
Nach drei Staffeln: «Euphoria» findet ein endgültiges Ende
Rue Bennett stirbt an einer Fentanyl-Überdosis, Nate Jacobs wird getötet, und eine Fortsetzung ist ausgeschlossen. Ein Blick auf das kontroverse Serienende und die Anfänge von Sydney Sweeney.
Mit der dritten Staffel endet «Euphoria» – und wie. Die letzte Folge «In God We Trust», die am 31. Mai auf HBO ausgestrahlt wurde, bringt den Tod der Hauptfigur Rue Bennett (Zendaya). Aus übereinstimmenden Berichten von Forbes, ABC Australia und India TV geht hervor, dass Rue an einer Überdosis Fentanyl stirbt, nachdem sie mit gefälschten Medikamenten von Drogenboss Álamo versorgt wurde. Die spanische «La Razón» schildert zudem, wie Rue zuvor von einem Pferd geschleift wurde und sich dem Zugriff der DEA entziehen konnte – jedoch nicht der perfiden Rache Álamos.
Doch Rue ist nicht das einzige Opfer. Bereits in der vorletzten Episode wird Nate Jacobs (Jacob Elordi) – so Forbes – nach lebendigem Begräbnis von einer Klapperschlange getötet und aus der Handlung gestrichen. Das Finale widmet sich auch dem Abschied von Fezco, den der 2023 verstorbene Angus Cloud verkörperte; eine emotionale Hommage, wie «La Razón» berichtet. Die Handlungsbögen werden ohne lose Enden zugeknüpft, was laut Gulf News und ABC Australia eine Fortsetzung praktisch unmöglich macht. «Es fühlt sich wie ein ehrliches Ende an», wird ein Insider in der deutschen Bild zitiert – HBO hat den Stecker gezogen.
Die Serie, die 2019 begann, war schon länger von Produktionsverzögerungen und Konflikten hinter der Kamera geprägt. Bild spricht von «Zoff hinter den Kulissen», der die Dreharbeiten immer wieder verzögert habe. Trotz dieser Turbulenzen katapultierte «Euphoria» seine jungen Hauptdarsteller – Zendaya, Sydney Sweeney und Jacob Elordi – in die oberste Hollywood-Liga. Sweeney, die als Cassie Howard Bekanntheit erlangte, hatte schon zuvor in einer anderen Serie ihr Können unter Beweis gestellt: In «Everything Sucks!» (Netflix) spielte sie 2018 eine der Hauptrollen, wie das argentinische Medium Los Andes erinnert. Die Serie über eine Gruppe Jugendlicher in Oregon, die einen Film drehen, wurde nach nur einer Staffel eingestellt, zeigt aber heute Sweeneys schauspielerische Bandbreite.
Während Euphoria endet, bleibt die kulturelle Wirkung der Serie, die eine ganze Generation von Serienfans prägte. Weltweit reagierten Zuschauer mit Schock und Trauer in sozialen Medien, besonders in spanischsprachigen Ländern. Ob HBO jemals noch einmal das Euphoria-Universum öffnet, gilt als unwahrscheinlich – zu sehr wurde die Geschichte um Rue und ihre Mitmenschen nun zu Ende erzählt. Für Fans bietet indes die frühe Sydney Sweeney in «Everything Sucks!» eine Möglichkeit, die Anfänge eines mittlerweile ikonischen Serienstars neu zu entdecken.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | −0.50 | critical |
Der Schöpfer erklärte, dass das Ende nach der dritten Staffel sich wie der richtige Moment anfühlte, antwortete auf Kritik und lieferte einen Abschluss. Das ausgedehnte Finale verknüpfte alle Handlungsstränge, und der Tod der Hauptfigur dürfte das endgültige Aus der Serie besiegeln.
Rues Tod im Finale schockierte die Fans und löste eine Welle der Trauer in den sozialen Medien aus. Die Folge war ein herzzerreißender Abschied nicht nur von der Hauptfigur, sondern auch von dem von Angus Cloud gespielten Fezco, womit fiktive Trauer und realer Verlust verschmolzen.
Der Serienschöpfer gab nach sieben Jahren Dreharbeiten das Ende von Euphoria bekannt. Die knappe Meldung meldet das offizielle Serienaus, ohne weitere Einzelheiten.
Das Finale sprengte alle narrativen Brücken, machte jede Chance auf eine vierte Staffel zunichte und hinterließ eher einen Tatort als einen emotionalen Abschied. Die Zuschauer blieben verwirrter als zufrieden, während die provokative Art der Serie sich am Ende selbst verschlang.
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