
Rekordniedrigwasser in Donau und Rhein: Ungarn kündigt Abschaltung des Kernkraftwerks Paks an
Anhaltende Dürre und eine Hitzewelle treiben die Pegel auf historische Tiefststände; die Binnenschifffahrt ist massiv eingeschränkt, und mehrere Atomreaktoren werden vom Netz genommen.
Die Wasserstände der großen europäischen Flüsse sind auf neue Rekordtiefs gefallen. In Budapest liegt der Donaupegel nach Angaben der Nachrichtenagentur AP einen Dezimeter unter dem bisherigen Tiefstwert von 2018; das Wasser hat sich stellenweise 15 bis 20 Meter von der Uferlinie zurückgezogen. Am Rhein wurde bei Kaub kurzzeitig das Minimum von 2018 erreicht, und für Düsseldorf prognostiziert die Wasserstraßenverwaltung Wsv einen Stand von 21 Zentimetern – zwei Zentimeter unter dem Rekord vom Oktober 2018. An der deutsch-niederländischen Grenze meldeten die Behörden den niedrigsten je gemessenen Pegel.
Auslöser sind eine langanhaltende Trockenheit und eine außergewöhnliche Hitzewelle, die in Österreich mit 40,3 Grad Celsius in Wieselburg die höchste Juli-Temperatur seit Aufzeichnungsbeginn brachte. Wissenschaftler führen die geringen Niederschläge und die hohen Temperaturen auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurück. Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar kündigte an, dass das einzige Kernkraftwerk des Landes, Paks, voraussichtlich am Dienstag oder Mittwoch kommender Woche abgeschaltet wird, weil der Kühlwasserzufluss aus der Donau nicht mehr ausreicht. Die Anlage deckt rund 40 Prozent des ungarischen Jahresstromverbrauchs; die Abschaltung erfolge nach einem vorbereiteten Sicherheitsprotokoll und stelle keine nukleare Gefahr dar, so Magyar. Auch in Rumänien wurde bereits ein Reaktor aus demselben Grund heruntergefahren, ein zweiter soll folgen.
Für die Wirtschaft sind die niedrigen Pegel ein erheblicher Störfaktor. Auf dem Rhein und der Donau wagen Frachtkähne nach Angaben der Deutschen Welle nur noch 15 bis 20 Prozent ihrer üblichen Ladung aufzunehmen, um nicht auf Grund zu laufen. Die Transportkapazität bricht ein, die Frachtpreise steigen – und das in der Hochsaison für Erntegüter wie Getreide. Der Logistikprofessor Johan Woxenius von der Handelshochschule Göteborg verweist darauf, dass entlang der Flüsse in Deutschland zentrale Industrie- und Verkehrsinfrastrukturen gebündelt sind. Medienberichten zufolge könnte der Einbruch der Binnenschifffahrt das deutsche Bruttoinlandsprodukt im laufenden Quartal belasten. Der deutsche Bauindustrieverband warnte, der Rhein werde durch wiederholte Niedrigwasserereignisse „immer mehr an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gebracht“ und forderte, die Wasserstraßen dringend klimaresilienter zu machen.
Die unmittelbare Entwicklung hängt nun von den hydrologischen Prognosen ab. Für die Donau bei Paks nannte Magyar als Schwellenwert für eine schrittweise Wiederinbetriebnahme einen Pegel von minus 133 Zentimetern. Die österreichischen und slowakischen Vorhersagen seien jedoch „überhaupt nicht positiv“, so der Ministerpräsident, weshalb mit einer längeren Abschaltdauer zu rechnen sei. Die ungarische Regierung rief Unternehmen bereits zu Stromeinsparungen auf und ordnete die Abschaltung dekorativer Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden an.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
Die touristische Sommersaison ist für Bootsausflüge bereits vorbei, die Dürre trifft Tourismus und Schifffahrt, und Atomreaktoren müssen abgeschaltet werden.
Indem der persönliche Bericht eines Hausbootbesitzers und die wirtschaftliche Analyse eines Professors in den Mittelpunkt gestellt werden, macht die Erzählung ein abstraktes Klimaereignis unmittelbar und konkret.
Die offiziellen Sicherheitszusicherungen der ungarischen Regierung bezüglich der Abschaltung des Kernkraftwerks werden nicht erwähnt.
Der ungarische Ministerpräsident gibt die Schließung des Kernkraftwerks Paks für nächste Woche bekannt, aufgrund des niedrigen Donaupegels, und versichert, dass keine nukleare Gefahr bestehe.
Die Erzählung stützt sich ausschließlich auf offizielle Aussagen der ungarischen Regierung und stellt das Ereignis als kontrollierte technische Maßnahme ohne Alarmismus dar.
Die Auswirkungen auf Tourismus und Schifffahrt sowie die breitere Wasserkrise in anderen Ländern werden nicht erwähnt.
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