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Ausgabe von 20:00 CETSonntag, 2. August 2026
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Samstag, 6. Juni 2026

Prognosemärkte locken junge Männer mit skurrilen Wetten und schnellem Geld

Von Ufos bis zur Jesus-Wiederkehr: Plattformen wie Polymarket erlauben Wetten auf alles – und ziehen eine neue Generation von Spekulanten an. Institutionelle Investoren wittern Geschäft.

Die Welt der Prognosemärkte erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Neben traditionellen Wetten auf Politik und Sport erlauben Plattformen wie Kalshi und Polymarket ihren Nutzern zunehmend auch den Handel mit exotischen Kontrakten: Wird die US-Regierung außerirdisches Leben bestätigen? Kehrt Jesus Christus zurück? Was einst als Spielerei begann, hat sich zu einem ernstzunehmenden Marktsegment entwickelt, das junge Männer in Scharen anzieht.

Aus New York und Oklahoma berichten US-Medien über eine neue Spezies von Kleinspekulanten. Der 29-jährige Ingenieur Thomas Christian Owens eröffnete im Januar ein Konto bei Kalshi, zahlte 500 Dollar ein und wollte etwas Spaß haben. Doch schon nach einem Monat stand er in den roten Zahlen. Solche Geschichten sind typisch: Der Reiz des schnellen Geldes lockt vor allem junge Männer, die ihre Chancen oft optimistisch einschätzen. [A1]

Die Plattform Polymarket, 2019 in New York gegründet, setzt auf Blockchain-Technologie und ermöglicht den Handel mit binären Optionen auf nahezu jedes erdenkliche Ereignis. Spanische Beobachter verweisen auf das schillernde Themenspektrum: Wetten auf die Existenz von Marsmenschen, die mögliche Freilassung von Nicolás Maduro oder den Kauf von OnlyFans durch Elon Musk finden reißenden Absatz. Trotz dieser Absurditäten dominiert weiterhin die Politik einen Großteil des Volumens. [A2][A3]

Hinter den Kulissen rüsten sich indes institutionelle Investoren. Das Handelshaus Susquehanna International Group tritt als Market Maker für Kalshi auf und sorgt damit für tiefere Liquidität – ein Signal, dass Hedgefonds die oft noch illiquiden Märkte ernst nehmen. Jeremy Maletz, Leiter des Makrohandels bei Susquehanna, erläuterte kürzlich die Strategie: Absicherung über traditionelle Instrumente und Ausnutzung von Arbitrage. Für die deutschsprachigen Länder, wo Prognosemärkte regulatorisch noch eine Nische sind, könnte diese Entwicklung einen Präzedenzfall schaffen. Der Vormarsch derartiger Plattformen wirft Fragen nach Anlegerschutz und Marktaufsicht auf, die bislang unbeantwortet bleiben. [A4]

Divergenz — wer erzählt sie wie
10%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von −0.20 bis 0.00
KritischWohlwollend
ATLLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse−0.20neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse0.00

Prognosemärkte ziehen junge Männer an, die auf schnelles Geld aus sind und das Ganze als Spaß und Einkommensaufbesserung betrachten. Ein 29-jähriger Fertigungsingenieur eröffnete ein Konto mit einer kleinen Einzahlung und setzte kleine Beträge als persönliches Geburtstagsgeschenk. Er wollte damit nicht reich werden, nur etwas zusätzliches Geld haben.

PragmatismusDistanz
Lateinamerikanische Presse−0.20

Die Plattform Polymarket befeuert einen Hype um skurrile Wetten, von der Wiederkehr Jesu bis zur Bestätigung außerirdischen Lebens. Längst geht es nicht mehr nur um Sport: Man wettet auf eine Schwangerschaft von Taylor Swift oder den Kauf von OnlyFans durch Elon Musk. Das 2019 in New York gegründete Blockchain-Unternehmen macht jedes noch so bizarre zukünftige Ereignis zu einem handelbaren Vertrag.

IronieSkepsis
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Marokkanische Fußballspielerin ertrinkt bei Versuch, Ceuta zu erreichen·Bewegung im Alter senkt Sterblichkeit um bis zu 25 Prozent·Erdbeben der Stärke 5,3 bis 5,6 erschüttert Region um Suez – keine Opfer gemeldet·Capital One begründet Kontoschließungen der Trump Organization mit Geldwäscheverdacht·Die schwere Last des Wissens: Wenn Schule zur Bürde wird·Valentín Barco wechselt von Strasbourg zum FC Chelsea·Afrikanische Klubwettbewerbe: Auslosung am Donnerstag in Kairo·Lorena Wiebes sprintet auch in Genf zum Sieg – Tour de France Femmes in der Schweiz gefeiert·Marokkanische Fußballspielerin ertrinkt bei Versuch, Ceuta zu erreichen·Bewegung im Alter senkt Sterblichkeit um bis zu 25 Prozent·Erdbeben der Stärke 5,3 bis 5,6 erschüttert Region um Suez – keine Opfer gemeldet·Capital One begründet Kontoschließungen der Trump Organization mit Geldwäscheverdacht·Die schwere Last des Wissens: Wenn Schule zur Bürde wird·Valentín Barco wechselt von Strasbourg zum FC Chelsea·Afrikanische Klubwettbewerbe: Auslosung am Donnerstag in Kairo·Lorena Wiebes sprintet auch in Genf zum Sieg – Tour de France Femmes in der Schweiz gefeiert·
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Prognosemärkte locken junge Männer mit skurrilen Wetten und schnellem Geld

Von Ufos bis zur Jesus-Wiederkehr: Plattformen wie Polymarket erlauben Wetten auf alles – und ziehen eine neue Generation von Spekulanten an. Institutionelle Investoren wittern Geschäft.

Die Welt der Prognosemärkte erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Neben traditionellen Wetten auf Politik und Sport erlauben Plattformen wie Kalshi und Polymarket ihren Nutzern zunehmend auch den Handel mit exotischen Kontrakten: Wird die US-Regierung außerirdisches Leben bestätigen? Kehrt Jesus Christus zurück? Was einst als Spielerei begann, hat sich zu einem ernstzunehmenden Marktsegment entwickelt, das junge Männer in Scharen anzieht.

Aus New York und Oklahoma berichten US-Medien über eine neue Spezies von Kleinspekulanten. Der 29-jährige Ingenieur Thomas Christian Owens eröffnete im Januar ein Konto bei Kalshi, zahlte 500 Dollar ein und wollte etwas Spaß haben. Doch schon nach einem Monat stand er in den roten Zahlen. Solche Geschichten sind typisch: Der Reiz des schnellen Geldes lockt vor allem junge Männer, die ihre Chancen oft optimistisch einschätzen. [A1]

Die Plattform Polymarket, 2019 in New York gegründet, setzt auf Blockchain-Technologie und ermöglicht den Handel mit binären Optionen auf nahezu jedes erdenkliche Ereignis. Spanische Beobachter verweisen auf das schillernde Themenspektrum: Wetten auf die Existenz von Marsmenschen, die mögliche Freilassung von Nicolás Maduro oder den Kauf von OnlyFans durch Elon Musk finden reißenden Absatz. Trotz dieser Absurditäten dominiert weiterhin die Politik einen Großteil des Volumens. [A2][A3]

Hinter den Kulissen rüsten sich indes institutionelle Investoren. Das Handelshaus Susquehanna International Group tritt als Market Maker für Kalshi auf und sorgt damit für tiefere Liquidität – ein Signal, dass Hedgefonds die oft noch illiquiden Märkte ernst nehmen. Jeremy Maletz, Leiter des Makrohandels bei Susquehanna, erläuterte kürzlich die Strategie: Absicherung über traditionelle Instrumente und Ausnutzung von Arbitrage. Für die deutschsprachigen Länder, wo Prognosemärkte regulatorisch noch eine Nische sind, könnte diese Entwicklung einen Präzedenzfall schaffen. Der Vormarsch derartiger Plattformen wirft Fragen nach Anlegerschutz und Marktaufsicht auf, die bislang unbeantwortet bleiben. [A4]

Divergenz — wer erzählt sie wie
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Prognosemärkte ziehen junge Männer an, die auf schnelles Geld aus sind und das Ganze als Spaß und Einkommensaufbesserung betrachten. Ein 29-jähriger Fertigungsingenieur eröffnete ein Konto mit einer kleinen Einzahlung und setzte kleine Beträge als persönliches Geburtstagsgeschenk. Er wollte damit nicht reich werden, nur etwas zusätzliches Geld haben.

PragmatismusDistanz
Lateinamerikanische Presse−0.20

Die Plattform Polymarket befeuert einen Hype um skurrile Wetten, von der Wiederkehr Jesu bis zur Bestätigung außerirdischen Lebens. Längst geht es nicht mehr nur um Sport: Man wettet auf eine Schwangerschaft von Taylor Swift oder den Kauf von OnlyFans durch Elon Musk. Das 2019 in New York gegründete Blockchain-Unternehmen macht jedes noch so bizarre zukünftige Ereignis zu einem handelbaren Vertrag.

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