
Unsicherheit über Öffnung der Straße von Hormus treibt Ölpreise – Wochenverlust bleibt
Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt, steuern aber auf einen deutlichen Wochenverlust zu, da ein Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ungewiss bleibt.
Am Freitag haben die Ölpreise zugelegt. Bei Handelsschluss kostete ein Barrel Brent 83,55 Dollar und damit 1,3 Prozent mehr, der US-Referenzwert West Texas Intermediate legte um 1,15 Prozent auf 78,18 Dollar zu. Beide Benchmarks steuern dennoch auf einen deutlichen Wochenverlust zu; die Angaben in den vorliegenden Quellen schwanken zwischen gut fünf und über neun Prozent. Vor Beginn des Krieges Ende Februar waren durch die Straße von Hormus fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen geflossen.
Auslöser des Anstiegs ist die wachsende Skepsis an einer raschen Wiedereröffnung der Meerenge. Der Iran prüft einem Bericht zufolge ein Gesetzesvorhaben, das US-amerikanischen und israelischen Schiffen die Durchfahrt verbieten soll. Zudem liegen die Gebührenvorstellungen weit auseinander: Teheran verlangt fünf bis sieben Prozent des Warenwerts, Maskat spricht von rund drei Prozent, Washington lehnt jede Abgabe ab. Vier Branchenquellen sagten, das vorgeschlagene Abkommen sei wegen der US-Sanktionen und restriktiver Versicherungsklauseln schwer umsetzbar.
Bjarne Schieldrop von der SEB Research sagte, die Struktur des Iran-Oman-Abkommens sei in seiner jetzigen Form politisch für US-Präsident Donald Trump nicht akzeptabel. Auch die jüngsten Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine russische Raffinerie stützten die Preise. Die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung hatten die Kurse zu Wochenbeginn belastet.
Die Märkte richten ihren Blick nun auf die kommende Woche, in der US-Inflationsdaten sowie die Monatsberichte der US-Energiebehörde, der OPEC und der Internationalen Energieagentur erwartet werden. Einem Marktkommentar zufolge dürfte sich Brent vorerst in einer Spanne zwischen 80 und 88 Dollar bewegen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | −0.10 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.40 | critical |
Iran endures the pressure of contradictory signals: the market overreacts to unverified rumors, while Tehran maintains a cautious, wait-and-see stance.
A hierarchy of threats is built: diplomatic uncertainty is presented as the main driver of turbulence, downplaying other geopolitical or economic factors.
No mention is made of the role of Yemeni Houthis in attacks on Saudi Arabia, which is cited by the Latin American press.
Gulf markets watch cautiously: a deal is possible but not certain, and sanctions remain a concrete obstacle.
A detached, technical tone is adopted, focusing on economic and negotiating variables without emotional or alarmist emphasis.
No mention is made of the Iranian bill to block enemy ships, which is central in the Levantine-Arab press.
Latin America watches with concern: the lack of agreement and Houthi attacks keep the market in suspense.
A parallel is drawn between diplomatic failure and military violence, suggesting both fuel instability.
The role of Qatari and Omani mediation, cited by the Levantine-Arab press, is not explored.
The Arab Levant denounces the fragility of diplomacy: every political move is a risk factor for markets, and mediation offers no guarantees.
The situation is judicialized: diplomacy is presented as an uncertain and vulnerable process, almost a 'trial' where any party can derail the deal.
The prospect of an Iran-Oman transit deal as a possible stable solution, cited by the Iranian press, is not mentioned.
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