
QS-Ranking 2027: Buenos Aires führt Lateinamerika an, doch Erschwinglichkeit sinkt
Die britische Beratungsfirma Quacquarelli Symonds veröffentlichte ihr Städteranking für Studierende; Buenos Aires behauptet die regionale Spitze, fällt aber global zurück, während hohe Kosten viele Metropolen belasten.
Die britische Beratungsfirma Quacquarelli Symonds (QS) hat am Dienstag die Ausgabe 2027 ihres Rankings „Best Student Cities“ veröffentlicht. Buenos Aires verteidigt darin erneut den Spitzenplatz in Lateinamerika, rutscht jedoch im globalen Vergleich um drei Ränge auf Platz 35 ab. An der Weltspitze stehen wie im Vorjahr Seoul, Tokio und London, gefolgt von Melbourne, München und Sydney.
Als Hauptursache für den Rückgang der argentinischen Hauptstadt benennt QS die Kategorie „Erschwinglichkeit“. Hier fiel Buenos Aires um acht Plätze auf Rang 87 von 150 bewerteten Städten und verlor sechs Punkte in der Gesamtwertung. Der Indikator berücksichtigt Studiengebühren, den Lebenshaltungskostenindex von Numbeo und den Big-Mac-Index des Economist. QS-Analyst Ben Sowter erklärte, das traditionelle Modell des offenen Zugangs und der niedrigen Kosten stehe unter Druck, nachdem öffentliche Universitäten die Befugnis erhalten hätten, von nicht ansässigen ausländischen Studierenden Gebühren zu erheben. Der durchschnittliche jährliche Aufwand für internationale Studierende in den bewerteten Institutionen der Stadt beträgt dem Bericht zufolge rund 6.400 US-Dollar, wobei private Hochschulen diesen Wert prägen.
Auch europäische Städte sehen sich mit Erschwinglichkeitsproblemen konfrontiert. Madrid (Rang 29) und Barcelona (Rang 32) werden laut QS durch hohe Wohnkosten „ausgebremst“. Madrid belegt in der Kategorie Erschwinglichkeit Platz 112 von 150, Barcelona Rang 107 – Werte, die mit Städten wie Dubai oder Mailand vergleichbar sind. In Hongkong (Rang 17) liegen die durchschnittlichen internationalen Studiengebühren bei etwa 18.900 US-Dollar jährlich, dem höchsten Wert aller ostasiatischen Städte im Ranking, verbunden mit einem akuten Mangel an Studentenwohnheimen. Zürich (Rang 10) und Lausanne (Rang 23) büßten gegenüber dem Vorjahr leicht an Attraktivität ein, behaupten sich aber laut QS-Sprecher Viggo Stacey in einem sich wandelnden globalen Hochschulumfeld beachtlich.
Demgegenüber stechen taiwanesische Städte durch ihre Erschwinglichkeit hervor. Taipeh (Rang 14) sowie Hsinchu, Taichung, Taoyuan und das erstmals gelistete Kaohsiung erreichen in dieser Kategorie allesamt Plätze unter den weltweit besten 30. Schwächen zeigt Taiwan hingegen bei der „Arbeitgeberaktivität“, die misst, wie stark Unternehmen eine Stadt mit hochqualifizierten Absolventen verbinden. QS führt dies darauf zurück, dass die globale Arbeitgeberumfrage den Ruf der besuchten Universitäten noch nicht vollständig abbilde. Für die Aufnahme in das Ranking müssen Städte mehr als 250.000 Einwohner zählen und mindestens zwei im QS-Hochschulranking gelistete Universitäten beherbergen. Die diesjährige Ausgabe umfasst 150 Städte.
| Lateinamerikanische Presse | +0.30 | aligned |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
| Chinesische Presse | +0.10 | neutral |
Buenos Aires retains its top spot as a student city in Latin America, but rising living costs threaten that status. The local narrative highlights pride in the recognition while lamenting the loss of competitiveness due to inflation and devaluation.
The news is treated as a regional statistical fact without particular emphasis. It is noted that the cost of living is a global problem for students, and Buenos Aires is just one example among many.
The news is seen as confirmation that Latin America remains a student destination, but China offers more stable and cost-controlled alternatives. Focus is on opportunities for Chinese students and educational cooperation.
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