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Gesellschaft & KulturDonnerstag, 11. Juni 2026

Neuanfang in Kopenhagen: Mexikanischer Koch übernimmt Noma nach Redzepis Rücktritt

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Gründer René Redzepi eröffnet das legendäre Restaurant Noma im August mit dem Mexikaner Pablo Soto als neuem Küchenchef.

Das weltbekannte Kopenhagener Restaurant Noma beginnt ein neues Kapitel: Nachdem Gründer René Redzepi im März nach Vorwürfen von 35 ehemaligen Mitarbeitern über Gewalt und Mobbing zurückgetreten war, übernimmt der mexikanische Koch Pablo Soto die Küchenleitung. Soto, der zuvor in führenden Positionen in der internationalen Gastronomieszene tätig war, wird das Haus ab August führen. Redzepi selbst räumte in einem Interview mit der dänischen Zeitung Berlingske ein, „ein Idiot gewesen zu sein“ und Mitarbeiter gestoßen und angeschrien zu haben, bestritt jedoch die Vorwürfe systematischer Gewalt. Er bleibt dem Restaurant als kreativer Chef erhalten, zieht sich aber aus dem operativen Tagesgeschäft zurück.

Aus skandinavischer Perspektive markiert der Führungswechsel einen tiefgreifenden Wandel in der Branche. Noma, das 2024 vorübergehend schloss, hatte die nordische Küche weltweit bekannt gemacht. Die Vorwürfe gegen Redzepi führten zu einer breiten Debatte über Arbeitsbedingungen in Spitzenrestaurants. In Dänemark und ganz Skandinavien wird der Neuanfang genau beobachtet: Kann Soto eine neue, respektvollere Kultur etablieren, ohne den kreativen Geist des Hauses zu verlieren?

In Mexiko und der spanischsprachigen Welt wird Sotos Ernennung als Triumph gefeiert. Der Koch, der seine Karriere in Mexiko begann, steht nun an der Spitze eines der einflussreichsten Restaurants der Welt. Medien wie Excelsior und El Universal betonen die symbolische Bedeutung: Ein Mexikaner führt ein nordisches Spitzenrestaurant – ein Zeichen für die zunehmende Globalisierung der Haute Cuisine. Soto selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich zu seinen Plänen, doch Beobachter erwarten, dass er regionale Zutaten und Techniken aus seiner Heimat einbringen wird.

Für das deutschsprachige Publikum ist die Entwicklung relevant, weil Noma als Maßstab für innovative Gastronomie gilt. Deutsche, österreichische und Schweizer Köche haben sich oft an Redzepis Stil orientiert. Der Führungswechsel könnte neue Impulse für die hiesige Spitzengastronomie geben. Zudem zeigt der Fall, wie wichtig ethische Standards in der Branche werden – ein Thema, das auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend diskutiert wird. Die Wiedereröffnung im August wird daher nicht nur in Kopenhagen, sondern international mit Spannung erwartet.

Divergenz — wer erzählt sie wie
50%Mittel
2 Blöcke · Positionen von −0.40 bis +0.60
KritischWohlwollend
EURLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Kontinentaleuropäische Presse−0.40critical
Lateinamerikanische Presse+0.60aligned
Kontinentaleuropäische Presse−0.40

Die nordische Presse konzentriert sich auf die Vorwürfe von Gewalt und Mobbing gegen Redzepi, berichtet aber auch über sein teilweises Eingeständnis, 'ein Idiot' gewesen zu sein. Im Fokus stehen sein Ausscheiden bei Noma und die neue Ausrichtung des Restaurants, mit kritischem, aber gemäßigtem Ton, ohne Triumphalismus.

EmpörungPragmatismus
Lateinamerikanische Presse+0.60

Latin American press celebrates the rise of Mexican chef Pablo Soto to lead Noma, presenting it as a victory for Mexican cuisine and a sign of positive change. Allegations against Redzepi are mentioned briefly, but the emphasis is on the new beginning and regional pride.

TriumphPaternalismus
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Donnerstag, 11. Juni 2026

Neuanfang in Kopenhagen: Mexikanischer Koch übernimmt Noma nach Redzepis Rücktritt

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Gründer René Redzepi eröffnet das legendäre Restaurant Noma im August mit dem Mexikaner Pablo Soto als neuem Küchenchef.

Das weltbekannte Kopenhagener Restaurant Noma beginnt ein neues Kapitel: Nachdem Gründer René Redzepi im März nach Vorwürfen von 35 ehemaligen Mitarbeitern über Gewalt und Mobbing zurückgetreten war, übernimmt der mexikanische Koch Pablo Soto die Küchenleitung. Soto, der zuvor in führenden Positionen in der internationalen Gastronomieszene tätig war, wird das Haus ab August führen. Redzepi selbst räumte in einem Interview mit der dänischen Zeitung Berlingske ein, „ein Idiot gewesen zu sein“ und Mitarbeiter gestoßen und angeschrien zu haben, bestritt jedoch die Vorwürfe systematischer Gewalt. Er bleibt dem Restaurant als kreativer Chef erhalten, zieht sich aber aus dem operativen Tagesgeschäft zurück.

Aus skandinavischer Perspektive markiert der Führungswechsel einen tiefgreifenden Wandel in der Branche. Noma, das 2024 vorübergehend schloss, hatte die nordische Küche weltweit bekannt gemacht. Die Vorwürfe gegen Redzepi führten zu einer breiten Debatte über Arbeitsbedingungen in Spitzenrestaurants. In Dänemark und ganz Skandinavien wird der Neuanfang genau beobachtet: Kann Soto eine neue, respektvollere Kultur etablieren, ohne den kreativen Geist des Hauses zu verlieren?

In Mexiko und der spanischsprachigen Welt wird Sotos Ernennung als Triumph gefeiert. Der Koch, der seine Karriere in Mexiko begann, steht nun an der Spitze eines der einflussreichsten Restaurants der Welt. Medien wie Excelsior und El Universal betonen die symbolische Bedeutung: Ein Mexikaner führt ein nordisches Spitzenrestaurant – ein Zeichen für die zunehmende Globalisierung der Haute Cuisine. Soto selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich zu seinen Plänen, doch Beobachter erwarten, dass er regionale Zutaten und Techniken aus seiner Heimat einbringen wird.

Für das deutschsprachige Publikum ist die Entwicklung relevant, weil Noma als Maßstab für innovative Gastronomie gilt. Deutsche, österreichische und Schweizer Köche haben sich oft an Redzepis Stil orientiert. Der Führungswechsel könnte neue Impulse für die hiesige Spitzengastronomie geben. Zudem zeigt der Fall, wie wichtig ethische Standards in der Branche werden – ein Thema, das auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend diskutiert wird. Die Wiedereröffnung im August wird daher nicht nur in Kopenhagen, sondern international mit Spannung erwartet.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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Die nordische Presse konzentriert sich auf die Vorwürfe von Gewalt und Mobbing gegen Redzepi, berichtet aber auch über sein teilweises Eingeständnis, 'ein Idiot' gewesen zu sein. Im Fokus stehen sein Ausscheiden bei Noma und die neue Ausrichtung des Restaurants, mit kritischem, aber gemäßigtem Ton, ohne Triumphalismus.

EmpörungPragmatismus
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Latin American press celebrates the rise of Mexican chef Pablo Soto to lead Noma, presenting it as a victory for Mexican cuisine and a sign of positive change. Allegations against Redzepi are mentioned briefly, but the emphasis is on the new beginning and regional pride.

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