
US-Vertrag über 58,6 Milliarden Dollar für Patriot-Raketen angesichts sinkender Bestände
Das Pentagon vergibt einen Rekordauftrag an Lockheed Martin, um die durch den Iran-Konflikt stark dezimierten Luftabwehrraketenbestände wieder aufzufüllen.
Das US-Heer hat dem Rüstungskonzern Lockheed Martin einen Vertrag über bis zu 58,6 Milliarden Dollar zur Produktion von Patriot-Abfangraketen erteilt. Wie das Pentagon mitteilte, handelt es sich um eine Umwandlung eines zunächst auf ein Jahr angelegten Abkommens über 4,7 Milliarden Dollar in eine siebenjährige Rahmenvereinbarung für die Haushaltsjahre 2026 bis 2032. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines erheblichen Verbrauchs an Luftabwehrraketen in den Auseinandersetzungen mit dem Iran.
Nach Schätzungen des Washingtoner Zentrums für strategische und internationale Studien (CSIS) verfügen die US-Streitkräfte derzeit über weniger als 1000 Patriot- und rund 250 THAAD-Abfangraketen. Vor dem Konflikt mit dem Iran, der Ende Februar begann, beliefen sich die Bestände auf 2330 Patriot- und 452 THAAD-Raketen, wie aus der Studie hervorgeht. Die Analysten warnen, dass die schrumpfenden Vorräte die USA und ihre Verbündeten bei einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zu größeren Risiken zwingen könnten, zumal es an vollwertigen Alternativen zu den Systemen fehle.
Die Trump-Administration hat den Druck auf die Rüstungsindustrie erhöht, die Produktion zu steigern. Im Januar unterzeichnete Präsident Trump eine Anordnung, die Unternehmen identifizieren soll, die bei Regierungsaufträgen hinter den Erwartungen zurückbleiben, während sie weiterhin Gewinne an ihre Aktionäre ausschütten. Lockheed Martin kündigte an, die Produktionskapazität für PAC-3-MSE-Raketen bis Ende 2030 zu verdreifachen und die Belegschaft in der Fabrik in Camden, Arkansas, um 50 Prozent auf etwa 1850 Mitarbeiter aufzustocken. Der Konzern investiert eigenen Angaben zufolge acht bis neun Milliarden Dollar bis 2030 in die Modernisierung von über 20 US-Standorten.
Unterdessen hat, wie der arabische Sender Al-Manar unter Berufung auf den Nachrichtendienst Axios berichtete, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von US-Präsident Trump die Lieferung von 300 Patriot-Raketen noch vor dem Winter gefordert. Aus Washingtoner Sicht wird der Mangel an solchen Abfangraketen als einer der Hauptgründe dafür angesehen, dass die Luftangriffe auf den Iran zuletzt ausgesetzt wurden. Offizielle Angaben zu weiteren Lieferterminen oder zur Mittelzuweisung durch den Kongress stehen noch aus.
| Russische & GUS-Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.50 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.60 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
US Patriot missile stockpiles are insufficient for a prolonged conflict with Iran. The Pentagon scrambles with a mega-contract, but CSIS analysis shows interceptors would last only one month. Russia highlights American vulnerability.
The Pentagon signs a mega-contract for Patriot missiles, a sign of its military aggression. Iran reports the news without comment, but implies the threat.
Depletion of Patriot stocks forced Trump to stop bombing Iran. The billion-dollar contract is a weak reaction from a superpower in trouble.
Patriot missile stockpiles have thinned after recent conflicts, prompting the Pentagon to a multi-year mega-contract to replenish. Analysis suggests operational risks if production is not accelerated.
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