
Argentiniens Co-Trainer Ayala entschuldigt sich für Übergriff auf Olmo
Roberto Ayala, Assistent von Lionel Scaloni, räumt ein, den spanischen Spieler Dani Olmo nach dem WM-Finale gestoßen zu haben, und kündigt eine persönliche Entschuldigung an.
Roberto Ayala, Co-Trainer der argentinischen Nationalmannschaft, hat erstmals öffentlich zu einem Zwischenfall nach dem WM-Finale 2026 Stellung genommen. Der 53-jährige ehemalige Verteidiger gab in einem Interview mit dem valencianischen Radiosender Esports Migdia zu, den spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo gestoßen zu haben. „Offensichtlich bereue ich es. Aufgrund meiner Position darf ich nicht zulassen, dass ein Gefühl oder etwas, das ich von der anderen Seite erhalte, meine Stimmung und mein Handeln verändert“, zitierte ihn unter anderem die argentinische Nachrichtenagentur NA. Ayala betonte, es habe sich um einen Stoß und nicht um einen Faustschlag gehandelt, wie teilweise berichtet worden sei. „Es war die Reaktion auf eine Aussage, aber das war es“, sagte er laut mehreren Quellen, darunter die Zeitung La Gaceta.
Ayala schilderte, dass er nach dem Abpfiff eine Rangelei in der Mitte des Spielfelds gesehen habe und zunächst habe schlichten wollen. „Meine Absicht war es, zu trennen und nichts weiter“, erklärte er im Gespräch mit dem Sender, das von mehreren Medien wie Ámbito Financiero und TN zitiert wurde. Er übernehme die Verantwortung für sein Handeln, räumte aber ein, dass die Emotionen hochgekocht seien. „Manchmal trifft man auf Dinge, die passieren, und der Puls rast, aber das ist keine Entschuldigung“, so Ayala. Er kündigte an, sich persönlich bei Olmo zu entschuldigen, sobald sich die Gelegenheit biete. Zugleich wies er Spekulationen zurück, die argentinische Mannschaft habe bei der Siegerehrung aus Missachtung dem spanischen Team den Rücken zugekehrt. Man habe sich lediglich zu den eigenen Fans begeben, um ihnen zu danken, und die Ehrung auf der Videoleinwand verfolgt, erläuterte er laut A24.
Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach dem 1:0-Sieg Spaniens im Finale des Turniers in New Jersey. Nach Angaben der Nachrichtenagentur NA und des Blattes Al Ittihad war es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen argentinischen und spanischen Spielern gekommen, in deren Verlauf Ayala eingriff. Die FIFA leitete nach Angaben mehrerer Quellen, darunter NA und Metrópoles, ein Disziplinarverfahren ein und bestellte einen Ermittler, um die Vorfälle nach dem Spiel zu untersuchen. Ayala selbst zeigte sich einsichtig: „Mein Verhalten muss ein anderes sein, egal, was ich höre“, sagte er laut C5N.
Ayala, der als Spieler unter anderem für den FC Valencia und die argentinische Nationalmannschaft auflief, betonte mehrfach seine Verbundenheit mit Spanien, wo er lange lebte und seine Töchter geboren wurden. Er gratulierte dem spanischen Team zum verdienten Titel und würdigte dessen attraktiven Spielstil. „Spanien war besser. Es hat eine Weltmeisterschaft gewonnen, indem es sehr schönen Fußball gespielt hat“, zitierte ihn A24. Die FIFA-Untersuchung ist nach Angaben der verfügbaren Quellen eingeleitet, ein Zeitplan für Ergebnisse wurde nicht genannt.
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