
Russische Drohne in Rumänien: Technischer Bericht bestätigt Moskaus Verantwortung
Nach dem Einschlag eines unbemannten Fluggeräts in ein Wohnhaus in Galati legt Bukarest Beweise vor, während Moskau die Vorwürfe als Inszenierung zurückweist.
Der rumänische Staatspräsident Nicușor Dan hat am Sonntag eine unmissverständliche Feststellung getroffen: Der Drohnenkörper, der in der Nacht vom 28. auf den 29. Mai in ein Wohnhaus in der Grenzstadt Galati einschlug, stammt aus russischer Produktion. Eine von ihm veröffentlichte technische Expertise identifiziere das Wrack als eine Geran-2-Kampfdrohne, deren Bauteile, Navigationssysteme und sogar Treibstoffrückstände mit früheren Funden auf rumänischem Gebiet übereinstimmten. Bei dem Vorfall, der einen Brand und Panik in dem elfstöckigen Gebäude auslöste, wurden ein 14-jähriger Junge und eine 53-jährige Frau verletzt. Für den Vorfall sei Moskau „allein verantwortlich“, erklärte Dan auf der Plattform X.
Aus Moskau kam umgehend Widerspruch. Die russische Botschaft in Bukarest wies die Schuld von sich und sprach von einer ukrainischen Provokation. Ein Sonderbotschafter des Außenministeriums, Rodion Miroschnik, legte in einem Staatsmedium nach: Die rumänische Regierung instrumentalisiere den Vorfall, um Zugang zu EU-Verteidigungsfonds zu erhalten, ähnlich wie dies bereits baltische Staaten getan hätten. Präsident Putin selbst äußerte, ohne objektive Daten könne niemand den Ursprung der Drohne zweifelsfrei bestimmen – ein Hinweis darauf, dass der Kreml die Deutungshoheit in diesem Fall nicht kampflos überlassen will.
Die ukrainische Führung wertete den Einschlag als gezieltes russisches Signal an die NATO. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte eine „starke gemeinsame Antwort“ des Bündnisses, da Moskau damit die Entschlossenheit der Ostflanke testen und zugleich den Eindruck erwecken wolle, Hilfe für Kiew provoziere nur weitere Eskalation. Für die Anrainer in Galati hingegen ging es um unmittelbare Sicherheit: „Niemand fühlt sich jetzt noch sicher“, zitierte eine betroffene Bewohnerin die BBC-Reportage. Der Krieg, der für viele Europäer fern schien, ist nun buchstäblich in einen NATO-Mitgliedstaat eingedrungen – auch wenn die diplomatische Einordnung als Unfall oder Angriff noch offen ist.
Der Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit der gesamten östlichen Allianz. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die sich bisher vor allem um humanitäre und finanzielle Hilfe für die Ukraine bemühten, könnte der Druck wachsen, sich konkreter an der Luftverteidigung des NATO-Territoriums zu beteiligen. Die technische Spurensicherung in Galati ist abgeschlossen, die politische Deutung hat gerade erst begonnen. Fest steht, dass die Grenze zwischen dem Kriegs- und Bündnisgebiet poröser ist als es die NATO-Doktrin suggeriert – und dass Moskau bereit ist, diese Grauzone auszureizen.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.65 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.80 | critical |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Der rumänische Präsident erklärt, dass die technische Analyse eindeutig belege, dass die Drohne, die in Galati in ein Wohnhaus einschlug, eine russische Geran-2 war. Der Vorfall nahe der ukrainischen Grenze hat zwei Zivilisten verletzt und wird als direkte Auswirkung des Krieges gesehen. Moskaus Dementis werden von Bukarest als haltlos zurückgewiesen.
Der russische Botschafter behauptet, dass Rumänien die Drohnen-Story von Galati erfunden hat, um EU-Verteidigungszuschüsse zu erhalten, nach dem Vorbild der baltischen Staaten. Selenskyjs Forderung nach einer stärkeren NATO-Antwort wird als Provokation dargestellt, die Russland testen soll. Der Vorfall wird als Vorwand für den Ausbau westlicher Militärpräsenz an den russischen Grenzen abgetan.
Rumänien gibt bekannt, dass die Untersuchungen die russische Herkunft der Drohne bestätigen, die in Galati ein Haus traf, während Moskau um objektive Daten zur Bewertung des Vorfalls bittet. Der Einschlag verletzte zwei Menschen und hält die Spannungen nahe der ukrainischen Grenze aufrecht. Beide Seiten legen ihre Darstellungen vor, ohne dass eine endgültige Bewertung erfolgt.
Rumänien teilt mit, dass es sich bei der Drohne, die ein Gebäude traf, um eine in Russland gefertigte Geran-2 handelt, basierend auf technischen und chemischen Analysen. Präsident Nicusor Dan gab die Erkenntnisse bekannt und ergänzte Details zum Vorfall ohne weitere Kommentierung. Die Nachricht wird sachlich und direkt wiedergegeben.
Erweitere deinen Horizont
Washington erwartet baldige Hormus-Einigung, Teheran dementiert direkte Verhandlungen
6 Sprachen · 52 Quellen
Aus Economy & MarketsÖlkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“
2 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologyVereinigte Arabische Emirate führen nationale Zahlungslösungen für Bundesgebühren ein
1 Sprache · 8 Quellen