
Neue Militärpläne gegen Iran: Trump erwägt ‚kurze und mächtige‘ Angriffswelle
Donald Trump wird noch heute von den ranghöchsten Militärs der Vereinigten Staaten über neue Optionen für einen Militärschlag gegen den Iran unterrichtet. Die Befehlshaber des Central Command unter Admiral Brad Cooper haben eine Planung für eine ‚kurze und mächtige‘ Welle von Luftangriffen ausgearbeitet, die vor allem die kritische Infrastruktur des Landes treffen soll. Aus Washingtoner Sicht geht es darum, die festgefahrenen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder in Bewegung zu bringen oder dem Gegner noch vor einer Beendigung des Krieges einen entscheidenden Schlag zu versetzen.
Die fragile Waffenruhe, die seit knapp drei Wochen in dem Konflikt herrscht, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begann und bereits Tausende Tote, Millionen Vertriebene sowie drastisch gestiegene Ölpreise verursacht hat, steht damit auf dem Spiel. Neben den Luftschlägen liegt ein weiterer Plan auf dem Tisch: die Einnahme eines Teils der strategisch wichtigen Straße von Hormuz, um die Handelsroute wieder für die internationale Schifffahrt zu öffnen. Eine dritte Option zielt auf den Zugriff auf die hoch angereicherten Uranbestände des Iran durch eine Spezialeinheit ab.
Beobachter in Teheran werten die neue Dringlichkeit als Zeichen dafür, dass die Trump-Administration entweder einen schnellen Sieg sucht oder die Diplomatie erzwingen will. In den Hauptstädten Europas, vor allem in Berlin, Wien und Bern, wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation, die nicht nur die Energieversorgung des Kontinents gefährden würde, sondern auch die mühsam wieder aufgenommenen Gespräche über eine nukleare Begrenzung zunichtemachen könnte. Internationale Rechtswissenschaftler warnen zudem, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur als Kriegsverbrechen gewertet werden könnten, da die Genfer Konventionen solche Ziele schützen.
Aus Moskauer und Pekinger Perspektive verschärft sich damit ein Konflikt, der bereits das globale Kräfteverhältnis verschiebt: Russland hat seine militärische Präsenz in der Region verstärkt, China ist wegen seiner Abhängigkeit von Ölimporten aus dem Persischen Golf alarmiert. Trump selbst hatte die Blockade von Hormuz zuvor als ‚genial‘ bezeichnet und gleichzeitig seine Forderung bekräftigt, dass der Iran auf sein Nuklearprogramm verzichten müsse. Die heutige Unterrichtung durch die Militärs ist ein Indiz dafür, dass der Präsident den militärischen Weg ernsthaft prüft.
Entscheidend wird sein, ob er sich für eine sofortige Aktion entscheidet oder die Optionen als Hebel für eine letzte diplomatische Initiative nutzt. Die nächsten Tage dürften zeigen, ob der fragile Waffenstillstand hält oder einer neuen, noch gefährlicheren Phase des Krieges weicht.
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