 'granite wall' metaphor is used to underline the alliance's strength. The common goal of preventing Iran from obtaining nuclear weapons is presented, leaving open both diplomatic and other avenues.
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